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BfR warnt vor Toxoplasmose als unterschätztes Risiko

03.11.201618:21 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Wie Carina Angermann und Harald Kipper von der Union deutscher Verbraucher (UDV) warnen, weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor den Gefahren der Toxoplasmose in Deutschland:

Die Toxoplasmose gehört zu den häufugsten parasitären Infektionen weltweit. Schätzungsweise ein Drittel aller Menschen ist nachweislich mit dem Erreger Toxoplasma gondii in Kontakt gekommen. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die sich vor allem auch auf unterschiedliche Verzehrsgewohnheiten der einzelnen Kulturen zurückführen lassen. In Deutschland liegt die durchschnittliche Durchseuchungsrate bei 50%, wobei sie in der Bevölkerung mit dem Alter zunimmt. Eine Infektion kann über die Aufnahme infektiöser Parasiteneier aus der Umwelt oder durch den Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln erfolgen.



Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion mit Toxoplasmen in der Regel ohne Symptome. Selten kommen milde Verlaufsformen mit grippeähnlichen Symptomen vor. Allerdings kann eine Toxoplasmose bei Personen mit geschwächtem Immunsystem auch sehr schwer verlaufen. Es gibt jedoch wirksame Medikamente, mit denen eine akute Erkrankung behandelt werden kann. Nach der erstmaligen Infektion entwickelt sich eine belastbare Immunität, die in der Regel ein Leben lang bestehen bleibt. Gefährlich ist eine Infektion während der Schwangerschaft, da dann der Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden und es zu Missbildungen und Fehlgeburten kommen kann. In Deutschland werden jährlich etwa 20 im Mutterleib erworbene Infektionen mit Toxoplasmen gemeldet, wobei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist.

Wie kann sich der Mensch infizieren?

Grundsätzlich kann sich der Mensch auf verschiedenen Wegen mit Toxoplasmen infizieren:
- durch Aufnahme von in der Umwelt vorkommenden infektiösen Parasiteneiern
- durch den Verzehr von belasteten Lebensmitteln, insbesondere von unzureichend erhitztem oder behandeltem Fleisch und daraus hergestellten Produkten
- durch eine Übertragung der Parasiten von einer erstmalig in zierten Mutter auf ihr ungeborenes Kind
- nach einer Organtransplantation, wenn Toxoplasma- negativen Empfängern Organe Toxoplasma-positiver Spender übertragen werden und diese Organe mit Parasiten infiziert sind.

Was tun?

Kochen, Braten oder Pasteurisieren tötet Toxoplasmen ab. Bei einer Temperatur von über 67°C sterben auch Dauerstadien in Gewebszysten innerhalb von ein bis zwei Minuten ab. Wichtig ist, dass die Temperatur gleichmäßig im ganzen Produkt erreicht wird. Kurzes Erhitzen in der Mikrowelle stellt kein geeignetes Verfah- ren dar. Das Tiefgefrieren der Lebensmittel hat ebenfalls einen abtötenden Effekt, reicht alleine jedoch nicht aus, da auch gefrierresistente Stämme vorkommen. Fleisch sollte für mindestens acht Stunden bei –20 °C durchgefroren sein, um eine Abtötung der Toxoplasmen zu erreichen. Der Einfluss von Verfahren zur Haltbarmachung wie Räuchern, Trocknen, Salzen und Pökeln auf die Überlebensfähigkeit von Toxoplasma-Zysten ist derzeit unzureichend untersucht und daher noch unklar.

Weitere Informationen hierzu stellt das Robert Koch-Institut unter www.rki.de zur Verfügung.

Ohne Gewähr.

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