(openPR) Eine Rechtsschutzversicherung bietet finanzielle sowie juristische Unterstützung - und zwar auch dann, wenn man einen Rechtsstreit verliert.
Eine Rechtsschutzversicherung trägt die Kosten für die Wahrnehmung der Interessen des Versicherungsnehmers vor Gericht. Darunter fallen nicht nur die Gerichtskosten, sondern auch folgende Ausgaben:
- Anwaltskosten
- Entschädigung für Zeugen
- Kosten für Sachverständige und Gutachter
- Kosten des Prozessgegners, wenn man den Rechtsstreit verliert
- Strafverfolgungskautionen (im Ausland)
Neben dem gerichtlichen Weg gibt es auch außergerichtliche Alternativen. Eine davon ist die Mediation:
Bei der Mediation versuchen die streitenden Parteien, ihren Konflikt mithilfe eines Mediators - einer dritten, neutralen Person - zu lösen. Der Vorteil gegenüber einer Gerichtsverhandlung ist, dass das Mediationsverfahren meist günstiger und schneller abgeschlossen ist.
Eine Rechtsschutzversicherung, die alle Lebensbereiche abdeckt, gibt es nicht. Daher ist sie
meistens auf bestimmte Bereiche beschränkt.
Gängige Rechtsbereiche der Rechtsschutzversicherung sind:
- Privatrechtsschutzversicherung:
Die Privatrechtsschutz leistet bei Rechtsstreitigkeiten in vielen privaten Angelegenheiten.
Sie betrifft zum Beispiel Kauf-, Dienstleistungs-,Werk- und Versicherungsverträge,
Streitigkeiten mit staatlichen Einrichtungen und Behörden oder
Schmerzensgeldforderungen.
- Verkehrsrechtsschutz:
Der Verkehrsrechtsschutz schützt bei Rechtsstreitigkeiten rund um den Verkehr – und
zwar alle Verkehrsteilnehmer, ganz gleich, ob diese mit dem Auto, Fahrrad, öffentlichen
Nahverkehr oder zu Fuß unterwegs sind.
- Wohnrechtsschutz für Mieter und Vermieter:
Die Vermieter-/ Mieterrechtsschutz leistet bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit
dem Haus oder der Wohnung. Sie unterstützt beispielsweise bei Konflikten mit dem
Nachbarn oder bei Streitfällen mit dem Vermieter.
- Arbeitsrechtsschutz:
Die Arbeitsrechtsschutz unterstützt bei Konflikten im Rahmen des Arbeitsverhältnisses.
Ein möglicher Streit kann sich beispielsweise ergeben, wenn den Arbeitgeber den Lohn
nicht zahlt.
- Gewerberechtsschutz:
Die Gewerberechtsschutz unterstützt Unternehmer, Freiberufler oder Gewerbetreibende
bei Rechtsstreitigkeiten rund um ihr Gewerbe. Sie leistet beispielsweise bei juristischen
Auseinandersetzungen mit (ehemaligen) Arbeitnehmern oder Konflikten mit dem
Finanzamt.
- Rechtsschutz für Familienrecht:
Die Rechtsschutz für Familienrecht unterstützt in Bereichen wie Scheidung, Streit um den
Unterhalt oder das Erbe.
Beispiele:
1) Herr Müller streitet mit dem Möbelhaus wegen Mängeln an seiner neuen Couch.
(Privatrechtsschutz)
2) Frau Müller wird Opfer einer Straftat und möchte Schmerzensgeld und/ oder
Schadensersatz geltend machen.
(Privatrechtsschutz)
3) Der Sohn von Frau Müller legt ihr beim Einkaufsbummel unbemerkt eine Uhr in die
Handtasche. Beim Verlassen des Kaufhauses wird sie vom Ladendetektiv angehalten
und wegen Diebstahls angezeigt.
(Privatrechtsschutz)
4) Frau Müller fordert bei ihrem Arbeitgeber das nicht erhaltene Arbeitszeugnis ein.
(Arbeitsrechtsschutz)
5) Herr Müller hat Ärger mit einem Autohändler, zum Beispiel beim Autokauf, der Garantie
oder Reparaturen.
(Verkehrsrechtsschutz)
6) Frau Müller streitet sich nach einem Unfall mit ihrem Unfallgegner über die Schuldfrage,
Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen.
(Verkehrsrechtsschutz)
7) Familie Müller streitet mit ihrem Nachbarn wegen Lärmbelästigung.
(Mieterrechtsschutz)
8) Herr Bäcker klagt ausstehende Mietzahlungen ein.
(Vermieterrechtsschutz)
Geschrieben von Florent Berisha und Vanessa Meißner
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