(openPR) Zwei junge Bamberger Unternehmer zeigen der Uhrenbranche, wie man auch ohne externe Finanzierungen erfolgreich im internationalen Uhrenmarkt mitspielen kann.
Vermutlich kein anderer E-Commerce Markt wächst derzeit so rasant wie der von Luxusuhren.
Nach Expertenmeinungen sollen erst 2 bis 4 Prozent des gesamten Volumens online abgebildet werden. Ein kleiner Teil, wenn man bedenkt, dass der weltweite Luxusuhrenmarkt nach Schätzungen bei rund 40 Milliarden Euro liegen soll.
Die Unternehmensberatung McKinsey geht hier noch einen Schritt weiter und schätzt, dass der Verkauf von Luxuswaren im Internet bis zum Jahr 2025 eine Verdreifachung erfahren und auf ein Marktvolumen von etwa 70 Milliarden Euro steigen wird.
Ein äußerst interessantes Marktumfeld, was sich auch Christopher Fischer und Stefan Sebök dachten.
Die beiden Freunde, die sich bereits seit ihrem 14. Lebensjahr kennen, hatten die Idee, neue Luxusuhren zu günstigeren Konditionen als im stationären Fachhandel online anzubieten.
Fischer, der während seines BWL Studiums u.a. in den USA studierte und anschließend im Marketing in Hong Kong arbeitete, merkte schnell, welche immense Nachfrage weltweit nach Luxusuhren besteht und welchen Stellenwert hier Deutschland als Standort für künftige Auslandsgeschäfte genießt.
Sebök, der nach seinem Diplom erst einmal für die interne Unternehmensberatung eines Automobilzulieferers arbeitete, handelte schon während seines Studiums mit gebrauchten Luxusuhren, um die Studienkasse etwas aufzubessern.
Im Jahr 2013 stellten sie dann die Weichen für das eigene Unternehmen und starten nach einigen Hürden schließlich HORANDO (lat. HORA = die Stunde).
Neben der Programmierung des online Shops, musste auch ein Lieferantennetzwerk aufgebaut werden, um die stetige und kurzfristige Verfügbarkeit aller Uhrenmodelle zu gewährleisten. Die beiden reisten quer durch Europa, trafen sowohl Händler als auch Hersteller und stimmten sich parallel mit Dienstleistern für IT und rechtliche Themen ab. Um das alles zu finanzieren, verkauften sie die ersten Uhren über Ebay und reinvestierten ihre Gewinne.
Kein einfaches Unterfangen. Wie man sich vorstellen kann, gilt die Schweizer Uhrenbranche als äußerst verschlossen, diskret und konservativ. Wer hier mitspielen will, stammt entweder aus einem über Generationen hinweg gewachsenen Juweliergeschäft oder kauft sich mit sehr viel Geld ein.
„Es ist ein bisschen wie Sneakers gegen Maßanzug.
Auf der einen Seite ist man im modernen online Handel unterwegs, aber eben mit einem luxuriösen und klassischen Produkt.
Gerade als Newcomer muss man sich behaupten und den richtigen Ton treffen, sonst ist das Gespräch schon vorbei, bevor es eigentlich begonnen hat“, so Stefan Sebök.
In der Zwischenzeit starteten auch andere Unternehmen mit dem online Handel von Luxusuhren und wurden bereits zu Beginn von externen Geldgebern ausgestattet. Rund 50 Millionen Euro Risiko Kapital wurden hier in den letzten 18 Monaten investiert.
Horando, das bis heute aus dem eigenen Cash-Flow finanziert ist, konnte sich in den letzten Jahren als direkter Vertragspartner einiger Luxusuhrenmarken etablieren und das ehemalige Juweliergeschäft eines Rolex Konzessionärs umbauen. Durch effiziente Strukturen betreibt das junge Unternehmen sein Geschäft nach wie vor zu Zweit und setzt hier auf eine klare Strategie.
„Wachstum erreichen wir nicht, wenn wir zehn Leute einstellen, sondern zehn neue Kunden gewinnen. Alles andere wird sich ergeben, wenn man hart genug dafür arbeitet“.










