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Webkongress Erlangen 2016: Innovationen, Integration und mehr Transparenz sind wichtiger denn je

14.03.201615:51 UhrIT, New Media & Software
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Marco Zehe
Marco Zehe

(openPR) Intensives Networking, rege Diskussionen und spannende Vorträge – das ist das Resümee des 5. Erlanger Webkongresses, zu dem das Regionale Rechenzentrum Erlangen (RRZE) in Kooperation mit der Accenture GmbH vom 8. bis 9. März 2016 an die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) nach Erlangen eingeladen hatte.



Auch in diesem Jahr waren wieder IT-Experten, Webentwickler und Wissenschaftler aus weiten Teilen der Republik und aus dem benachbarten deutschsprachigen Ausland zu Vorträgen angereist, in denen es um Lösungen im E-Government, aktuelle Webtrends und HTML5 ging. Der Kongress wurde vom Webteam des Rechenzentrums organisiert. „Besonders wichtig war uns, mit dem diesjährigen WKE erneut eine Plattform zu schaffen, über die sich Hochschulen, Behörden, Ministerien, Freiberufler und Agenturen gleichermaßen austauschen und gegenseitig inspirieren können.“, so Initiator und Sprecher des Kongresses, Wolfgang Wiese.

Eröffnet wurde die Veranstaltung am Vorabend mit einer Keynote von Prof. Dr. Christian Schicha. Der Medienwissenschaftler und Inhaber der Professur für Medienethik an der FAU setzte gleich zu Anfang kritische Impulse: Er forderte von den Medien mehr Authentizität, Transparenz und Bemühen, den schmalen Grat zwischen Political Correctness und Menschlichkeit zu finden.

„Auf dem Weg zu offenen Daten“

Die Erfahrungen rund um Verwaltungsmodernisierung und die Zukunftsfähigkeit staatlicher Behörden standen im Mittelpunkt des E-Government-Tracks. Bürgerbeteiligung, Open Data und Open Innovations seien erste wichtige Schritte zu mehr Transparenz und Partizipation, der Weg dorthin eine langfristige aber dennoch lohnende Aufgabe. Wie moderne Verwaltung künftig aussehen kann und welche Hindernisse zu überwinden sind, beleuchtete unter anderem Oliver Merx von der innosabi GmbH in seinem Beitrag „Crowdsourced Innovation in der Öffentlichen Verwaltung“.

Ganz gleich, ob es sich um die Abfahrtszeiten der Stadtbusse handelt, die man sich live am Smartphone anzeigen lassen kann, um freie Plätze in Kindertagesstätten oder auf Knopfdruck abrufbare öffentliche Toiletten. All diese Daten werden von Behörden und Verwaltungen gesammelt, zunächst auf Verwaltungsservern abgelegt und schließlich der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Dass aber die Verfügbarkeit öffentlicher Daten allein nicht alles ist, erläuterte David Krcek in seinem Vortrag über offene Haushalte in Bayern. „Entscheidend ist auch ihre Aufbereitung, damit Bürgerinnen und Bürger die Daten sofort nutzen können“, so der SAP-Berater, der Konvertierungsprogramme für die Länderhaushalte Bayern und Saarland entwickelt. Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), betonte in seinem Vortrag „Kommune ist Kommunikation – Wie Städte und Gemeinden von Social Media profitieren“ darüber hinaus, dass gerade die Aufbereitung sogenannter „planungsrelevanter“ Daten und Dokumente wie zum Beispiel digitale Landschaftsrahmenpläne oder Sachverständigengutachten wichtig für mehr gesellschaftliche Transparenz sei und damit die Grundlage für Bürgerbeteiligung und letztlich den „Bürgerstaat“ schaffe.

Zwar beherrschen die Stichworte Transparenz und Open Data inzwischen die öffentliche Debatte. Auch zahlreiche Behörden beschäftigen sich auf allen Ebenen mit diesen Themen. Dennoch: Nur wenige Verwaltungen machen bisher mit! Claus Arndt, Leiter der Stabsstelle „Zentrales E-Government“ bei der Stadt Moers hielt am WKE 2016 ein Plädoyer gegen Urängste und Bedenken, ohne den Blick für die Verwaltungswirklichkeit zu verlieren.

Die Erfahrung, dass besonders interessante Daten, wie beispielsweise staatliche Geodaten, nicht überall offen zur Verfügung gestellt werden, hat Deutschlands erster Open-Source-Professor und Experte für Open-Source-Software an der FAU, Dirk Riehle, gemacht. In seinem Vortrag über offene Datenhaltung am Beispiel der kostenlosen Android App PegelAlarm, die zur Hochwasserwarnung zum Einsatz kommt, erläuterte er, dass hinter dem Zurückhalten der Daten oft datenschutzrechtliche Bedenken stecken.

„Das Internet muss wieder informativer werden“

Diese Forderung griffen die Speaker im zweiten Track über aktuelle Webtrends und HTML5 auf. Es wird wieder mehr auf Inhalte ankommen. Interaktives Storytelling ist 2016 hierzu das Stichwort. Die Website wird zur Erzählbühne durch die sich klicken und selbst interaktiv eingreifen lässt. Aber auch Bewährtes wird fortgesetzt und ausgebaut, denn 2016 wird geprägt sein von weiter steigenden mobilen Zugriffen: Wie kann man Responsive Webdesign mit Hilfe von HTML5 noch besser machen? Wie lässt sich das Internet noch intuitiver für den Besucher gestalten und bestmöglich an seine Wünsche und Bedürfnisse anpassen? „Progressive Enhancement“ ist eine Lösung, die Kommunikationsdesigner Tom Arnold von der BNT.DE GmbH in seinem Vortrag „Kann denn das so schwer sein?“ aufzeigte, um mit den Stärken von HTML zu arbeiten.

Das Thema „Barrierefreiheit“, das auch die früheren Webkongresse geprägt hatte, wurde unter anderem von Marco Zehe sehr praxisnah aufgegriffen. Mit Screenreader und Tastatur führte er vor, wie barrierefreie Webseiten und Webapps klingen können und welche Folgen eine nicht barrierefreie Webseite haben kann. Marco Zehe arbeitet bei Mozilla als Qualitätsbeauftragter für das Thema Barrierefreiheit und ist, weil er seit Geburt an blind ist, darauf angewiesen, dass Angebote im Web zugänglich sind.

„Wir blicken zurück auf zwei lehrreiche Tage, die uns nicht nur einen tieferen Einblick in moderne Webarchitekturen und -technologien gaben, sondern auch unser Bewusstsein geschärft haben, welchem Balanceakt soziale Netzwerke zwischen sensiblen Daten einerseits und informativer Öffentlichkeitsarbeit ausgesetzt sind.“ Solche und ähnliche Kommentare konnten die Kongressorganisatoren der abschließenden Online-Umfrage entnehmen.

Webkongress-Initiator Wolfgang Wiese appellierte in seinem Abschlussvortrag dann auch den Community-Gedanken im Web wieder aufleben zu lassen: „Ich freue mich, dass wir mit unserem Webkongress dazu beitragen konnten, der Community auch wieder etwas zurückzugeben, für das was wir von ihr erhalten haben; denn schließlich ist es immer ein gegenseitiges Geben und Nehmen.“

Der nächste Webkongress findet voraussichtlich 2018 statt. Geplant ist, den Technik- und Entwicklervorträgen noch mehr Raum zu bieten, eventuell sogar in speziellen Profi-Workshops. Erste Ideen keimen bereits.

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