(openPR) Neue Kulturmarke „Fahrtziel Kultur“ verbindet deutschlandweit Reiseziele
Bamberg/Magdeburg/Mannheim (cab) Was passiert, wenn ein Marketing-Fachmann, ein Presse-Profi und ein Mittelalter-Kenner am Rande einer Reise-Messe zusammentreffen und zunächst ganz theoretisch über Werbe-Strategien fachsimpeln, mit denen der kulturtouristische Reisemarkt in Deutschland neue Impulse bekommen könnte?
Beim interdisziplinären Experten-Austausch entsteht eher nebenbei die Idee zu einem zukunftsweisenden Gemeinschaftsprojekt, das sich mittlerweile wie ein Netz über die gesamte Deutschlandkarte ausgebreitet, binnen kürzester Zeit unzählige Mitstreiter gefunden und unterdessen den Ruf des ambitioniertesten touristischen Großprojekts des Jahres 2008 inne hat.
So geschehen, als Anfang des Jahres der Magdeburger Projekt-Manager bei der Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt GmbH, Matthias Poeschel, der Bamberger Kulturlogistik-Dienstleister Thomas Spindler und der Mannheimer Mittelalter-Historiker und Ausstellungsmacher an den Reiss-Engelhorn-Museen, Dr. Alexander Schubert, auf dem Stuttgarter Messegelände ins Gespräch kamen und dabei das Projekt „Fahrtziel Kultur – Reisen ins deutsche Mittelalter“ entwickelten. „Mit ‚Fahrtziel Kultur‘ wollten wir eine neue Kulturmarke kreieren und ein Netzwerk schaffen, wie es in dieser Form in Deutschland noch nicht existiert hat. Unsere Idee war, bedeutende Städte und Regionen, einzigartige Baudenkmäler und historische Großausstellungen miteinander zu verbinden und Kulturinteressierte auf eine persönliche Zeitreise durch Deutschland mitzunehmen“, erklärt Thomas Spindler.
Das verbindende Thema für dieses Vorhaben war schnell gefunden. Kaum eine andere Epoche prägt bis heute Deutschlands Erscheinungsbild vergleichbar wie das Mittelalter. In dieser Zeit erschaffene Dome geben Städten wie Aachen oder Magdeburg ihren Mittelpunkt. Altstadt-Ensembles, wie sie sich in Bamberg, Regensburg oder Görlitz erhalten haben, ziehen jährlich Millionen von Touristen in ihren Bann. Und historische Großausstellungen, wie sie immer wieder in Magdeburg und Mannheim organisiert werden, sind ohnehin wahre Publikumsmagneten, wenn sie faszinierende, originale Kunstwerke des Mittelalters für begrenzte Zeit an einem Ort präsentieren.
„Die Idee zu dem Projekt stammt allerdings nur zum Teil von uns“, gibt Dr. Alexander Schubert zu. „Eigentlich ist sie schon 700 Jahre alt und kommt aus der Epoche, für die der Reiseführer ‚Fahrtziel Kultur‘ wirbt. Denn bereits im Mittelalter schlossen sich Städte zu Bünden zusammen, um gemeinsam ihren Leistungen und Interessen mehr Gewicht zu geben. Wenn sich heute deutsche Städte in einem Städtebund verbinden, um zusammen ihren mittelalterlichen Kulturreichtum zu präsentieren, so setzen wir also gewissermaßen 'mittelalterliche Marketingmaßnahmen' auf innovative Weise um“.
Zehn hochkarätige Reiseziele beinhaltet der moderne Städtebund, der in seiner Ausdehnung nun fast die ganze Bundesrepublik umspannt: Aachen, Bamberg, Braunschweig, Eisenach und die Wartburg, Görlitz, Magdeburg, Mannheim, Nürnberg, Quedlinburg und Regensburg. Ausstellungen wie „Kaiser Otto IV.“ 2009 in Braunschweig und „Mythos Burg“ 2010 in Nürnberg werden dabei vorgestellt.
Als besonderer Höhepunkt kommen die beiden großen Landesausstellungen zum Thema Mittelalter hinzu, die 2009 und 2010 in Deutschland gezeigt werden: die Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2009 „Aufbruch in die Gotik“ in Magdeburg und die Drei-Länder-Ausstellung „Die Staufer und Italien. Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa“, die die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim im Stauferjahr 2010 für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen ausrichten.
Gemeinsam mit der Nürnberger Versicherungsgruppe, der Deutschen Zentrale für Tourismus und der Deutschen Bahn AG wurde von der Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt GmbH unter der Regie von Matthias Poeschel ein Kulturreiseführer mit hohem Gebrauchswert geschaffen, eine wahre Einladung ins Mittelalter: „Fahrtziel Kultur – Reisen ins Deutsche Mittelalter“. Auf 84 Seiten informiert dieser über die Attraktionen der Städtereisen, über Besonderheiten der Region und bietet den Service maßgeschneiderter Arrangements inklusive Hotelübernachtung. Die Veröffentlichung startet mit einer Auflage von 250.000 deutschen und 50.000 englischen Exemplaren.
Und Fahrtziel Kultur – Reisen ins Deutsche Mittelalter“ soll kein Einzelprojekt bleiben: „Es bildet den ersten Teil einer sich entwickelnden Reihe. Weitere Ideen für neue ‚Fahrtziele‘ liegen schon bereit“, kündigt Projektmanager Poeschel an. „Denn Deutschland bleibt ein lohnenswertes Reiseland, vom Mittelalter bis in alle Zukunft …“.


















