(openPR) *Unbezahlbare Pflege in Deutschland *
Pflege in Deutschland ist für viele leider nicht mehr bezahlbar – geht aus den Statistiken hervor. Die Zahl der Menschen, die sich die teure Pflege und Betreuung nicht leisten können nimmt ständig zu. Und es wird noch schlimmer werden, denn die Lebenserwartung der Europäer hat sich verlängert, auch in Deutschland. Demzufolge wird auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigen, die vor dem Risiko stehen werden, durch die Pflegebedürftigkeit im Alter in Armut abzurutschen.
Schon im Bericht des Statistischen Bundesamts vom 2010 stand, dass sich mehr als 400.000 Betroffene in Deutschland eine angemessene Betreuung und Pflege nicht mehr leisten konnten. Demzufolge stieg auch die Zahl der Empfänger von Hilfen zur Pflege und diese Zahl wird immer weiter steigen. Drei Viertel aller pflegebedürftigen Senioren in Deutschland, die finanzielle Hilfen beziehen mussten, lebten in einem Altersheim. Altenheime sind sehr teuer.
Nur zum Teil werden die hohen Pflegekosten in Deutschland von der Pflegeversicherung gedeckt. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt, je nach Pflegestufe, von 1023 € bis 1550 € monatlich. Die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung kostet allerdings von 2500 € bis sogar 4000 € monatlich und wird vom Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Dazu kommen noch die Zusatzleistungen der einzelnen Pflegeheime, die grundsätzlich privat zu bezahlen sind. Die Kosten der Pflege können also die Rente der Senioren schnell übertreffen. Da die Kinder in Deutschland auch unterhaltspflichtig sind, können die Pflegekosten das Budget der ganzen Familie empfindlich einschneiden.
* Pflegenotstand in Deutschland *
Unbezahlbare Pflege in Deutschland ist nicht das einzige Problem. Die Pflegeeinrichtungen verfügen nämlich über nicht genug Pflegekräfte für die Patienten. Schon längst werden Pfleger aus dem Ausland angeworben, die zum Teil nur bedingt die deutsche Sprache beherrschen. Dies kann natürlich erheblich die Verständigung zwischen dem Pfleger und den Pflegebedürftigen erschweren. Immer weniger Pflegekräfte müssen immer mehr Patienten versorgen, der Personalschlüssel beträgt im Schnitt 1:15. Ein Pfleger arbeitet nach striktem Arbeitsplan und kann sich dann auch nicht leisten, den Patienten genug Zeit zu widmen. Er hat keine Zeit für die persönliche Zuwendung, Ansprache, Aufmunterung des Patienten. Das ist natürlich schlimm, denn darunter leiden am meisten die Patienten selbst.
*Altenpflege im Ausland als zugängliche Alternative*
Steigende Zahl der deutschen Senioren lebt aus Kostengründen in den Altenheimen in Osteuropa, Thailand oder Spanien. Die Pflege dort wird viel günstiger geleistet als in Deutschland und vor allem wegen der niedrigeren Arbeitskosten. Pflegeheime im EU-Ausland, seit gewisser Zeit auch im Nachbarland Polen, gelten aber nicht nur als zugängliche Alternative für die deutschen Rentner wegen der geringeren Kosten. Die Pflegequalität soll dort auf höherem Niveau liegen. Pflegeheime in Polen erfüllen die europäischen Richtlinien und sind nach deutschen Maßstäben eingerichtet.
Wichtiger Faktor ist, dass eine Pflegekraft in Polen bis zu maximal 5 Patienten betreut. Man kann dann individuell auf die Bedürfnisse und Wünsche der Patienten eingehen. Dadurch findet auch die Pflege und Betreuung ohne Zeitdruck statt. Es gibt einen großen Preisunterschied zwischen Polen und Deutschland, denn ein Pflegeplatz in Polen kostet im Schnitt ca. 1200 € monatlich. Außerdem bieten polnische Pflegeheime - im Vergleich zu deutschen Einrichtungen - oft mehr Inklusivleistungen und Therapien an. Diese werden im polnischen Gesundheitssystem nicht zusätzlich berechnet. Bei den angegeben Preisen muss man nur in den seltensten Fällen eine Zuzahlung leisten, die ohnehin gering ausfällt. Ansonsten wird das Pflegegeld weiter nach Polen gezahlt.
*Pflege in Polen und in Deutschland – Vor- und Nachteile *
Abgesehen von den günstigen Pflegekosten in Polen sollte die Pflege in diesem Nachbarland auch Nachteile haben. Gegen die Unterbringung in einem polnischen Pflegeheim spricht die größere Entfernung von dem Heimatland Deutschland und die erschwerte Möglichkeit den Angehörigen so oft zu besuchen. Die Unterbringung des Betroffenen in einem deutschen Heim dagegen gibt der Familie die Möglichkeit, diesen in seiner Nähe pflegen zu lassen und ihn häufig besuchen zu können. Die Häufigkeit der Besuche wird aber bestimmt von dem Wohnort der Familie abhängig. Auch viele polnische Pflegeheime liegen in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze. Dies bedeutet, dass manchmal die Besuche nicht seltener als bei einer Einrichtung in Deutschland stattfinden können.
Als weiteren Nachteil einer Unterbringung in Polen sehen viele die Sprachbarriere. Dies trifft aber heutzutage nicht mehr zu, denn die Pflegeheime und Seniorenresidenzen in Polen sind speziell auf die Bedürfnisse deutscher Kunden ausgerichtet. Fast das ganze Personal spricht Deutsch und kann sich mit den deutschen Senioren problemlos verständigen. Es gibt mittlerweile auch Heime in Polen, wo die Patienten ausschließlich Deutsche sind.
Gegen die Unterbringung der Deutschen in einem ausländischen Heim spricht auch die Tatsache, dass die Patienten völlig von ihrem Alltag und ihrer gewöhnlichen Umgebung abgebrochen werden. Das trifft leider zu. Die Verlegung ins Heim nach Polen bedeutet für die älteren Menschen eine große Umstellung und man sagt doch, dass man einen alten Baum nicht verpflanzt. Ein Pflegeheim oder Altenheim wird aber wahrscheinlich das eigene Zuhause nie ersetzen, unabhängig davon, wo das Heim steht, in Deutschland oder in Polen.
Die Entscheidung, den pflegebedürftigen Angehörigen in ein Pflegeheim zu geben, insbesondere im Ausland, ist keine einfache Entscheidung und sie sollte in aller Ruhe getroffen werden. Im Vordergrund steht immer das Wohl des Pflegebedürftigen und seiner Familienangehörige.













