(openPR) Immer mehr Grundschulkinder gehen in Deutschland hungrig aus dem Haus. Mit dem Frühstücksklub ermöglichen die Deutsche Lebensbrücke und der Personaldienstleister I.K. Hofmann diesen Kindern ab sofort jeden Morgen einen guten und gesunden Start in den Schultag, und das in Hamburg, Leipzig, Straubing, Duisburg und Hannover.
„Mhh, lecker!“ Emina, 9 Jahre, beißt mit Begeisterung in ihre Marmeladensemmel. „Ich mag heute lieber Salami“, sagt die blonde Mia und holt sich gleich zwei belegte Schnittchen. Sie heißen Deniz und Max, Marie und Aische, Marcel und Mandy. Sie besuchen eine Grundschule in München, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Straubing, Duisburg oder Hannover. Und alle starten ab dem neuen Schuljahr mit voller Kraft in den Lernalltag, anstatt mit knurrendem Magen die Schulbank zu drücken. Denn ab sofort treffen sie sich jeden Morgen um 7.30 Uhr beim Frühstücksklub der Deutschen Lebensbrücke. Jeweils rund 40 Kinder sitzen dann glücklich kauend an den Tischen, trinken Wasser oder Schorle, Milch und Kakao. „Meine Mama muss um fünf Uhr zur Arbeit“, erzählt die 8-jährige Mia aus München mit leiser Stimme und schaut dabei auf ihren Teller. „Wenn ich aufstehe, ist sie schon weg, und ich bin ganz alleine. Deshalb freu ich mich jeden Morgen auf meine Freundinnen im Frühstücksklub,“ sagt sie. „Genau. Wir sind immer zusammen, beim Frühstück und in der Klasse, Süße,“ sagt ihre Freundin Jasmin und legt ihr den Arm um die Schultern. Auch die Freunde Kevin und Tarek treffen sich beim Frühstücksklub. Tareks alleinerziehender Vater kommt um sieben von der Nachtschicht, fährt den Sohn zur Schule und legt sich dann gleich schlafen. Kevins Mutter ist krank, der Vater oft wochenlang auf Montage. Gemeinsame Mahlzeiten gibt es da höchstens mal am Sonntag.
„Der Frühstücksklub ist für die Kinder oft viel mehr als „nur“ ein gedeckter Tisch“, erklärt Petra Windisch de Lates, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lebensbrücke, ihr Projekt. „Sie haben das Gefühl, umsorgt zu werden, und das tut ihnen gut. Wir fragen nicht nach, warum die Kinder hungrig in die Schule kommen. Es genügt, dass das den Lehrern auffällt, und dann darf jedes Kind bei uns mit frühstücken.“ Viele Eltern haben eine Hemmschwelle, wenn es darum geht, die eigene Bedürftigkeit offenzulegen. Seien es finanzielle Schwierigkeiten, soziale oder gesundheitliche Probleme in der Familie. „Es gibt immer mehr Familien, die einfach durch jedes gängige Hilfenetz durchfallen“, weiß Petra Windisch de Lates. „Deshalb wenden sich immer mehr Schulen an uns und wollen in unser Projekt aufgenommen werden.“
Rund 17 Tausend Euro kostet z.B. der Münchner Klub im Jahr. Im neuen Schuljahr reagiert die Organisation auf den massiv gestiegenen Bedarf und die vielen Anfragen und richtet in Leipzig, Hamburg, Straubing, Duisburg und Hannover neue Frühstücksklubs ein – dabei hat sie einen der größten deutschen Personaldienstleister zur Seite. „Wir konnten die Firma I.K. Hofmann GmbH als Unterstützer für unsere neuen Frühstücksklubs gewinnen! Sie feiert in diesem Jahr ihr 30 jähriges Jubiläum und unterhält an den Standorten unserer Frühstücksklubs Firmenniederlassungen. Diese Niederlassungen werden die Patenschaft für unsere neuen Frühstücksklubs übernehmen. Das ist eine wunderbare Art, ein Jubiläum zu feiern und damit Kindern zu helfen,“ freut sich Petra Windisch de Lates.
Der Vorteil des Frühstücksklubs für Schulen und Kinder liegt auf der Hand. „Als rein private Hilfsorganisation können wir flexibel und unbürokratisch handeln. Schulen und Eltern müssen bei uns weder komplizierte Auswahlverfahren durchlaufen, noch fordern wir den Nachweis der Bedürftigkeit. Wir vertrauen den Lehrern und ihrer Einschätzung. Deshalb wird bei uns kein Kind abgewiesen.“













