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Open Educational Resources (OER) zur Sprachförderung von Migranten bereitstellen

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(openPR) Der Hintergrund: Auf der Website der BAMF ist zu lesen „Gut qualifizierte Lehrkräfte sind die Voraussetzung für den Erfolg von Integrationskursen.“ Von diesen gesuchten Lehrkräften gibt es derzeit noch nicht genug und so sind lange Wartezeiten zu befürchten bis alle arbeitswilligen Migranten ihr erstes Einkommen in Deutschland verdienen können.


Abschätzung von Einsparpotential: Für besonders motivierte Migranten können frei verfügbare eLearning Kurse eine Ergänzung oder sogar eine Alternative zu Präsenzkursen sein. Die überschaubaren Investitionen in zu erstellende OER rechnen sich in kürzester Zeit. Der Return on Investment für passende OER kann bei einem seriösen Ansatz mit mehreren hundert Millionen Euro bewertet werden. Dieser Schätzung für den OER-Ertrag liegen folgende Annahmen zu Grunde: Wenn wir 1 Million Migranten im deutschsprachigen Raum haben und der Anteil der Angebotsnutzer 10 Prozent beträgt, so sind das 100.000 Personen. Wenn sich durch die passgenaue Bereitstellung von OER zur Erleichterung des Berufseinstiegs die Wartezeiten bis zur beruflichen Eingliederung jeweils um einen Monat verkürzen ließen, wären das 100.000 Monate weniger in denen Sozialleistungen transferiert werden müssen. Wenn jeder durch die Wartezeiten eines Migranten verlorene Monat mit 1.000 Euro Kosten kalkuliert wird, sind das 100.000.000 Euro eingesparte Sozialleistungen. Dieses Einsparpotential bei Sozialleistungen lässt sich mit Grundrechenarten leicht nachvollziehen. Unschätzbar ist der Vorteil der entsteht, wenn hochmotivierte und intelligente junge Migranten aus der frustrierenden und gefährlichen Langeweile der Migrantenlager entkommen können. Wenn nur jeder Tausendste aus der angesprochenen Zehn-Prozent-Gruppe wegen der frustrierenden Langeweile beim Warten von einem Hassprediger rekrutiert wird, haben wir 100 weitere gefährliche Personen, welche den Terror in Europa verbreiten, wie das schon 2015 in Frankreich und Belgien geschehen ist. Die Kosten und die Folgen des Terrors für unsere Gesellschaft sind unkalkulierbar. Die Kosten zur Umsetzung des folgenden OER-Konzeptes zur Erleichterung der Integration sind vergleichsweise leicht abzuschätzen.
OER-Konzept mit einer Kostenabschätzung:
Statt Lehrbüchern werden Videos eingesetzt. Videos zu den in Frage kommenden Lern- und Berufsfeldern sind entweder schon vorhanden oder können schnell erstellt werden. Bei vorhandenem Material fehlen noch die Untertitel in Deutsch, Englisch und den Sprachen der Herkunftsländer. Die Erzeugung von Untertiteln kostet etwa 10 Euro pro Videominute und Sprache. Die dauerhafte Bereitstellung der Produktionen via YouTube ist kostenlos. Die Bereitstellung auf eigenen Servern kostet auch nur wenige Cent pro Video und Monat.
Ankommende Migranten werden auf diese Option zur Sprachförderung hingewiesen. Interessenten erhalten eine Einweisung in die Grundlagen. Dazu werden ihnen standardisierte Portfolios oder Kurse auf Lernplattformen angeboten, aus denen sie sich das Gewünschte heraussuchen können.
In den Portfolios finden sich Verknüpfungen zu den vorgeschlagenen Videos und Texten. Enthalten sind auch nach Lernfeldern gegliederte Vokabelsammlungen. Fremd- und Selbstevaluation dienen der Lernstandskontrolle. Dabei werden Prozeduren eingesetzt, wie sie sich seit Jahren zum Erwerb von niederschwelligen Zertifizierungen wie dem Computerführerschein bewährt haben.
Eine einfache Selbstevaluation lässt sich mit Hilfe standardisierter Verfahren auf Papier oder Lernplattformen mit marginalen Kosten durchführen. Die Fremdevaluation könnte von den Stellen angeboten werden, welche auch Präsenzkurse anbieten. Interessierte Arbeitgeber können um eine Selbsteinschätzung der Bewerber bitten. Deren Aussagen zur Ausprägung der eigenen Sprachkompetenz lassen sich bei Eignungstests im Fachgespräch verifizieren. Überschätzen sich Bewerber, werden sie auch sonst den Überblick bei der Erbringung von Leistungen vermissen lassen.
Vokabeltests auf Papier bei denen vorgegebene Vokabelpaarungen richtig zugeordnet werden müssen, lassen sich mit Lösungsschablonen schnell bewerten. Aus einem vorgegebenen Sprachumfang lassen sich via Zufallssteuerung immer wieder neue Kombinationen für die Tests mischen, damit das Abschreiben von alten Lösungen bei der Fremdevaluation nicht zu Scheinerfolgen führt.
Noch effizienter als Papier-basierte Tests sind die von der Open University bereitgestellten Testwerkzeuge für die Lernplattform Moodle. Damit können zufallsgesteuert und ohne Einsatz von Papier unzählige Fragenkombinationen für beliebig viele Tests bereitgestellt werden. Anonym durchgeführte Selbstevaluation könnte man mit einem Screenshot des Ergebnisses dokumentieren. Fremdevaluationen könnten unter Aufsicht in geeigneten Räumen am Computer durchgeführt werden. Die Kenntnis des Vokabulars lässt sich hier automatisch über die richtige Zuordnung der vorgenommenen Paarungen überprüfen.
Liegt das Ausgangsmaterial für solche Vokabelzuordnungstests schon in Tabellenform vor, sind die Einmalkosten für die Erstellung der Zuordnungsfragen im Cent Bereich anzusetzen, wenn die zu verarbeitenden Vokabelpaare im Tausenderpack geliefert werden und auf der Basis westeuropäischer UTF Zeichensätze operiert wird.
Bei anderen Zeichensätzen (Arabisch, Farsi, usw.) sind 20 Cent pro Vokabel anzusetzen, wenn diese in Fragensammlungen für Moodle-Kurse integriert werden sollen.
Für weniger als 100.000 Euro lassen sich 1000 Videominuten untertiteln und 100.000 Vokabelpaarungen für die Zuordnungsfragen für die Selbst- oder Fremdevaluation erstellen.
Alle bisher gemachten Angaben basieren auf Studien. Sie wurden an realen und frei zugänglichen Beispielen der bluepages GmbH durchgeführt. Jeder Plattformbetreiber darf sie frei kopieren und verändern. Die Lizensierung mit der offenen CC-BY Lizenz erlaubt den freien Einsatz, um die Brauchbarkeit der Vorschläge testen.
Fazit: Investitionen in das vorgeschlagene Konzept rechnen sich. Sie sind kurzfristig zu realisieren, wenn es Investoren gibt. Motivation für öffentliche Investoren sind Einsparungen bei Transferleistungen und die Entschärfung von Konfliktpotential in den Sammelunterkünften. Motiv für Investitionen aus dem Bereich der Wirtschaft ist der erzielbare Imagegewinn, weil die zahlende Instanz als Herausgeber oder Sponsor des Materials genannt wird.
Der Autor freut sich über Einladungen um das auf der Website vorgestellte Konzept den potentiellen Investoren persönlich zu präsentieren.

Video:
Videos mit Untertiteln zum Einstieg

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