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Monitor Jugendarmut 2016: Risiko durchs Raster zu fallen

27.05.201612:21 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Monitor Jugendarmut 2016: Risiko durchs Raster zu fallen
Monitor zur Jugendarmut 2016 in Deutschland
Monitor zur Jugendarmut 2016 in Deutschland

(openPR) Junge Menschen sind beim Übergang von Schule zur Ausbildung und von Ausbildung in die Berufstätigkeit besonders gefährdet

Leipzig/Düsseldorf, 27. Mai 2016 - Jugendliche ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung sind von Arbeitslosigkeit und Hartz IV besonders bedroht. Zudem besteht die Gefahr, dass sie in die Wohnungslosigkeit abrutschen - das sind die zentralen Erkenntnisse des "Monitors Jugendarmut in Deutschland 2016", herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V. Der beste Schutz gegen Armut ist Bildung. Doch im Bildungssystem gehen Jugendliche aus sozial schwachem Umfeld oder mit Migrationshintergrund noch immer viel zu oft verloren. "Die Arbeit von Lehrkräften und Fachkräften der Sozialen Arbeit muss ineinander greifen. Wir brauchen multiprofessionelle Teams, die eine individuelle Förderung der Jugendlichen ermöglichen", sagt Lisi Maier, Vorsitzende der BAG KJS. "Ohne eine Berufsausbildung besteht kaum eine Zukunftsperspektive. Und gerade diese Perspektive muss jedem jungen Menschen hier in Deutschland ermöglicht werden."



Der Monitor Jugendarmut ist eine Auswertung aktueller und frei zugänglicher Statistiken und Studien über junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Die BAG KJS gibt ihn zum vierten Mal heraus und stellt ihn auf dem Deutschen Katholikentag in Leipzig am 27. Mai offiziell vor. Im Fokus der aktuellen Publikation stehen die Übergänge, die Jugendliche meistern müssen: den Wechsel von Schule zur Ausbildung und von der Ausbildung ins Berufsleben.

Neue Problemregionen in NRW?
Herkunft wirkt sich prägend auf die Schulbildung von Jugendlichen aus. 43.8 Prozent der Hauptschulabsolventinnen und -absolventen haben Eltern, deren höchster Schulabschluss ebenfalls ein Hauptschulabschluss ist. Zudem gibt es starke regionale Unterschiede. So ist die Armutsgefährdungsquote der 18- bis unter 25-Jährigen - abgesehen von Bremen - in den neuen Bundesländern besonders hoch. Doch in Nordrhein-Westfalen entwickeln sich das Ruhrgebiet und der Großraum Köln/Bonn zu Problemregionen. Dort steigt die Armut seit 2006 ununterbrochen an. Zudem herrscht in diesem bevölkerungsreichen Bundesland gerade bei Jugendlichen hohe Arbeitslosigkeit.

Mit niedrigem Schulabschluss häufiger arbeitslos oder in der Leihbarbeit
Je geringer der Schulabschluss, desto wahrscheinlicher ist die Arbeitslosigkeit. Wer keinen Schulabschluss vorweisen kann, findet nur schwer einen Ausbildungsplatz, oft bleibt nur die Leiharbeit. Die Zahl der Jugendlichen, die bei Arbeitsagenturen und Jobcentern als unterversorgt gelten, steigt seit Jahren an. Kommen sie den behördlichen Auflagen nicht nach, werden sie gemaßregelt. Die Sanktionen für junge Menschen unter 25 Jahren im Hartz IV-Bezug sind besonders hart und können zum Verlust des gesamten Regelsatzes führen. Doch soweit muss es nicht kommen. "Wenn Lehrkräfte merken, dass jemand aus dem System zu fallen droht, muss die Jugendhilfe, z.B. Schulsozialarbeiter oder Streetworker informiert werden", so Maier. "Die größte Gefahr besteht darin, dass jemand keine Begleitstruktur mehr hat, wenn alles schief läuft. Das wollen wir mit unseren Angeboten und Hilfeleistungen der Jugendsozialarbeit verhindern."

Jugendarmut verhindern
Ziel der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft ist es, Jugendarmut zu verhindern. Inzwischen wurde die Forderung der Katholischen Jugendsozialarbeit nach einer Erweiterung der dualen Ausbildung um die "assistierte Ausbildung" erfüllt. Hierbei erfahren Jugendliche bei einer regulären betrieblichen Berufsausbildung durch umfassende Vorbereitungs- und Unterstützungsangebote Hilfe. Doch es müssen noch weitere Voraussetzungen geschaffen werden, um Jugendarmut entgegenzuwirken:

- Ausbildungsgarantie gesetzlich verankern
- verschärften Sanktionen für Jugendliche im SGB II aufheben
- betroffene Jugendliche mit ergänzenden materiellen und immateriellen Hilfen unterstützen
- Bildungsgerechtigkeit für alle jungen Menschen durchsetzen
- Schulsozialarbeit dauerhaft absichern - Kooperationsverbot aufheben
- Bildungschancen für junge Migrantinnen und Migranten verbessern
- verlässliche Angebote für "schwer erreichbare Jugendliche" schaffen
- Auszugsverbot für junge Volljährige im ALG II-Bezug aufheben
- Kinderrechte auch für minderjährige Flüchtlinge garantieren

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Eine Bildauswahl honorarfreier und druckfähiger Fotos und Grafiken: http://bit.ly/20uSZ7y
Videomaterial zu einem Interview mit Lisi Maier, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit e.V.: https://we.tl/oDbdUERe6x (Dieser Link ist 7 Tage gültig.)

Weitere Informationen unter:
www.jugendarmut.info (Ab dem 27. Mai 2016 steht hier eine digitale Pressemappe zum Download zur Verfügung.)
www.facebook.com/bagkjs

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