(openPR) Daß die „Krisenbewältigung“ die Krise verlängern und vertiefen wird, sollte eigentlich nicht überraschen. Wenn Öl ins Feuer gegossen wird, erlischt dieses ja auch nicht, sondern wird erst recht entfacht. Mit realen Negativzinsen wird Schuldenmachen nicht unterbunden, sondern geradezu herausgefordert, und wer glaubt, die Enteignung der Sparer zugunsten der Schuldner sei der beste Weg zur Krisenlösung, dem wird in naher Zukunft die Antwort gegeben werden.
Zinssteigerungen wären für die überschuldeten Länder nichts anderes als Todesspritze. Es bleibe nur der Staatsbankrott. Die Zinsen müssen also niedrig bleiben. Wenn sie aber weiter niedrig bleiben, werden nicht nur weiter gefährliche Spekulationsblasen entstehen, wird nicht nur Kapital in Verwendungen fehlgeleitet, die eigentlich wirtschaftlicher Unsinn sind, sondern es werden auch die Sparer enteignet und alle, die auf private Altersversorgung gesetzt haben.
Tatsache ist, daß die sogenannten Rettungsmaßnahmen für Banken und überschuldete Staaten auf Kosten des Mittelstandes das soziale Gefüge weiter zerstören und damit zum zweiten Mal nach den 30er Jahren des vorigen Jahrhundert eine gefährliche politische Gemengelage erzeugen werden.
Nachdem Kanzler Schröder mit seiner Agendapolitik die Rente für Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger bereits so geschliffen hat, sodaß sie nur noch ein Hartz-IV-Surrogat ist, schleift Draghis Politik der realen Negativzinsen jetzt auch noch die Private Altersversorgung und sorgt für gigantische Fehlallokationen von Kapital. Die Allianz bietet zum Beispiel die klassische Kapitallebensversicherung nur noch auf besonderen Wunsch an. Die ist für die Kunden wirtschaftlich inzwischen vollkommen uninteressant und für eine Altersversorgung in notwendiger Höhe unfinanzierbar. Als Alternative werden jetzt neue Produkte angeboten, die bei genauem Hinsehen nichts anderes sind als ein indirektes Spiel an der Börse.
Voraussagen läßt sich, daß die Armut in Europa infolge dieser Politik weiter zunehmen wird. Ein großer Teil des Mittelstandes wird absteigen und . . . Die Deutschen sollten eigentlich wissen, welche schlimme Folgen massenhafter sozialer Abstieg haben kann.
Die Politiker tun trotzdem nichts. Die einen, weil sie ihre Wiederwahl derzeit für nicht gefährdet halten – Michel braucht ja einige Zeit, bevor er merkt, was für ihn die Stunde geschlagen hat – die anderen, weil sie sich sowieso keine Chancen ausrechnen.
Was notwendig und machbar wäre, ist in einer kleinen, mit Zahlen unterlegten Studie nachzulesen, die vor einigen Jahren herausgekommen ist. Sie trägt den Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“. Die Studie ist im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort wie in jeder gut sortierten (Internet-)Buchhandlung erhältlich. ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]). Preis jeweils 9,95 Euro.
Übrigens: Der Widerstand der Mächtigen gegen ein Grundeinkommen, das allen Bürgerinnen und Bürgern lebenslang ein zur Teilnahme am sozial-kulturellen Leben auskömmliches Einkommen garantiert, rührt daher, daß die polit-ökonomische Herrscherklasse die Unabhängigkeit fürchtet, die den Bürgerinnen und Bürgern ein Grundeinkommen brächte. Manipulation und Ausbeutung würden dadurch erheblich erschwert. Daß auch die vielen Millionen Bürgerinnen und Bürger, die davon profitieren würden, sich nur wenige für eine solche Reform engagieren, liegt in der Rudeltiernatur des Menschen.
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