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Fachtag zur Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf ein Studium der Sozialen Arbeit

23.08.201608:40 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Ergebnisse aus sechs Jahren AnKE-Verfahren vorgestellt
Auf einem Fachtag am 8. September 2016 werden Erfahrungen hinsichtlich der Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit beruflicher und hochschulischer Bildungswege vorgestellt. Die Veranstaltung „Sechs Jahre AnKE-Verfahren – Effekte und Perspektiven“ an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) setzt sich mit dem Anrechnungsverfahren von beruflichen Kompetenzen von Erzieherinnen und Erziehern auf ein Studium der Sozialen Arbeit auseinander. Angesprochen werden anrechnungsinteressierte Erzieherinnen und Erzieher, Angehörige der kooperierenden Fachschulen für Sozialpädagogik, AnKE-Studierende sowie Hochschulangehörige. Eine Anmeldung ist bis 30.08.2016 unter E-Mail möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.



Erzieher/-innen können seit 2010 beruflich erworbene Kompetenzen auf das Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit an der Frankfurt UAS anrechnen lassen. Dieser neue Zugang zu einer Akademisierung eröffnet berufserfahrenen Interessentinnen und Interessenten Chancen auf vielfältige berufliche Einsatzmöglichkeiten in allen Bereichen der Sozialen Arbeit. Die Entwicklung des AnKE-Verfahrens (Anrechnung der Kompetenzen aus der Erzieher/-innen-Ausbildung auf den Bachelor Soziale Arbeit) ist in das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit über zwei Millionen Euro geförderte Projekt „MainCareer – Offene Hochschule“ der Frankfurt UAS eingebettet.

„Die Öffnung der Hochschulen gegenüber Berufstätigen und die erhöhte Durchlässigkeit von Bildungswegen ist angesichts des Demografischen Wandels und der Kurzlebigkeit von Wissensbeständen, die ein Lebenslanges Lernen erfordern, aktueller denn je“, so Prof. Dr. Margitta Kunert-Zier, Projektleiterin des AnKE-Verfahrens. Rund 18 % der Studierenden an der Frankfurt UAS besitzen heute einen Berufsabschluss. Von den Erstsemestern im Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit verfügt sogar über die Hälfte über eine Berufsausbildung, das Durchschnittsalter beträgt 27,4 Jahre. „Es gilt als Hochschule, an Lebensphasen orientierte Bildungsangebote anzubieten und Ansprechpartnerin für Bildungsbedarfe im gesamten Lebensverlauf zu sein. So werden individuelle Bildungsbiografien ermöglicht“, ergänzt Kunert-Zier.

Seit dem Start des AnKE-Verfahrens haben mehr als 350 Studierende unter Anrechnungsbedingungen studiert, aktuell sind es 270. Rund 33 Studierende stellen pro Semester einen Antrag auf Anrechnung – mit deutlich steigender Tendenz. Die ehemaligen Erzieher/-innen reduzieren das Studium der Sozialen Arbeit um 30 ETCS oder 1 Semester und setzen pro Semester 20 Semesterwochenstunden an Lehre im Studiengang frei.

Eine aktuelle Evaluation der AnKE-Studierenden hat weitere Effekte gezeigt: Der überwiegende Anteil studiert im Studienschwerpunkt „Bildung und Erziehung“ und gibt an, dort die im Beruf erworbenen Kompetenzen sehr gut anwenden zu können. Knapp 80 % der AnKE-Studierenden sind weiter in Kitas berufstätig und können ihr im Studium erworbenes Wissen erfolgreich im Berufsleben integrieren. „So leistet das AnKE-Verfahren einen Beitrag zur Akademisierung des Berufs und zur Qualifizierung der Praxis in Kindertagesstätten“, bekräftigt Kunert-Zier. „AnKE-Studierende sind hoch motiviert und aufstiegsorientiert.“ Mehr als die Hälfte der Befragten sind die ersten aus ihren Familien, die studieren. Sie haben den Studiengang vor allem aus Interesse am Fach gewählt, aber auch, weil sie bessere Berufschancen, ein höheres Einkommen und „eine höhere Position im sozialpädagogischen Bereich“ anstreben.

Bis zum Wintersemester 2017 soll das Verfahren am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit nachhaltig personell und räumlich verankert werden. Zur Verstetigung des AnKE-Verfahrens und der weiteren Verbesserung der Anschlussfähigkeit der Bildungswege hat sich die Frankfurt UAS durch den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen mit neun Fachschulen der Sozialpädagogik in Hessen verpflichtet.

Termin Fachtag: 08.09.2016, 13-17 Uhr
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, Gebäude 2, 4. Stock, Raum 462/463

Über AnKE / MainCareer:

Das AnKE-Verfahren wurde in Kooperation mit neun hessischen Fachschulen für Sozialpädagogik entwickelt. Dazu glichen Vertreter/-innen der Frankfurt UAS, der Fachschulen, eines öffentlichen sowie eines freien Trägers der Jugendhilfe die Lehrpläne der Fachschulen mit dem Modulhandbuch des Bachelor-Studiengangs auf ihre Anrechnungsfähigkeit ab. Seit Wintersemester 2010/11 erprobten die ersten Studierenden das Verfahren.

Der Fokus von „MainCareer“ liegt auf der Entwicklung und Erprobung von Konzepten, die einen Beitrag zur Durchlässigkeit zwischen Berufspraxis und Studium der Informatik, Pflege und Sozialen Arbeit leisten. Grundgedanke ist die Gestaltung von „Bildungsbrücken“ in das Hochschulsystem, der gezielte Auf- und Ausbau akademischer Weiterbildungsangebote, deren Verzahnung mit Studiengängen sowie der systematische Ausbau bestehender Praxiskontakte. Dafür werden qualitätsgesicherte Anrechnungsverfahren für außerhochschulisch erworbene Kompetenzen entwickelt.

Weitere Informationen: www.maincareer.de

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Prof. Dr. Margitta Kunert-Zier, Projektleitung AnKE-Verfahren, Tel: 069/1533-2876; E-Mail: E-Mail; Nadine Schuler Tel.: 069/1533-3966; E-Mail

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