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FH begegnet Prüfungsdruck

13.07.201212:52 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Neue Prüfungsordnungen an FH FFM nutzen noch besser die Potenziale des Bologna-Prozesses

Frankfurt/Main, 12. Juli 2012. An der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) wurden die allgemeinen Bestimmungen für die Prüfungsordnungen in allen Studiengängen mit den Abschlüssen Bachelor und Master zugunsten der Studierenden geändert. Sie nutzen die Potenziale des Bologna-Prozesses noch besser und begegnen dem Zeit- und Arbeitsdruck, der dem Prozess nachgesagt wird.



Bereits in seiner Amtseinführungsrede Anfang 2009 sprach FH-Präsident Dr. Detlev Buchholz unter anderem über die Abschaffung von Noten im Rahmen des Bologna-Prozesses. „Wir wissen, dass der Bologna-Prozess kontrovers diskutiert wird. Das hält uns nicht davon ab, die zukunftsweisenden Entwicklungen im Hochschulsystem aufzugreifen und an der FH Frankfurt umzusetzen“, sagt Buchholz zu den eingeführten Neuerungen. „Zudem sind wir konkret auf die Anregungen der Studierenden eingegangen. Die neuen Prüfungsordnungen an der FH Frankfurt sind ein Qualitätsinstrument.“ Ausgehend von den Befragungen der Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Eva-Maria Ulmer, an den Fachbereichen der FH FFM und der Studierenden hat die Senatskommission Studium und Lehre unter Leitung von Prof. Dr. Kira Kastell die Änderungen erarbeitet: Verringerung der Prüfungsbelastung, Anrechnung von Kompetenzen, die außerhalb von Hochschulen erworben wurden, Erleichterung der Anerkennung von Studienleistungen im Ausland und Lockerungen bei den Prüfungsfristen.

Um den Studierenden die Prüfungsbelastung zu vermindern, kann für jeden einzelnen Studiengang entschieden werden, bis zu 30 Prozent der Prüfungsleistungen nicht mehr zu benoten. Die Prüfungen werden dann als bestanden bzw. nicht bestanden bewertet. „Welches Modul nicht mehr benotet wird, hängt von den fachspezifischen Anforderungen ab. Gerade in Fällen, in denen spezifische Kompetenzen geprüft werden, ist die neue Regelung von Nutzen“, sagt Ulmer. Mindestens 70 Prozent der Prüfungsleistungen eines Studiengangs werden jedoch weiterhin benotet.

Neu eingeführt wird die Anrechnung von außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen. Dies erleichtert das Studium vor allem für Studierende mit Berufserfahrung. Sie haben dadurch mehr Zeit für die noch zu leistenden
Prüfungen oder können ihr Studium schneller absolvieren. „In der Regelung spiegelt sich die moderne Entwicklung unseres Bildungssystems wider, die auch ein Identitätsmerkmal der FH Frankfurt ist: Lebenslanges Lernen“, so Ulmer. Studierende können sich außerhalb von Hochschulen erworbene Kompetenzen (z.B. durch eine anspruchsvolle Berufsausbildung) als bereits erbrachte Leistungen für ihr Studium anerkennen lassen. Die Kompetenzen müssen dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) entsprechen und können bis zu 50 Prozent der Studienleistungen eines Studiengangs umfassen.

Entsprechend der Lissabon-Konvention soll die internationale Mobilität von Studierenden an der FH FFM noch stärker unterstützt werden. Deshalb wird die Anerkennung von im Ausland absolvierten Modulen, Prüfungs- und Studienleistungen erleichtert. Dabei erfolgt eine so genannte Beweislastumkehr. „Während zuvor die Studierenden nachweisen mussten, welche Leistungen sie erbracht haben, muss ab jetzt die Hochschule nachweisen, warum sie eine im Ausland erbrachte Prüfungsleistung nicht anerkennt“, erläutert Ulmer.

Zwei Änderungen an der Fristensetzung, die mit den allgemeinen Bestimmungen in Kraft treten, erleichtern die Studienplanung: In allen vier Fachbereichen der FH FFM können sich die Studierenden bis mindestens drei Tage vor einer Prüfung ohne Angabe von Gründen abmelden. Damit will ihnen die Hochschule ermöglichen, ihre beste Leistung zu zeigen. Zudem können sich Studierende ab sofort, wenn sie eine Prüfung beim ersten Versuch nicht bestanden haben, selbst für die Wiederholung anmelden. Zuvor wurde der neue Termin vom Prüfungsausschuss festgesetzt. „Damit erreichen wir ein weniger verschultes System. Unser Ziel ist es, weg von der Kontrolle und hin zu einer wieder mehr selbstbestimmten Studienkultur zu gelangen“, erklärt Ulmer.

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