(openPR) Aktuelle Medienberichte über ausgesetzte Hunde und Katzen, etwa vom Tierheim Wolfsburg, offenbaren aus Sicht der IG Schutz domestizierter Wildtiere, dass solche Tiere in Privathand nichts zu suchen haben. Die Raubtiere mit Domestikationshintergrund können in privaten Haushalten nicht artgerecht gehalten werden und landen aufgrund von überforderten Besitzern immer häufiger in Tierheimen. Häufig werden die hohen Ansprüche dieser hochentwickelten Säugetiere, ihre spätere Größe (z.B. bei illegal erworbenen Welpen aus Süd- und Osteuropa), das ihnen innewohnende Gefahrenpotential oder der Aufwand ihrer Sozialisierung unterschätzt. Tierschützer fordern daher von der Bundesregierung die schnelle Umsetzung eines Verbotes. Aus Tierschutzsicht wäre eine Positivliste sinnvoll, welche die Haltung von Hunden und Katzen in Privathand grundsätzlich verbietet.
"Wir brauchen dringend ein bundesweites Verbot, um Importe von kranken, nicht geimpften und kaum sozialisierten Tierschutzfällen sowie die Massen- und Qualzuchten zu unterbinden und mittelfristig das Leid dieser gequälten Tiere in deutschen Wohnzimmern zu beenden. Erschütternde Berichte von überfüllten Tierheimen in den Medien sind leider nur die Spitze des Eisberges", beschreibt Marco Bergmann, wissenschaftlicher Berater und Heimtierexperte der IG Schutz domestizierter Wildtiere, die Situation.
Aus Tierschutzsicht dürfen Raubtiere mit Domestikationshintergrund nicht mehr länger in Privathaushalten gehalten werden. Die Interessengemeinschaft erhofft sich daher die Kooperation mit namhaften Tierschutzvereinen, um die Verbotsforderung mit besonderem Nachdruck möglichst schnell auf politischer Ebene im Rahmen einer Positivliste umsetzen zu können. Denn der personelle, räumliche und finanzielle Aufwand der Tierheime steigt, weil sie immer mehr mit Hunden und Katzen konfrontiert werden. Laut Angaben des Deutschen Tierschutzbundes, ein möglicher Kooperationspartner der Interessengemeinschaft, der sich bisher jedoch noch nicht zu einer entsprechenden Anfrage äußerte, müssen die ihm angeschlossenen Tierheime jedes Jahr bis zu 80.000 Hunde und 130.000 Katzen aufnehmen. Dieses unsägliche Tierleid muss schnellstmöglich durch ein bundesweites Verbot beendet werden.











