(openPR) Am 10. Juni 2016 wurde in München der mit 20.000 Euro dotierte Wolfgang Staab-Naturschutzpreis für besondere Leistungen zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung in Fluss- und Auenlandschaften vergeben. Preisträger ist der deutsche Umweltschützer Klaus Markgraf-Maué. Bei dem Festakt in der Schweisfurth Stiftung würdigte Laudator Olaf Tschimpke (Präsident NABU Deutschland) das herausragende Engagement des Flussexperten.
Klaus Markgraf-Maué ist Naturschutzreferent und Teamleiter bei der NABU-Naturschutzstation Niederrhein in Kranenburg. Der studierte Biologe und Geograf setzt sich seit seiner Jugend leidenschaftlich für den Naturschutz ein. Seit den 1990er Jahren arbeitet Markgraf-Maué in zahlreichen Projekten für den Schutz und die ökologische Entwicklung von Fluss- und Auenlandschaften. Besonders verdient gemacht hat er sich um die Erhaltung und naturnahe Entwicklung des Niederrheins und seiner Auen.
Klaus Markgraf-Maué überzeugte die dreiköpfige Jury, bestehend aus der Stifterin des Preises, Dr. Dorette Staab, Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald (Vorstand der Schweisfurth Stiftung) und Prof. Dr. Emil Dister (Auen-Institut am Karlsruher Institut für Technologie) durch sein unermüdliches Engagement zum Schutz von Flüssen und Auen. So hat er im Rahmen des NABU-Projektes „Lebendiger Rhein – Fluss der tausend Inseln“ von 2001 bis 2008 etliche Modellmaßnahmen zur Revitalisierung degradierter Ufer initiiert. In seiner Laudatio stellte NABU-Präsident Olaf Tschimpke den Preisträger als mitreißenden Motivator heraus, der es immer verstanden habe, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Markgraf-Maué selbst schilderte in seiner Dankesrede sein Anliegen, „das Leben zurück an die Flüsse zu bringen“. Das bedeute für ihn, Flüsse als Lebensräume für Tiere und Pflanzen aber auch als Naherholungsräume für Menschen zu erhalten und zu renaturieren.
Der Wolfgang Staab-Preis wird jährlich durch die Schweisfurth Stiftung in Kooperation mit dem Wolfgang Staab-Naturschutzfonds vergeben. Wolfgang Staab (1938-2004) machte sich als leidenschaftlicher Umweltschützer in Rheinland-Pfalz einen Namen. Als Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz des BUND wirkte er viele Jahre sehr erfolgreich; später war er als Schatzmeister im BUND-Bundesverband tätig. Wolfgang Staab kam 2004 bei einem Autounfall ums Leben. Seine Witwe Dr. Dorette Staab richtete 2014 den Wolfgang Staab-Naturschutzfonds innerhalb der Schweisfurth Stiftung ein.
Mit der Verleihung des Wolfgang Staab-Preises 2016 beginnt zugleich die Bewerbungsfrist für die Preisvergabe 2017. Sie läuft bis zum 1. Oktober 2016. Weiterführende Information können Interessenten unter
anfordern bzw. Vorschläge einreichen.













