(openPR) Stellen Sie sich die Unendlichkeit in Bildern vor. Genau das ist, was die Polykonmalerei von Willy Wiedmann ausmacht. Jahrzehntelang waren die Werke des verstorbenen Künstlers in seiner Stuttgarter Galerie verborgen. Ab Donnerstag können die "Polykone Sinfonien" endlich auch die Kunst- und Kulturliebhaber der art KARLSRUHE sehen.
Insgesamt schuf Wiedmann in seiner aktiven Zeit, nach eigenen Angaben, 30.000 Bilder. Der Stil mag Fachleute an die Hard-Edge Malerei erinnern. Allerdings gibt es die Polykonmalerei schon wesentlich länger. Willy Wiedmann kreierte sie Mitte der 60er Jahre. Handschriftliche Aufzeichnungen, die vor Kurzem gefunden wurden, belegen, dass er dabei schon fast wissenschaftlich vorgegangen ist.
Den Namen “Polykon” leitete er aus den griechischen Worten polýs „viel“ und ikon “Bild oder Tafel” her. Die Polykonmalerei in Wiedmanns Sinne ist eine Mehrtafel- und Mehrfarbenmalerei. Typisch hierfür ist die Zusammensetzung von geometrischen Formen, die sich gegenseitig ergänzen, überlagern oder in sich verflochten sind. Bei der Gesamtkomposition werden aus den Formen Bilder, die wiederum zu Bildern werden bzw. in andere Bilder übergehen usw. Das Prinzip könnte bis zur Unendlichkeit durchgeführt werden. Wiedmann arbeitete bei seinen Kompositionen immer mit 45 oder 90 Grad Winkeln. Außerdem platzierte er die Formen in einem wechselnden, Rhythmus.
Willy Wiedmanns "Polykone Sinfonien" zeigen die Galerie Reinhold Maas - Reutlingen - Halle 2 /A12 und die Galerie und Verlag St. Gertrude - Hamburg - Halle 3/J13













