(openPR) Die Welt hat sich nach meinem Aufwachen komplett gerändert und geändert… 2003, da war von Social Media, Web 2.0, etc. noch nicht die Rede. Vielleicht erliege ich den Träumen des Dämons meiner eigenen Fiktion?
Und genau das weiß ich heute, 7 Jahre später immer noch nicht… Hat sich die Welt um mich herum derart geändert, dass ich in ihr schwimme wie eine Blase im Wasser surrend vor sich hinblubbt? Ohne zu erkennen, dass ich die Blase bin, die das Wasser verdrängt?
Nun, ich tendiere zu leicht antikonformistischen Handlungsweisen… das schon immer… Aber seit 2 Jahren vermehren sich diese teils absurden Reaktionen auf Reflexionen meiner eigengespiegelten Welt.. Deutet exakt diese Tatsache darauf hin, dass ich eigentlich tot bin.. schon lange, schon 100 Mal gestorben – tausende Male vergangen und wie ein düsterer Geist wiederauferstanden? Dass ich nichts weiter bin, als bis in die Entropie der Unendlichkeit verwursteter “Content” – welcher (generativen) Art auch immer? Von daher bleibe ich auch immer – welch grausige Vorstellung, welch fanatisch-frenetische Fiktion!!!
Mögen die Bilder dieser Vision dem Koma entstammen? War das Koma mit seinen diffusen Wertigkeiten und “Welten” Realität und dieses Leben nur “augmentierte Realität des Todes”?
Was sah ich und wie sah ich “die Welt” im Koma?
Fragmentierte Rudimente realen Scheins in digitaler “Sichtweise” waren die komatösen Visionen! Die Welt war in einem Rasterschema aufgebaut, das ich wahrnahm wie ein Scanner. Ich arbeitete bzw. “funktionierte” wie ein PC und nahm Schemata der Realität digital-fraktioniert wahr, vergleichbar mit einer “Matrix”. Diese digital gerasterte Matrix stellte meine Vision vom Leben dar – abzüglich des temporalen Elements der Zeit, die in Form eines Nahrungsschlauches durch meinen Körper floss. So wurde meine “Koma-Welt” zu einer abstrahierten Essenz meiner Realität in Entitäten, deren Verifikation ich in theoretischer Form abstrakt “nachschwingen” musste.
Aus dieser Theorie heraus entstand eine komplett neue Welt für mich, deren Verzweigungen nur mich betrafen. Ich fühlte mich wie auf einer Autobahn des Lebens, die ich in Überschallgeschwindigkeit zurücklegte. Meine verzerrte Wahrnehmung der anliegenden Umgebung an diese Autobahn konnte ich mit mit der digitalen Sichtweise regulieren und verlangsamen, so dass Überschall für mich Unendlichkeit bedeuten konnte. Letztlich wurde ich damit zum Piloten meiner eigenen Endlichkeit und hob sie auf damit.
Dass ich all dieses Wissen innehatte, aber nicht aktiv außerhalb der komatösen Visionen anwendend könnte, war mir nicht bewusst. Ich reflektierte darüber, durch die Zeit meinem früheres Leben zu begegnen, aber fand den rechten Weg nicht.
Ich war gefangen in den Äonen meiner eigenen Visionen – abgeschnitten vom Puls jeglicher Vitalität.
Meine Verzweigung in die jeweilige Realität bestand via meiner komatösen Träume, die mein eigenes universelles Weltverständnis projizierten. In diesem Koma-Universum war jegliche Materie obsolet – sie war lediglich die Plazenta meiner Gedankenströme. Diese in Synapsenfetzen vertändelten Ströme gaukelten mir eine stilisiert-technoartifizerte Musterumgebung vor, in der ich frei wandeln konnte, so dass meine Gedanken die Plattform dazu bildeten. Ich war der unwiederbringlichen Hoffnung, den gedankengeschwängerten Ausgang zu kennen – nur wo war dieser Ausgang in die Realität? Nichtsdestotrotz erlabte ich mich meiner Diversifikationsmöglichkeiten…













