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Flößer-Tradition im Nordschwarzwald live erleben

03.06.201614:58 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Flößer-Tradition im Nordschwarzwald live erleben
Flößer
Flößer

(openPR) Calw/München, 1. Juni 2016. "Ein Flöz kommt, ein Flöz kommt", heißt es auch diese Jahr wieder, wenn beim traditionellen Flößerfest im Nördlichen Schwarzwald die meterlangen Stämme am 11. September 2016 die "Wassergasse" passieren. Fast ein halbes Jahrtausend lang war hier die Flößerei ein lohnendes Gewerbe. Heute pflegt die Flößerzunft Oberes Nagoldtal die Tradition dieses harten Berufs. Neben dem zweijährlichen Flößerfest erfahren Interessierte bei regelmäßigen Führungen von Mai bis September Wissenswertes über das Leben und Arbeiten der rauen Burschen und können sich sogar in der fast schon vergessenen Kunst des Wiedendrehens versuchen. Auch unterwegs in den Wäldern der Region folgen Wanderer auf "Jockeles Flößerweg" den Spuren der alten Zunft und lernen nicht nur viel Interessantes, sondern genießen die typische Flößerkost von anno dazumal. Zahlreiche historische Stätten und verschiedene interaktive Museen informieren zusätzlich über die Waldberufe im Nördlichen Schwarzwald.



Flößer ist ein in Europa mittlerweile ausgestorbener Beruf. Die Aufgabe der Flößer war es gefällte Baumstämme auf den Flüssen von den Wäldern in die Orte und Städte zu transportieren. Abertausende Weißtannenstämme wurden so durch das Murg-, Enz-, und Nagoldtal bis nach Holland geflößt. Die sogenannten "Kapitalflöße" auf dem Rhein erreichten dabei mit einer Länge von bis zu 350 Metern und einer Breite von 60 Metern die Ausmaße eines schwimmenden Dorfes. Nach vielen Höhen und Tiefen der Flößerei wurde mit der Erfindung der Dampfmaschine die Konkurrenz durch Dampfschiffe und die Eisenbahn immer größer. Im Jahre 1911 befuhr nach mehr als 560 Jahren das offiziell letzte Floß im Jahre 1911 die Nagold.

Die wichtigste Einbindestelle im Oberen Nagoldtal war die Monhardter Wasserstube. Sie war von 1640 bis 1911 in Betrieb und wurde vor knapp 30 Jahren gemäß den Originalplänen aus dem Jahre 1893 weitestgehend mit dem alten Material aus der damaligen Zeit wieder aufgebaut. Seitdem öffnet sich beim Flößerfest alle zwei Jahre das Stauwehr für eine Flutwelle, auf der Floß und Flößer wild flussabwärts rauschen. Dazu erleben die Besucher mit vielen weiteren Vorführungen rund um den "Holztransport Einst und Jetzt" die alten Waldberufe der Region. So werden etwa in der Feldschmiede die Herstellung von Flößerhaken gezeigt, das historische Pfahlsetzen mit dem sogenannten Rammbär nachgestellt oder wie in alter Zeit Holzwasserrohre gebohrt.

Auch bei den regelmäßigen Sommer-Führungen immer am letzten Samstag im Monat und an individuellen Gruppenterminen ist das voll funktionsfähige Denkmal eine wichtige Station. Hier erfahren die Besucher alles über die Blütezeit dieses Gewerbes und erleben die anstrengende und zugleich abenteuerliche Arbeit der Flößer. Besonderes Highlight ist das Wiedmachen, was vor allem zu den Winteraufgaben der Flößer zählte. Hierzu werden Tannen in einem riesigen Bähofen gekocht und zu Seilen, den sogenannten Wieden, gedreht. Zum Abschluss der knapp zweistündigen Tour erfahren die Teilnehmer noch, worum es sich denn bei einem ausgewachsenen "Holländer" handelt.

Auf dem "Jockeles Flößerweg" wandern Interessierte auf den Spuren der vergangenen Zunft. Gleich zu Beginn informiert eine besondere Schautafel am Startpunkt in Enzklösterle über die Geschichte der Flößerei. Im Anschluss folgen die Wanderer der Enz entlang den alten Wasserpfaden des Holzes zu weiteren Stationen wie etwa dem Kaltenbachsee - einem Flößersee, der von den Enztal-Flößern im 18. Jahrhundert angelegt wurde um auf Abruf die zusammengebundenen Baumstämme ins Tal zu bringen. Neben verschiedenen historischen Flößerstationen führt der gut 23 Kilometer lange Weg auf eine kulinarische Reise in die Vergangenheit. So genießen die Wanderer etwa mit fangfrischem Fisch die Flößerkost von früher.

Wenige Kilometer entfernt liegt das Heimat- und Flößermuseum in Calmbach. Hier erzählen bemerkenswerte Exponate von detailgetreuen Modellen, imposanten Bilddokumenten und lebensnahen Figuren bis hin zu original Werkzeugen, Gerätschaften und Kleidungsstücken aus diesen Zeiten. Als steinerner Zeuge eines ausgestorbenen Waldgewerbes gilt auch die Rußhütte in Enzklösterle. 1829 erbaut, wurde hier noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts Kienruß für die Herstellung schwarzer Färbemittel gewonnen. Nach heutigem Kenntnisstand gibt es in Deutschland keine ähnlich gut erhaltene Rußhütte. Das Kienrußbrennen wurde oft als Zusatzverdienst ausgeführt.

Zusätzliche Informationen zu den alten Waldberufen und alles rund um die Flößer gibt es bei der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald telefonisch unter +49-(0)-7052-8169-770 oder unter www.mein-schwarzwald.de. News, Bilder und Videos auf Facebook.

Bilder zum Download, Hintergrundinformationen und zusätzliche Pressetexte im Online Media-Center unter www.piroth-kommunikation.com oder auf Anfrage an E-Mail.

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