(openPR) Das segelnde Klassenzimmer auf dem Weg zurück nach Kiel
30 Schüler der „High Seas High School – Das segelnde Klassenzimmer“ werden am 08. Mai ihr siebenmonatiges Segelprojekt über den Atlantik, in Kiel beenden – aber die Erlebnisse und Erfahrungen bleiben ihnen für immer.
Mitte Oktober 2015 wurde die High Seas High School in Kiel verabschiedet. Das Segelprojekt der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog wird bereits zum 23. Mal durchgeführt. Für den diesjährigen Törn konnte erstmals die Brigg Roald Amundsen, des Vereins ‚Leben lernen auf Segelschiffen e.V.’ gewonnen werden. Birgitt Lüße und Uli Komorowski vom Vorstand des Verein Llas e.V. und der Geschäftsführer der High Seas High School Jan-Gerd Reiners werten die Reise als vollen Erfolg und wollen das gemeinschaftliche Projekt deshalb im Winter 2017/2018 ein zweites Mal zusammen durchführen.
Etwas traurig schauten damals die teilnehmenden Schüler bei der Verabschiedung von der Reling – hieß es doch für sieben Monate Abschied nehmen. Viele Familienangehörige und Freunde waren angereist um ihre Liebsten auf den spannenden Segeltörn auf einem traditionellen Großsegler zu verabschieden.
In der Zwischenzeit sind sieben Monate vergangen und die High Seas High School Schüler haben auf ihrer Reise über den Atlantik nach Mittelamerika und den dortigen Landaufenthalten viel erlebt.
Erste Zwischenstation nach der Nordsee- und Biskayadurchquerung war im November 2015 Teneriffa. Dort wurde das Segelschiff für die vierwöchige Atlantiküberquerung vorbereitet und ausreichend Proviant an Bord gebracht.
Dann ging es mit den Passatwinden über den Atlantik und nach einem Monat auf See war Martinique das erste Ziel. Dort konnten die Schüler ausgehend von den vielen kleinen Inseln tauchen und die karibische Unterwasserwelt kennenlernen.
Danach steuerte die Roald Amundsen Costa Rica an. Dort erwartete die 30 Schüler ein einmonatiger Landaufenthalt. In Gastfamilien untergebracht lernten die Schüler das Leben in Costa Rica kennen. An den Vormittagen gab es Spanischunterricht und an den Nachmittagen wurde auf der kooperativen Kaffeeplantage Longo Mai mitgeholfen . Höhepunkt des Aufenthaltes in Mittelamerika waren Expeditionen in Kleingruppen, während derer sich die Schüler mit einem begrenzten Finanzbudget nur in Begleitung eines Erwachsenen, der nur im Notfall eingegriffen hätte, eine bestimmte Zeit eigenverantwortlich und auf eigene Faust durch das Land schlagen mussten.
Anschließend stand noch ein zweiwöchiger Landaufenthalt auf Kuba mit dem Besuch einer Partnerschule und weiteren Exkursionen ins Landesinnere an.
An Bord reiften die Schüler mehr und mehr zu vollwertigen Besatzungsmitgliedern heran. Sie waren in fast alle Aufgaben des Schiffsbetriebes wie Segel setzen und bergen, Manöver, Navigation, Schiffsinstandhaltung Backschaft, Maschine u.s.w. eingebunden.
In der ganzen Zeit wurde an Bord neben dem Schiffsbetrieb, durch die mitgereisten Lehrer Schulunterricht abgehalten. Die Themen richteten sich jeweils nach den Reiseumgebungen. Auf dem Wasser wurde Nautik und Schiffskunde gelehrt, aber auch Meeresbiologie. Bei den Landaufenthalten lernten die Schüler die Geschichte des jeweiligen Landes oder politische Hintergründe. Und bei allen Themen stand der praktische Bezug im Vordergrund.
Nun ist die High Seas High School seit Anfang März auf Ihrem Weg zurück nach Deutschland. Ausgehend von Kuba über Bermuda und die Azoren wird Kiel angesteuert.
Am 08. Mai um 10 Uhr dürfen dann wieder alle Freunde und Familien ihre Liebsten am Tiessenkai in Kiel in Empfang nehmen und es werden strahlende Gesichter sein, die von der Reling der Roald Amundsen strahlen – Denn nun wissen die jungen Teilnehmer der High Seas High School, dass sie eine besondere Erfahrung gemacht haben und sie wissen was wirklich in Ihnen steckt.
Informationen im Internet unter www.hshs.eu sowie www.sailtraining.de











