(openPR) Es gibt Menschen, die bei den Diskussionen um Stress nur den Kopf schütteln als würde jegliche Belastung an ihnen abperlen und keine Schäden hinterlassen. Zahlreiche Forscher und Wissenschaftler haben sich mit der Frage, wie Stress entsteht, beschäftigt und kommen zu einem eindeutigen Ergebnis: Stress hat seinen Ursprung sozusagen zwischen den Ohren – im Kopf eines jeden Einzelnen. Er ist abhängig von ganz subjektiven Bewertungen, man muss ihn individuell und situativ sehen und bewerten. Dr. Sonja Lichtenstern aus dem oberbayerischen Olching, die sich fast täglich mit „Stress-Geplagten“ unterhält, sagt: „Was den einen auf die Palme bringt, lässt den anderen völlig kalt“. Und sie räumt auf mit einer alten Aussage, dass viel Arbeit auch automatisch viel Stress bedeutet. „Es ist eher der Arbeitsdruck und der fehlende Entscheidungsspielraum, der sich negativ auswirkt. Hier sprechen wir sogar von drohenden Herzerkrankungen“. Und die Expertin weiß auch, dass Manager, die oft ein sehr hohes Arbeitspensum zu bewältigen haben, häufig weniger gestresst sind als ihre Mitarbeiter. Sie führt das darauf zurück, dass sie eher Gestalter und keine Getriebene sind.
Die Olchinger Spezialistin, die sich auch mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigt und in Unternehmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung referiert und coacht, warnt seit Jahren immer wieder vor der „Gratifikations-Krise“ und meint damit die fehlende Anerkennung der Leistung in Form von Geld oder Lob bei gleichzeitig hoher Verausgabung. „Wenn der Vorgesetzte hier keine Schutzfunktion übernimmt und individuelle Leistungen nicht würdigt, handelt er grob fahrlässig. Für manche Mitarbeiter ist der Weg dann nicht mehr weit bis in die Kardiologie.“ Diese Aussage wird von vielen Fachleuten geteilt, die sich mit der Entstehung von Stress beschäftigen. „Jeder empfindet anders“ – so Lichtenstern. Und sie muss es wissen, weil sie tagtäglich Betroffene vor sich hat.











