(openPR) Nürnberg/Magdeburg - Vielfach werden die strengen FIFA-Reglementierungen moniert, die Werbung für Veranstaltungen während der Fußball-WM fast unmöglich machen. Anders sehen das die Marketing-Experten zweier Landesausstellungen in Bayern und Sachsen-Anhalt. Statt sich über eingeschränkte Gelegenheiten zu beklagen, werben sie gemeinsam mit der WM - und für Kunst und Geschichte.
„Nürnberg und Magdeburg – 2:0 für die Kultur“ lautet der Slogan, der die Brücke zwischen Sportbegeisterung und Kulturerlebnis schlägt. 300.000 Flyer mit diesem Motto werden noch während der WM verteilt, um auf Ausstellungshighlights in der fränkischen Metropole und in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts aufmerksam machen.
Seit April wird im Nürnberger Museum für Industriekultur die Bayerische Landesausstellung „200 Jahre Franken in Bayern“ gezeigt. Ende August startet in Magdeburg die Landesausstellung Sachsen-Anhalt „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation. Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters“. Beide Ausstellungen sind thematisch verknüpft. Während Magdeburg an die mittelalterlichen Anfänge des Heiligen Römischen Reiches erinnert, wendet sich Nürnberg der Zeit ab dem Ende dieses Reiches im Jahre 1806 zu.
„Was läge da näher, als gemeinsam zu werben, zumal die Freundschaft zwischen dem Haus der Bayerischen Geschichte und dem Kulturhistorischen Museum Magdeburg schon lange währt“, meint Dr. Josef Kirmeier, Projektleiter der Nürnberger Schau. Und Dr. Alexander Schubert, Pressesprecher und Wissenschaftler in Magdeburg ergänzt: „Die Fußball-WM ist für die Kultur kein Hindernis. Vielmehr erreichen wir in den Städten gerade jetzt besonders viele Menschen aus dem In-und Ausland, weil alle auf den Beinen sind.“
Der gemeinsame Kultur-Flyer hat einiges zu bieten. Das satirische Titelbild zeigt ein muskulöses Stürmerbein, das einen Fußball direkt ins (Museums)-Tor befördert. Kein geringerer als Dewa Waworka, legendärer Kunstmaler und vielfach ausgezeichneter Illustrator der Titelseiten des SPIEGELS ließ sich für die ausgefallene Aktion begeistern. Sichtlich Spaß hatte der Künstler daran, Sport und Kultur auf humorvolle Weise zu verbinden.
Die Bayerische Landesausstellung im Museum Industriekultur „200 Jahre Franken in Bayern“ ist noch bis zum 12. November in Nürnberg zu sehen. Die Landesausstellung Sachsen-Anhalt „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation. Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters“ im Kulturhistorischen Museum Magdeburg beginnt am 28. August und endet am 10. Dezember. Die Zeit von 1495 bis 1806 wird im Deutschen Historischen Museum Berlin unter dem Titel "Altes Reich und neue Staaten" dargestellt.
Im Jahr 2006 wird in Deutschland in zwei Städten mit einer großen Gemeinschaftsausstellung an die über achthundertjährige Geschichte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation erinnert. Zwei Museen, das Kulturhistorische Museum in Magdeburg und das Deutsche Historische Museum in Berlin richten gemeinsam die Ausstellung HEILIGES RÖMISCHES REICH DEUTSCHER NATION 962-1806 aus. In Magdeburg wird vom 28. August bis zum 10. Dezember 2006 der Mittelalterteil von Otto dem Großen bis zu Maximilian I., von 962 bis ca. 1500, als Landesausstellung Sachsen-Anhalt gezeigt. In Berlin wird der neuzeitliche Teil der Reichsgeschichte von 1495 bis 1806 zu sehen sein.
Anlass der Ausstellung ist der 200. Jahrestag des Endes des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, das mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II. am 6. August 1806 unterging.
Laufzeit, Öffnungszeiten, Eintritt der Ausstellung in Magdeburg
28. August - 10. Dezember 2006
täglich 10 - 19 Uhr
Eintritt: 8 Euro
Eintritt ermäßigt: 6 Euro
Gruppen (ab 12 Pers.): 6 Euro/Person











