(openPR) Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal (AFD) und unter der Schirmherrschaft von Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, schreiben Verbände der am Friedhof beteiligten Gewerke und Organisationen rund um den Friedhof den bundesweiten Wettbewerb "Neue Wege auf dem Friedhof!" aus. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2017.
Ziel des Gemeinschaftsprojekts ist es, innovative und zukunftsfähige Ideen für die Gestaltung und den Betrieb bürgernaher Friedhöfe zu entwickeln und praktisch umzusetzen. Viele Friedhofsverwaltungen müssen sich den großen Veränderungen auf unseren Friedhöfen stellen. Der Spagat zwischen zurückgehendem Flächenbedarf, v.a. aufgrund zunehmender Konkurrenzangebote außerhalb des Friedhofs und gleichzeitig veränderter Ansprüche der Hinterbliebenen und anderer Friedhofsnutzer, stellen eine enorme Herausforderung dar. Nicht selten wird auf diese Entwicklungen einerseits mit steigenden Gebühren und andererseits mit punktuellen Insellösungen in Form einzelner Grabanlagen reagiert. Der Blick auf den Friedhof als Gesamtheit fehlt zumeist. Traditionelle und regionalspezifische Besonderheiten werden oft zu wenig beachtet. Die veränderten Bedürfnisse der Friedhofsnutzer werden nicht überall berücksichtigt. Folge ist eine weiter sinkende Akzeptanz der Friedhöfe bei der Bevölkerung.
Spirale durchbrechen
Diese Spirale kann nur gebrochen werden, wenn sich neue (Gestaltungs-)Ideen in den bestehenden Friedhof integrieren, die ausbaubar sind, das Bedürfnis der Bevölkerung treffen und sich im Selbstverständnis des Friedhofes widerspiegeln. Die Initiatoren des Wettbewerbs suchen daher innovative und kreative Ideen für konkrete Friedhöfe bzw. größere Friedhofsareale.
Die Wettbewerbsideen sollten u.a.:
• nachweislich in das Gesamtkonzept des Friedhofes integriert sein (Beschreibung des Konzepts im Gesamtzusammenhang der Friedhofsgestaltung unter Berücksichtigung der aktuellen und zu erwartenden Entwicklungen, der örtlichen und zeitgeschichtlichen Gegebenheiten, z.B. Denkmalschutz),
• die regionale Bevölkerungsstruktur widerspiegeln (dabei sind auch Angebote für konfessionslose Menschen, andere Kulturen und Religionen zu berücksichtigen),
• Grabstättenkonzepte mit individuellen Grabzeichen für jede Grabstätte bevorzugen,
• Trauerhandlungen am Grab ermöglichen,
• innovativ sein und hohe gestalterische Qualität aufweisen,
• Aufenthaltsqualität für Trauernde oder auch andere Friedhofsnutzer anstreben,
• sich nachweislich im Selbstverständnis des Friedhofs widerspiegeln (Beratung, Verkauf, Gebühren, Dienstleistungen).
Einreichung
Bewerben können sich Arbeitsgemeinschaften, die mindestens aus einer Friedhofsverwaltung und zwei Gewerken (Friedhofsgärtner, Steinmetze, Bestatter) bestehen. Die Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort ist wünschenswert. Einzureichen ist eine begonnene oder fertige Planung bzw. Umsetzung für einen bzw. auf einem existierenden Friedhof in Form nachvollziehbarer Pläne und ggf. Modelle oder Fotos sowie ein ausführlicher Bewerbungstext, in dem die Umsetzung der oben genannten Anforderungen und weiter unten aufgelisteten Bewertungsbereiche hinreichend erläutert sind.
Weitere Informationen zur Bewerbung inklusive der ausführlichen Ausschreibungsunterlagen, dem Anmeldebogen und dem Formular zur Konzeptbeschreibung zum Herunterladen, finden Interessierte unter www.natursteinonline.de/friedhofswettbewerb.html
Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 28. Februar 2017. Es gilt das Datum des Poststempels.
Auftakt- und Informationsveranstaltung
Alle Interessenten sind zu einer Auftakt- und Informationsveranstaltung am 29. Juni 2016 von 12 bis 15 Uhr eingeladen. Sie findet bei der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V., Weinbergstraße 25-27, 34117 Kassel, Tel. 0561 91893-0, Fax 0561 91893-10, www.friedhof-und-denkmal.de,
Verfahren und Preise
Die Jury bewertet anhand der eingereichten Unterlagen und in Bezugnahme auf die Bewertungsbereiche. Sie legt die Zuteilung der Platzierung und das jeweilige Preisgeld fest. Die Entscheidung der Jury ist endgültig.
Der Wettbewerb ist insgesamt mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 20.000 € honoriert. Das Preisgeld soll für das jeweilige Projekt vor Ort eingesetzt werden. Die Verteilung des Preisgeldes obliegt der Jury. Es gibt keinen Anspruch der Teilnehmer auf Ausschüttung des gesamten Preisgelds und auf Veränderung des jeweiligen Preisgelds. Die Preisträger werden durch die Initiatoren und die Medienpartner bei der Umsetzung durch eine gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf Bundes- und regionaler Ebene begleitet.
Die Initiatoren
Initiatoren des Wettbewerbs sind der Zentralverband der Deutschen Naturwerkstein-Wirtschaft e.V. (ZDNW) mit dem Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV) und dem Deutschen Naturwerkstein-Verband (DNV) sowie der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im ZVG e.V. Kooperationspartner sind der Verband der Friedhofsverwalter Deutschland (VFD) und der Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur (VFFK). Medienpartner sind die Fachzeitschriften "Naturstein" und "Friedhofskultur".
Die Jury
Zur Jury gehören der AFD-Vorsitzende Matthäus Vogel, der stellv. Bundesinnungsmeister BIV Hermann Rudolph, DNV-Vorstandsmitglied Josef Kusser, die BdF-Vorsitzende Birgit Ehlers-Ascherfeld, der Landschafts- und Friedhofsplaner Dr. Martin Venne, der VFD-Vorsitzende Jan Gawryluk und der VFFK-Vorsitzende Andreas Mäsing (Jurymitglieder sind von der Teilnahme ausgeschlossen). Warum Sie am Wettbewerb teilnehmen sollten, erklären Ihnen die Jurymitglieder hier.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Bundesverband Deutscher Steinmetze
Sybille Trawinski
Weißkirchener Weg 16
60439 Frankfurt
Tel. 069 570098-84












