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Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr

05.04.201609:01 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Weltgesundheitstag: Deutsche Krebshilfe ruft zu gesundem Lebensstil auf

Bonn (cg) – Der Weltgesundheitstag am 7. April 2016 stellt das Thema Diabetes in den Mittelpunkt. In Deutschland sind fast 7,3 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Insbesondere Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen Typ-2-Diabetes. Typ-2-Diabetiker haben zudem ein erhöhtes Krebsrisiko. Ein ungesunder Lebensstil kann jedoch nicht nur zu Diabetes führen, er ist auch grundsätzlich ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen. Die Deutsche Krebshilfe nimmt dies zum Anlass, um auf die krebsvorbeugenden Effekte eines gesunden Lebensstils aufmerksam zu machen.



„Krebserkrankungen vorzubeugen ist leichter als sie zu behandeln“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Sich regelmäßig bewegen und ein ausgewogener Speiseplan mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sowie wenig Fett und Fleisch sind gesund, verhindern Übergewicht und senken das Krebs- und Typ-2-Diabetes-Risiko.“

Die Deutschen essen jedoch zu fett, zu süß, zu viel und verbringen zu viel Zeit sitzend vor dem Fernseher oder Computer: Zwei Drittel der Männer und über die Hälfte der Frauen in Deutschland sind übergewichtig. Fast ein Viertel der Erwachsenen gilt als fettleibig. Besonders alarmierend ist, dass bereits jedes sechste Schulkind zu viele Pfunde mit sich herumschleppt. Übergewicht erhöht die Gefahr, dass der Blutzuckerspiegel nicht mehr richtig reguliert wird, ansteigt und ein Typ-2-Diabetes entsteht.

Im Blut ist das körpereigene Hormon Insulin dafür zuständig, dass Zucker in Form von Glukose in die Muskelzellen transportiert wird und dort als Energielieferant bereit steht. Muskeln, die nicht oder nur wenig beansprucht werden, reagieren zunehmend unempfindlich auf das Hormon Insulin. So gelangt weniger Zucker in die Muskelzellen und wird dort auch nicht verbraucht. Gleichzeitig nehmen wir mit unseren derzeitigen Ernährungsgewohnheiten reichlich Nährstoffe auf, die zu Glukose abgebaut werden. Erhöhte Blutzuckerspiegel sind die Folge. Die Bauchspeicheldrüse reagiert darauf zwar mit einer vermehrten Insulinproduktion, aber die Muskelzellen ignorieren dies mit der Zeit. Es kommt zur Insulinresistenz.

Professor Dr. Dr. Michael Leitzmann vom Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin des Universitätsklinikums Regensburg erläutert: „Viele Krebszellen nutzen Insulin als Wachstumsfaktor. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel kann so für ein vermehrtes Wachstum von Krebszellen sorgen. Typ-2-Diabetes ist ein Risikofaktor insbesondere für Leber-, Brust-, Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Gebärmutterschleimhautkrebs.“

Experten schätzen, dass insgesamt rund die Hälfte aller Krebserkrankungen auf Lebensstilfaktoren zurückzuführen ist. Dazu zählen eine unausgewogene Ernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen, ein hoher Alkoholkonsum und zu viel UV-Strahlung. Menschen, die sich dagegen gern und viel bewegen, pflegen häufig einen gesünderen Lebensstil als „Bewegungsmuffel“. So senken sie zusätzlich aktiv und selbstbestimmt ihr individuelles Krebsrisiko.

Interessierten bietet die Deutsche Krebshilfe kostenlose Informationsmaterialien zum Thema Krebsprävention. Die Präventionsratgeber „Gesunden Appetit! Vielseitig essen – Gesund leben“ und „Schritt für Schritt. Mehr Bewegung – Weniger Krebsrisiko“ können bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, bestellt und im Internet unter www.krebshilfe.de/informieren heruntergeladen werden.

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Bonn, 4. April 2016

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