(openPR) LIEBENAU – Für die Menschen, die von der Stiftung Liebenau begleitet werden, ist der Liebenauer Friedhof ein vertrauter Ort der Erinnerung. Dort hat die Stiftung jetzt eine moderne Anlage für Rasengräber errichtet. Der Liebenauer Seniorenkreis gestaltete die feierliche Einweihung.
Ort der Erinnerung
Hermann Ehrhardt besucht regelmäßig seinen Kumpel auf dem Friedhof. "Es ist gut, einen Ort zu haben, wo ich hingehen kann." Elfriede Hain sind viele Namen vertraut. Sie geht oft an die Gräber, um ein Gebet zu sprechen. Der Stiftungsfriedhof ist für die Frau ein besonderer Ort. Sie genießt die Stille unter den hohen Bäumen, "und die Gräber sind immer so schön".
Ein Licht für die Verstorbenen
Die kleine Prozession macht sich auf zum Stiftungsfriedhof. Niemandem ist der Weg zu weit. Groß ist die Freude darüber, dass der Friedhof um eine Gedenkstätte reicher geworden ist. Beim Gang über den Friedhof, geführt von Wolfgang Ilg vom Pastoralen Dienst, werden Kerzen auf die Gräber gestellt. Ein kurzes Innehalten vor der Holzstele: Namen von Freunden, die auf anderen Friedhöfen anonym bestattet wurden, sind dort zu lesen.
Das Kreuz ist der Weg
Die neue Anlage für Rasengräber hat die Form eines Kreuzes. Das Symbol ist den Anwesenden vertraut: "Jesus schaut auf uns." Durch einen Torbogen betreten sie die Gedenkstätte. "Er soll an das Tor zum ewigen Leben erinnern", erklärt Wolfgang Ilg. Zu beiden Seiten symbolisieren Lebensbäume Anfang und Ende. Im Sommer werden Rosen über das rhönradähnliche Gerüst klettern. Grabsteine werden an die Verstorbenen erinnern. Angehörige von Verstorbenen sind an die Stiftung herangetreten, alternativ einen Ort zu schaffen, damit Verwandte nicht anonym bestattet werden müssen.
Rasengräber
Ein Rasengrab ist ein Urnengrab. Natursteine aus Tessiner Granit werden die Gräber zieren, die sich im Rasen entlang des kreuzförmigen Wegs befinden werden. Der Zugang zu den Rasengräbern ist befestigt. "Vielen älteren Menschen fällt das Gehen schwer und niemand soll daran gehindert sein, ein Grab zu besuchen", informiert Wolfgang Ilg. Michael Kindler, Mitarbeiter im Sozialwesen, ergänzt: "Die Stiftung investiert beträchtliche finanzielle Mittel in den Friedhof, weil dieser Ort des Sterbens und der Hoffnung für uns wichtig ist."
Stiftungsfriedhof
Der Friedhof der Stiftung Liebenau ist zusätzlich offen für die Einwohner des oberen Bezirks der Gemeinde Meckenbeuren. Erd- und Urnengräber fügen sich harmonisch in die gepflegte Anlage ein. "Die Geschichte geht mit dem Tod nicht zu Ende", sagt Wolfgang Ilg. Die Liebenauer Kultur des Abschieds erlaubt eine symbolische Vielfalt, in der sich jeder wiederfinden kann.













