(openPR) WM vs. Fankultur: Ein Blick hinter die Fassade der WM.
Saison für Saison strömen größere Menschenmassen in die Stadien, die Fernsehübertragungen werden stetig ausgebaut, die Sponsoren investieren zunehmend höhere Beträge: Der Volkssport Nummer 1 zieht immer mehr Menschen in seinen Bann.
Mit der WM im eigenen Land hat die bisherige Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden. Und was gibt es auch schöneres als sich der ganzen Welt in sicherer Atmosphäre als guter Gastgeber zu präsentieren?
Warum also versuchen die aktiven Fans seit geraumer Zeit so vehement auf sich aufmerksam zu machen?
Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie durch Kommerzialisierung und Sicherheitswahn die bestehende Fankultur und somit auch der Lebensinhalt einer ganzen Subkultur systematisch verkauft und zerstört wird.
Einengung der Bewegungsfreiheit, Einschränkung der Meinungsfreiheit, Beschneidung der Kreativität: Die Aberkennung von Bürgerrechten in und um die Stadien ist für aktive Fans mittlerweile zum Alltag geworden. Massive Eingriffe in ein ganzes Leben, das sich zwischen dem heimischen Stadion und den Fußballstadien dieser Welt abspielt; in ein Leben, welches für die Betroffenen weit mehr als 90 Minuten Fußball bedeutet.
Die Ausstellung „Freiheit für die Kurven! WM vs. Fankultur: Ein Blick hinter die Fassade der WM.“ wird organisiert von „Pro-Fans St.Pauli“ und läuft vom 24. Juni bis zum 7. Juli täglich von 14 bis 20 Uhr im Knust.
Aktuelle Informationen gibt es unter www.freiheitfuerdiekurven.de.
Pro-Fans St.Pauli
www.profans.de
Knust, Neuer Kamp 30, 20357 Hamburg
www.knusthamburg.de
Die Ausstellung:
- Von Aachen bis Zagreb - Fankultur in Wort und Bild
- Der gläserne Mensch im Fußballstadion – Wie man die Kontrolle über 80.000 Menschen behält
- Nahrung oder Wurfgeschoss – Warum der Apfel nicht mit ins Stadion darf
- Vom Gigaphon bis zum Rätselführer - Wie Stadionverbote hierzulande begründet werden
- Für Euch das Buffet, für uns der Käfig – Wie der Geldbeutel die Sicht auf den Rasen beeinflusst
- Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt – Deutschlands aktive Fans gehen auf die Straße
- Schlimmer kann’s nicht werden, oder doch? - Ein internationaler Vergleich der Problematiken der aktiven Fans
- Informationen und Forderungen in deutscher und englischer Sprache zu den Themengebieten „Stadionverbote“, „Datei Gewalttäter Sport“, „Repression“, „Ombudsstelle“ und „Überwachung“.
Das Rahmenprogramm im Überblick:
Samstag, 24. Juni 2006 - Vernissage
12 Uhr: „Prolleo trifft Fußballverbrecher“
13:30 Uhr: Dave Boyle über die Vernichtung der Fankultur in England (Dave Boyle, England, Supporters Direct, www.supporters-direct.org)
Dienstag, 27. Juni 2006 - Die lange Nacht der Anekdoten
19 Uhr: Lesung mit anschließender Öffnung der Ausstellung bis Mitternacht
Sonntag, 2. Juli 2006 - Infoveranstaltung
16 Uhr: „Sicherheit vs. Bürgerrechte: Die WM als Vorwand für einen Sicherheitsstaat?“
Heiko Schlesselmann, WM-Fanbotschaft Hamburg
Justus Peltzer, BAFF
N.N., FoeBuD e.V. (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs)
Jürgen Schneider, Rechtsanwalt
N.N., Gewerkschaft der Polizei (angefragt)
Dienstag, 4. Juli 2006 - Themenabend
19 Uhr: „Freiheit für die Jungs“ - Ein HSVer zwischen U-Haft und Gedichten
Freitag, 7. Juli 2006 - Konzert
20 Uhr: Soli-Abschlusskonzert mit „20 Years of hate“, „Rolando Random & the young soul rebels“ und „Stage Bottles“.
Pro-Fans St.Pauli - OHNE UNS KEIN KICK!
Pro-Fans St.Pauli
Roger Hasenbein
c/o Fanladen
Brigittenstr. 3
20359 Hamburg











