(openPR) Peter Debik (35) entwickelte vor vier Jahren eine täuschend echte Kopie eines hochkomplexen Messinstruments und stellte sie für Ausbildungszwecke kostenlos ins Internet. Jetzt hat der fünfhunderttausendste Student von dem System Gebrauch gemacht, und ein Ende ist nicht abzusehen.
Während hierzulande Studenten alle denkbaren Mittel zur Verfügung haben, um Theoretisches in der Praxis zu testen, fehlen in dutzenden anderer Nationen die Mittel, Studenten praxisnah auszubilden.
Das erkannte auch Peter Debik (35), der vor einigen Jahren im Rahmen einer Magisterarbeit an der Technischen Universität Berlin eine Kopie eines hochwertigen Messinstruments als Software entwickelte und kostenlos ins Internet stellte. Bei dem Messinstrument handelt es sich um ein Oszilloskop. Ein Oszilloskop ist ein Gerät, mit dem Schwingungen sichtbar gemacht werden - ein unverzichtbares Messinstrument vieler Berufsgruppen und Wissenschaftler. Umso wichtiger ist es, dass Studenten die Verwendung eines Oszilloskops praxisnah erlernen können.
Debiks "virtuelles Oszillskop" (www.virtuelles-oszilloskop.de) gleicht seinem Vorbild wie ein Ei dem anderen. Sogar die Geräusche, die durch den Druck von Tasten oder das Verstellen von Rädern entstehen, sind täuschend echt nachgeahmt. Der Student kann per Maus virtuelle, fotorealistisch gezeichnete Kabel anschließen und virtuelle Messungen durchführen. Ein Doppelklick auf ein Bedienelement zeigt ausführliche Anleitungen und Hilfen - fast schon müßig zu erwähnen, dass das in Deutsch und Englisch funktioniert.
In seiner Magisterarbeit hat Debik festgelegt, dass das System für Schüler und Studenten weltweit kostenlos verfügbar sein müsse. Daher kann die Software gratis online im Webbrowser betrieben werden. Anwender benötigen keine Zusatzsoftware auf ihrem Rechner, da das Programm mit "Flash" gemacht ist, einer grafischen Schnittstelle, die in jedem gängigen Webbrowser läuft. Das hat auch den Vorteil, dass die Software auf jedem Linux, Windows, Mac oder anderem Rechnersystem läuft, auf dem ein Internetbrowser mit Flash-Plugin zur Verfügung steht.
Der geniale Einfall virtueller Laboratorien und interaktiver Bildschirmexperimente stammt nicht von Debik. Schon seit Jahrzehnten forschen Wissenschaftler daran, realistische Versuchsumgebungen mit all ihren Fehlern und Tücken auf dem Bildschirm abzubilden. Debik aber ist dies offenbar besonders gut gelungen: Die Software wurde in nur drei Jahren mehr als 500.000 mal abgerufen, und es ist kein Ende in Sicht. Debik erhält regelmäßig Anfragen zu dem Programm von Universitäten und Berufsschulen weltweit, die das Programm im Internet neu entdeckt haben. Sogar Kaufangebote waren schon darunter. "Das virtuelle Oszilloskop wurde als kostenlose Ausbildungshilfe für die Allgemeinheit entwickelt und ist nicht zu verkaufen" kommentiert Debik die Angebote. Und er verspricht, dass seine Website www.virtuelles-oszilloskop.de dauerhaft online bleiben wird. Glaubt man der Statistik, werden nach weiteren drei Jahren schon insgesamt 1 Million Anwender das System verwendet haben.











