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Parodontitis häufigste Ursache für Zahnverlust

12.05.201611:37 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Parodontitis häufigste Ursache für Zahnverlust
Hauptsit der KZV Hessen in Frankfurt: Sie ist für die zahnärztliche Versorgung in Hessen zuständig
Hauptsit der KZV Hessen in Frankfurt: Sie ist für die zahnärztliche Versorgung in Hessen zuständig

(openPR) Europäischer Tag der Parodontologie am 12. Mai

Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas und Diabetes gehört die Parodontitis hierzulande zu den größten Volkskrankheiten. In der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen ist nahezu jeder Zweite von einer Parodontitis betroffen.



Meist entwickelt sich eine Parodontitis sehr langsam und fällt oft erst nach dem 40. oder 50. Lebensjahr auf, zumal sie häufig ohne deutliche Schmerzen verläuft. Erstes Anzeichen ist Zahnfleischbluten. Entzündungsbedingt verfärbt sich das Zahnfleisch dunkelrot. Ist die Erkrankung fortgeschritten und der gesamte Zahnhalteapparat beeinträchtigt, geht das Zahnfleisch zurück und die Zähne lockern sich bis zum Zahnverlust.

Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, von dem 90 % aller Diabetiker betroffen sind, können parodontale Entzündungen zu einem ungünstigen Krankheitsverlauf beitragen. So kann eine Parodontitis die Insulinresistenz des Gewebes erhöhen und damit die Einstellung des Blutzuckers erschweren. Andererseits hat ein schlecht eingestellter Diabetes-Patient ein höheres Parodontitis-Risiko. Bakterien aus dem Mund- und Rachenraum können auch Erkrankungen des Atmungstraktes hervorrufen. Herzerkrankungen oder Frühgeburten können ebenfalls durch eine Parodontitis ausgelöst werden. Verursacher einer Parodontitis sind meist bakterielle Zahnbeläge, die durch eine mangelhafte Mund-hygiene entstanden sind. Eher selten ist die aggressive Parodontitis, die genetische Ursachen hat. Ein erhöhtes Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln, haben Raucher, die auch schlechter auf eine Parodontitistherapie ansprechen.

Wie Dr. Alfons Kreissl, stellvertretender Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen, berichtet, ist die vollständige Beseitigung der bakteriellen Zahnbeläge Grundlage einer erfolgreichen Therapie dieser chronischen Erkrankung: „Patienten erfahren durch Mundhygieneinstruktionen in der Zahnarztpraxis, wie sie Zähne und Zahnfleisch dauerhaft sauber halten können. Denn um den Entzündungsprozess zum Stillstand zu bringen, kommt es ganz entscheidend auf die Kooperation des Patienten an. Manchmal lässt sich die zusätzliche Verordnung von Antibiotika nicht umgehen. Wichtig ist außerdem eine regelmäßige Nachsorge in Abständen von drei bis sechs Monaten, um eine erneute Entzündung frühzeitig erkennen zu können. Dazu ist eine unterstützende Parodontitistherapie erforderlich. Ohne diese Nachsorge könnte die Erkrankung zurückkehren.“

Der Europäische Tag der Parodontologie am 12. Mai soll über parodontale Gesundheit aufklären, die maßgeblich zur allgemeinen Gesundheit und Lebensqualität beiträgt. Parodontitis steht auch in Verbindung zu Volkskrankheiten wie Diabetes oder kardiovaskulären Erkrankungen. Ins Leben gerufen hat diesen Tag die European Federation of Periodontology (EFP) gemeinsam mit ihren 29 nationalen Mitgliedsgesellschaften. Weitere Informationen sind verfügbar über die beiden Websites http://www.dgparo.de/startseite und www.efp.org.

Hessen im Barmer GEK Zahnreport 2016

Der am 3. Mai 2016 von der Barmer GEK veröffentlichte Zahnreport hat regionale Unterschiede zum Thema und fokussiert dabei auch die Versorgung mit Zahnersatz. Dem Report zufolge schneiden im Bundesvergleich die Menschen in Hessen bei der Zahngesundheit besonders gut ab. Ein Indiz dafür ist beispielsweise der zahnärztliche Notdienst, der in Hessen seltener als in den meisten anderen Bundesländern in Anspruch genommen wird. Auch werden Zähne in Hessen seltener gezogen. Ebenfalls in der Spitzengruppe liegen die Hessen beim Anteil der Kinder und Jugendlichen mit naturgesunden Zähnen. Hier zahlt sich die zahnärztliche Aufklärung in Kindergärten und Schulen spürbar aus.

Laut dem Barmer GEK Zahnreport gehört Hessen bei der Versorgung mit Zahnkronen zu den vier Bundesländern mit dem geringsten Anteil an der Regelversorgung. Die Bereitschaft, bei Zahnersatz einen Eigenanteil zu leisten, ist in Hessen relativ stark; nur in Bayern und Baden-Württemberg ist die Bereitschaft noch höher. Mehrheitlich wählen hessische Patientinnen und Patienten statt der Metallkrone, die in der gesetzlichen Krankenversicherung im Seitenzahnbereich als Regelleistung gilt, eine ästhetisch ansprechendere Vollkeramikkrone, die überdies zahnsubstanzschonender eingebracht werden kann. Die bundesweite Akzeptanz der Regelversorgung mit Zahnkronen ist bei Patienten niedrig: Selbst in dem Bundesland mit dem höchsten Anteil – in Mecklenburg-Vorpommern – liegt sie nur bei einem Drittel.

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