(openPR) Acht Auszubildende der Emder Upstalsboom-Gruppe erklimmen den 5.894 Meter hohen Berg in Afrika / Nachwuchs Glauben an sich selbst vermitteln / Bewerbungen ohne Zeugnisse
Emden – Der Nachwuchs steht für Bodo Janssen an erster Stelle. „Die Kinder genießen in der Familie zu Recht die größte Aufmerksamkeit.“ Dies müsse auch in Unternehmen der Fall sein, sagte der Geschäftsführer der Upstalsboom Hotel- + Freizeit GmbH & Co. KG heute einem Pressegespräch am Firmensitz in Emden. Statt die jungen Mädchen und Jungen als „billige Hilfskräfte“ einzusetzen, wie es in der Hotellerie immer noch in weiten Teilen üblich sei, müssten diese gefordert und gefördert werden. Deshalb würden die aktuell 68 Nachwuchskräfte in der Upstalsboom-Gruppe weniger in den normalen Arbeitsprozess der zehn Hotels und rund 600 Ferienwohnungen entlang der Nord- und Ostsee eingesetzt. Vielmehr erhielten sie durch zahlreichen Schulungen, Seminare und Sonderprojekte „die höchste Aufmerksamkeit“ und viel Zeit zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten und zur Entfaltung ihrer Potenziale. Dies zeigt auch die „Tour des Lebens“, von der acht von ihnen in der vergangenen Woche zurückgekehrt sind. Dahinter verbirgt sich die Besteigung des 5.894 Meter hohen Kilimandscharos in Afrika, die für jeden Teilnehmer die eigenen Grenzen des Vorstellbaren gesprengt habe.
„Das war eine kaum zu beschreibende Erfahrung“, sagte Bodo Janssen, der diesen „härtesten Spaziergang der Welt“ mit vier Etappen über sechs Tage und insgesamt 84 Kilometern in der zweiten Januarwoche dieses Jahres selbst miterlebt hat. Künftig werde dies in ähnlicher Form ein fester Bestandteil des Ausbildungsprogramms sein.
Für Janssen ist die „Tour des Lebens“, die mit einer einjährigen intensiven Vorbereitung verbunden gewesen sei, vor allem eine wichtige Wertschätzung für seinen Nachwuchs und damit ein „Mutmacher für eine ganze Generation“. So hätten es alle acht Auszubildenden bis zum Gipfel geschafft, obwohl ihnen dies im Umfeld kaum zugetraut worden sei. Gerade in der Hotellerie werde häufig ein negatives Bild von Auszubildenden gemalt, die nur wenig könnten und kaum leistungsbereit seien. Kindern und Jugendlichen werde ohnehin allzu häufig gesagt, was sie alles nicht können. So sei es kein Wunder, dass es immer weniger junge Menschen gebe, die den Weg in die Hotellerie und Gastronomie suchten. „Wir aber wollen unseren Auszubildenden zeigen, wozu sie in der Lage sind, dass sie über ihren Schatten springen können und ihnen Mut machen“, so der Geschäftsführer.
Darüber hinaus kündigte Janssen an, dass künftig auch Bewerbungen ohne Zeugnisse von Auszubildenden möglich seien: „Noten sind für uns kein Maßstab dafür, ob jemand für die Arbeit im Hotel, in der Küche oder im Service geeignet ist.“ Deshalb gelte es, Hemmschwellen für die Bewerbung abzubauen. Viele geeignete Jugendliche würden ihre Unterlagen aber derzeit gar nicht erst einreichen, weil sie ihre Noten für zu schlecht hielten.












