(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Unwetterartige Regengüsse mit Starkregen, örtlichem Hagel und Blitzschlag haben am Sonntagabend und in der vergangenen Nacht über der Westhälfte unseres Landes erhebliche Schäden angerichtet. Davon betroffen waren mehrere Bundesländer.
In Karlsruhe blies uns zwischen 20 Uhr und 21 Uhr MESZ eine Orkanböe mit einer Windgeschwindigkeit von 115 Stundenkilometer aus Südsüdost im Zusammenhang mit der - an der Vorderseite von kräftigen und gut ausgebildeten Gewittern häufig mitwandernden - sogenannten Böenwalze (heftige und kalte Fallwinde vor den mächtigen Gewittertürmen) um die Ohren, und bis gegen 2 Uhr MESZ in der Nacht sammelten sich in Karlsruhe 40 Liter Regen pro Quadratmeter binnen weniger Stunden an. In Frankfurt-Flughafen waren es 11, in Düsseldorf 17 Liter pro Quadratmeter, woanders aber auch durchaus 50 Liter. Vereinzelt könnten sich dabei sogar kurzzeitig und kleinräumig Tornado-Rüssel gebildet haben. Das vermelden die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.
In vielen Städten mussten am Abend die öffentlichen Übertragungen von Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft abgebrochen werden, u.a. in Gelsenkirchen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main und in Stuttgart. Besonders in Nordrhein-Westfalen wurden Schäden durch umgestürzte Bäume, Blitzschläge mit dadurch ausgelösten Dachstuhlbränden und heftige Regenfälle gemeldet. Als Folgen des Unwetters traten zudem herabstürzende Dachziegel und andere herumfliegende Gegenstände, Überflutungen von Kellern und Straßen, Schäden durch Hagelschlag an Gebäuden, Autos und landwirtschaftlichen Kulturen sowie örtliche Blitzschäden auf. Auf dem Frankfurter Flughafen waren Verspätungen nicht zu vermeiden.
Zuvor waren am Nachmittag vor allem am Rhein noch Höchstwerte um 33 Grad, in Karlsruhe 34,8 Grad um 18 Uhr MESZ als Höchsttemperatur gemessen worden. Auch in Ostdeutschland übertrafen die Temperaturen am späten Nachmittag vielerorts die 30-Grad-Marke, sodass der gestrige Tag vielerorts als Hitzetag in die Klimastatistik eingeht. Gleichzeitig drückte eine hohe Luftfeuchtigkeit auf die Atmung und den Kreislauf - das enorme Feuchteangebot schaffte die besten Voraussetzungen für die Entstehung der Unwetter.
Am Nachmittag hatte dann von Südsüdwesten eine über Frankreich entstandene und sich zum Abend explosionsartig intensivierende und ausdehnende Gewitterfront auf den äußersten Westen und Süden Deutschlands übergegriffen und war anschließend abends und nachts in einem breiten Streifen über Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Teile von Baden-Württemberg und Bayern hinweg nach Nordosten gezogen. Dabei haben durch die nahezu strömungsparallele Zugrichtung und die nur geringe Ostkomponente bei der Frontverlagerung einige Gebiete gleich zweimal reichlich Nass von oben mitbekommen.
Nordrhein-Westfalen war aber besonders von den Unwettern betroffen. Allein in der Landeshauptstadt Düsseldorf gab es nach Angaben der örtlichen Dienste am Abend 150 Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Sie mussten vor allem wegen Sturm- und Wasserschäden immer wieder ausrücken.
Insgesamt war diese Entwicklung noch schneller und intensiver vonstatten gegangen, als von den Modellen ursprünglich berechnet. Daher waren die Gewitter weiter nach Osten bis in die Mitte Deutschlands vorangekommen. Erst in der zweiten Nachthälfte hat sich die Front rasch abgeschwächt und große Lücken bekommen. Der äußerste Osten hat so nichts mehr abbekommen.
Am Mittwoch drohen neue, örtlich unwetterartige Gewitterschauer, die aber längst so ausgedehnt ihr Unwesen treiben und diesmal voraussichtlich vor allem den Osten treffen werden.
Danach sollte erst einmal Ruhe einkehren und die Luft trockener, also auch angenehmer werden.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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