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Manierismus in der Malerei - Maniera

11.04.201612:41 UhrKunst & Kultur
Bild: Manierismus in der Malerei - Maniera
Deutsches Requiem © Angerer der Ältere
Deutsches Requiem © Angerer der Ältere

(openPR) Im künstlerischen Werk von Angerer der Ältere sind manieristische Züge erkennbar. Er hat sich intensiv mit dem Manierismus beschäftigt, angeregt von dem Manierismus Kenner Gustav René Hocke und dessen Hauptwerk „Die Welt als Labyrinth“. Diesem Titel hat Angerer der Ältere zwei Gemälde gewidmet.


Als Kennzeichen für den Ausdruck manieristischer Malerei kann man diese Kunstform auch als intelligente Künstlichkeit bezeichnen.
Hier einige Auszüge aus dem Kunstband „Die Rückkehr des Menschen in die Kunst“, ((https://kastner.de/?StoryID=402&ViewID=1874) die sich mit der Thematik des Manierismus beschäftigen.
Gustav René Hocke dazu in „Die Welt als Labyrinth“: Die Klassik braucht die „magnetomotorische Kraft“ des Manierismus, will sie nicht erstarren, der Manierismus braucht „den Widerstand“ der Klassik, will er sich nicht auflösen. Klassik ohne Manierismus wird Klassizismus, Manierismus ohne Klassik wird Manieriertheit.
„Die Atlanten (Atlas), titanische Himmelsträger aus der griechischen Mythologie, haben auch im Manierismus, von dem ich mich durchaus inspiriert fühle, ihren Platz. Anstelle lebloser Säulen tragen jene Titanen in diesem Bild die Erde. Es ist eine archaische Welt voller Fremdartigkeiten und magischer Wunder. Das Bild „Die Atlanten“ ist ein Traumgebilde der Nacht, genauer des Morgengrauens. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Traum der „tiefen Nacht“ ins Bewusstsein des Tages herübergerettet zu haben. Es sind die Gesichte der frühen Morgenstunden, die geheimnisvoll aus den dunklen Wäldern der Phantasie hervortreten. Ihre Inspirationen lassen uns unerklärliche, wundersame Wege gehen, die die Ratio des Tages verbieten würde. Diese augenblicklich festzuhalten, sie zeichnerisch oder schriftlich zu fixieren, ist unabdingbar, denn sofort sind diese luziden Visionen wieder weggewischt.
Dieses Bild „Die Atlanten“ (siehe Foto) war eine solche nächtliche Vision. Ich habe keine Erklärung hierzu, wie so oft für meine Träume.“
„Jagt ein Fabeltier wie das Einhorn (siehe Foto) daher, dann entsteht der Eindruck der vollkommenen Harmonie, denn dort, in der vielleicht wilden, unberührten Natur, wird man dieses Wesen am ehesten vermuten. Doch was hat ein Einhorn in dieser artifiziellen Welt kosmischen Charakters verloren? Ist es nicht fehl am Platze? Vielleicht ist es die Spannung zwischen der festen Form der Architektur und der dynamischen Bewegung des Fabeltiers, die mich reizte, es so zu malen. Das „Unicorn magique“, so natürlich und romantisch es uns erscheinen mag, ist eben ein erfundenes, artifizielles Wesen, das Künstler des Manierismus in ihren komplizierten Gehirnen ausgebrütet haben. Es ist geradezu das Lieblingstier dieser Kunstform, und dennoch durch seine Abartigkeit ein deformierter Mythos aus einem „manieristisch-erotischen“ Märchenbuch. Dieses Tier, geboren in einer Vorzeit unserer Erdenwelt, liebt die Einsamkeit; es ist eine Kombination aus Anmut und Geheimnis.
In unserer Zeit hat dieses Tier keinen Platz, höchstens im dekorativen Sinne. In früheren Zeiten gab es den Widerstreit von „Klassik“ und „Manierismus“. Beide Stile sind in ihrem Wirken für die Bewusstseinserweiterung des Menschen gleichermaßen wichtig, vielleicht gerade deshalb, weil sie so gegensätzlich wie Tag und Nacht sind. In ihrer Entartung erstarrt die Klassik zum imperialen, gesteigerten Neoklassizismus und der Manierismus endet im bloßen Interessant-sein-Wollen ohne Inhalte – eben in der wirklich hässlichen Deformation heutiger Kunst. Es ergreift mich geradezu ein bedrohlicher Schauer, wenn ich in den sterilen Hallen heutiger hoch polierter Stahl-Glas-Architektur-Vorzeigeräume stehe. Die sonderbaren, vereisten Materialien des blutarmen, seelisch ausgedörrten Gestalters erwecken Unsicherheit, als würde alle Lebenskraft aus einem schwinden. Dieses Zerbrechen des äußeren Erscheinungsbildes eines leblosen Interieurs macht mir Todesangst. Würde hier plötzlich ein Einhorn daherstürmen, erschiene einem dieses Phantasiegebilde menschlicher Erfindung geradezu als Rettung in tiefster Not.“

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