(openPR) Im achten Notenspur-Salon-Jahr werden sieben Konzerte an sechs Notenspur-Orten präsentiert
Die achte Auflage der Notenspur-Salons beginnt im Jahr des 100. Todestages von Max-Reger- natürlich mit einem Reger-Salon. Im repräsentativen Alten Senatssaal der Universität, der nur selten seine Türen für außeruniversitären Veranstaltungen öffnet, erleben die Gäste die Musik Regers, der in Leipzig 1907/08 Universitätsmusikdirektor war, an einer seiner ehemaligen Wirkungsstätten.
Es erklingen Werke Regers, interpretiert von seinem Nachfolger im Amt, Universitätsmusikdirektor David Timm, von Gewandhausmusikern und der Sängerin Ursula Thurmaier. In kommentierenden Gesprächen werden Regers Zeit in Leipzig, die Regerrezeption und Reger-Vorhaben thematisiert. Moderiert wird der Salon-Nachmittag im ehemaligen Königlichen Palais von Rundfunkjournalist Claus Fischer.
Dieser wie alle folgenden Notenspur-Salons hat – ganz im Sinne der berühmten Salonkultur des Bürgertums – das Anliegen, musikalische Entdeckungen zu verbinden mit dem Austausch von Musikern und Musikliebhabern in persönlicher Atmosphäre an authentischen Orten.
Nach dem erfolgreichen ersten Kinder-Notenspur-Salon 2015 im MDR Würfel erleben die kleinsten Salonbesucher nun einen „Karneval tonale“, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern wird. Einige Orchester-Instrumente geraten über die Frage, wer den wichtigsten Part in der Musik habe, in einen Disput. Es kommt zum Wettstreit der Extreme – zwischen ganz hohen und ganz tiefen Tönen, den kleinen und großen Instrumenten. Er mündet in der Erkenntnis, dass nur im gemeinsamen Musizieren etwas Schönes, Hörenswertes entsteht. Dabei gibt es Wissenswertes und Heiteres zu erfahren und auch Gelegenheit zum Mitsingen und Basteln.
Schwungvoll und heiter wird es in der Grieg-Begegnungsstätte gleich zweimal, damit noch mehr Freunde dieses einmaligen authentischen Ortes als bisher in den Genuss eines Salonkonzertes kommen können. Bei einer Reise durch die heitere Welt der Oper und Operette mit Werken von Lortzing, Kálmán, Strauß u.a. darf man sich gern romantischen Träumereien hingeben.
Beschwingt geht es auch im Schumann-Haus zu, wenn „Auf Flügeln des Gesanges“ Robert Schumann und Heinrich Heine zu hören sind. Die Poesie Heinrich Heines inspirierte seit ihrem Entstehen viele Komponisten zu unsterblichen Liedschöpfungen - so auch Schumann. Die sensible Tiefe, Innigkeit, die Kraft und Intelligenz, aber auch der Sarkasmus und die Ironie seiner Gedichte beflügelten die musikalisch Schaffenden über die Grenzen Deutschlands hinaus bis auf den heutigen Tag.
Die Geschichte der wundersamen Errettung eines Gambisten steht im Zentrum des Salons im Bach-Museum – Märchenhaftes in Wort und Musik. Karl Gustav Nieritz (1795–1876, Kreuzschüler in Dresden, Lehrer und Schriftsteller) veröffentlichte diese Erzählung, eine frei erfundene Geschichte, in deren Mittelpunkt die wundersame Errettung des Gambisten Georg Neumark steht. Erzählt wir diese Geschichte von Thomas Fritzsch, der auch die Viola da Gamba dazu spielt.
Den Abschluss der 2016er Salonkonzerte gestaltet die Oper Leipzig im Konzertfoyer.
Hier heißt es „Dichter-Liebe“ und widmet sich diesem ewigen Thema mit Clara und Robert Schumann. Im Jahr 1840, dem sogenannten „Liederjahr“, entstand rund die Hälfte des gesamten Liedschaffens des Komponisten, darunter die „Dichterliebe“ und der „Liederkreis“. Bis heute zählt Schumann neben Schubert zu den wichtigsten Vertretern der Gattung Lied, das insbesondere im kleinen Rahmen des Salons seine Entfaltung findet.













