(openPR) Die Aufhebung der internationalen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran wird durch Deutsche Unternehmen und Verbände nachdrücklich begrüßt.
Wir erleben mit der Aufhebung der Sanktionen ein Ereignis, auf das wir und unsere Mitgliedsfirmen seit 10 Jahren warten, so Michael Tockuss, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsch-Iranischen Handelskammer e.V.
Die in Hamburg ansässige Kammer sieht insbesondere für den Bereich Maschinen- und Anlagenbau, Infrastruktur, KFZ und Chemieindustrie große Chancen im Iran. „ Nur die schon begonnenen Projekte im Bereich der iranischen Petrochemie haben ein Volumen von 29 Mrd. Euro, um diese fertigzustellen“ so Tockuss in einer Stellungnahme seines Verbandes.
Mit der Aufhebung der EU- und US-Sanktionen werden durch die DIHKEV deutliche Zuwächse im Export nach Iran erwartet. Die 2014 erzielten 2,4 Mrd. Euro können schnell auf 5-6 Mrd. Euro erhöht werden. Mittelfristig sind auch durchaus 10 Mrd. Euro Exporterlöse zu erzielen, so Tockuss weiter, dies benötigt aber eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen.
Neben einem erhöhten Ölpreis wird es entscheidend sein, daß das Land wieder Zugang zu langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten bekommt. Der Iran hat zwar praktisch keine Auslandsverschuldung und wäre so eigentlich ein Traumkunde für Internationale Banken, wegen der weiter bestehenden Verbote für US-Banken halten sich aber zumindest die europäischen Großbanken beim Irangeschäft noch zurück.
Für Michael Tockuss, sind das aber nur kurzfristige Schwierigkeiten auf dem Weg zu einer deutlichen Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen. „Unsere Unternehmen planen Ihr Iran-Engagement auf 20-25 Jahre, da spielen kurzfristige Entwicklungen nur eine untergeordnete Rolle“.














