(openPR) Oppenheim/Rhein (mxp) - Es kommt wie es kommen muss. Nachdem der Frühling letzte Woche mit Riesenschritten zu uns gekommen ist und die Tagestemperaturen innerhalb von nur drei Tagen um nahezu 15 Grad auf Werte um 20 Grad in der Südwesthälfte gestiegen sind, werden wir nun von der Jahreszeit wieder eingeholt, und die "übersprungenen" Temperaturbereiche zwischen 10 und 16 Grad kehren bei uns ein.
Doch zunächst wird es heute im Tagesverlauf in der Westhälfte wieder besser, denn der über dem Osten angelangte und sich weiter abschwächende Ausläufer des sich auflösenden Tiefs "Jakob" nordwestlich der Britischen Inseln beeinflusst nur noch die Osthälfte mit etwas Regen, während im Westen die Wolken abziehen und der Sonne Platz machen.
Der morgige Tag beginnt hoffnungsvoll und wird warm mit Werten nahe oder um 20 Grad in der Westhälfte und um 18 Grad im Osten, aber am Nachmittag müssen wir entlang des Rheins und westlich davon mit mehr Wolken und ersten Regentropfen rechnen. Das neue Regenband hat noch weniger Schwung als das erste, sodass es sich nach nächtlicher Abschwächung im Lauf des Freitags wieder aktiviert und in der Westhälfte für etwas Regen - zum Teil schauerartig verstärkt und mit örtlichen Gewittern - sorgt, während der Osten keinen Niederschlag mehr abbekommen dürfte. Dort bleibt auch der Freitag trocken, allerdings wolkiger als der morgige Donnerstag. Die Temperaturen steigen allgemein nochmals auf Werte zwischen 15 und 18 Grad, bevor es ab Samstag langsam abwärts geht.
Ursache der Änderung ist die Umstellung der Strömung von südlichen auf östliche Richtungen am Südrand eines neuen, sich von Norden nach Südskandinavien ausdehnenden Hochs. Gleichzeitig verschwindet unser altes Hoch "Helga" nach Südosten und macht atlantischen Tiefs den Weg frei, sich in abgeschwächter Form über das südliche Mitteleuropa und das nördliche Mittelmeer ostwärts auszudehnen. Damit entsteht zwischen dem Einflussbereich der beiden Druckgebilde über Mitteleuropa eine Luftmassengrenze, die trockenere und kühlere Luft im Norden und Nordosten von der feuchteren und milderen Luft im Süden trennt und an den Osterfeiertagen langsam nach Süden wandert. Dabei ist deren Wetterintensität allerdings noch unklar. Sah es gestern noch nach einem sehr feuchten Ostersonntag in weiten Teilen unseres Landes aus, so ist von den Niederschlägen heute nicht mehr viel übrig.
Klar ist, dass an Ostern die Temperaturen auf Werte zwischen 10 und 15 Grad - mit den höchsten Werten jeweils im Südwesten und den tiefsten Werten im Nordosten - sinken. Die Bewölkung nimmt zu und die Sonne macht sich zeitweise - besonders in der Südhälfte und in der Mitte - rar. Mit etwas Glück bleiben wir allerdings von längeren oder kräftigeren Niederschlägen verschont. Aber auch zeitweiliges Nieselwetter oder etwas Sprühregen wäre nicht wirklich toll an Ostern.
Und auch in der ersten Hälfte der kommenden Woche bleibt das Wetter voraussichtlich etwas unentschlossen. Während feuchte und milde Luft immer wieder von Südwesten nach Mitteleuropa vorzudringen versucht, bleibt im größten Teil die trockenere und etwas kühlere Luft mit einem freundlichen Witterungscharakter wetterbestimmend.
Alles in allem haben sich die Druckverhältnisse aber auf eine für den Frühling typische Verteilung mit geringen Gegensätzen bei uns eingespielt. Umso schwieriger gestaltet sich nun die Vorhersage, denn kleine, sich in den Druckfeldern kaum abbildende, aber trotzdem durchaus wetterintensive Tiefs können Vorhersagen komplett über den Haufen werfen.
Autor Udo Baum, Meteorologe von "Der Wetterbote" (http://www.wetterbote.de)
wünscht Ihnen Frohe Ostern und viele bunte Ostereier.
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