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Begleitung am Arbeitsplatz: Jobcoaches helfen beim Berufseinstieg

13.08.201517:13 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Begleitung am Arbeitsplatz: Jobcoaches helfen beim Berufseinstieg
Mit der nötigen Unterstützung hat Matthias Schlipf den Schritt in einen Betrieb geschafft.
Mit der nötigen Unterstützung hat Matthias Schlipf den Schritt in einen Betrieb geschafft.

(openPR) MECKENBEUREN – Mittendrin und integriert: "Jobcoaches" der Liebenauer Arbeitswelten (Stiftung Liebenau) unterstützen Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz in einem Betrieb. Das seit Herbst 2012 bestehende Projekt trägt längst Früchte. So hat es auch für Matthias Schlipf aus Liebenau geklappt mit dem richtigen Job am richtigen Ort.



"Wir sind sehr froh, dass wir ihn hier haben."

Marktleiterin Ursula Heider-Pitzke ist voll des Lobes über ihren Mitarbeiter Matthias Schlipf. Bereits seit Mai 2014 verstärkt der 21-Jährige das Team des Weinkauff-Getränkefachmarktes in Meckenbeuren. Der junge Mann absolviert dort den praktischen Teil des Berufsbildungsbereichs (BBB) – eine insgesamt 27-monatige Maßnahme zur beruflichen Orientierung. Vier Tage pro Woche arbeitet er im Markt. An einem Tag drückt er an seinem Wohnort Liebenau die Schulbank. Dass Matthias Schlipf aus der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in einen externen Betrieb wechseln konnte, verdankt er dem Bereich "Jobcoaching" der Liebenauer Arbeitswelten. Schon 60 Menschen haben in den vergangenen drei Jahren von diesem Angebot profitiert. Aktuell werden 25 Frauen und Männer in den Landkreisen Ravensburg und Bodensee an ihrem Arbeitsplatz begleitet.

Der Job muss passen

Fachkräfte wie Nadja Gauß stehen den Teilnehmern beim Einstieg in einen Betrieb als "Jobcoaches" zur Seite. Gemeinsam wird zunächst geschaut: Welcher Job kommt überhaupt in Frage? Welche Fähigkeiten und Bedürfnisse bringt der einzelne Mensch mit? Bei Matthias Schlipf war klar: er braucht eine abwechslungsreiche und körperlich fordernde Tätigkeit – eine, bei der er auf Achse ist und dabei kräftig anpacken darf. "Jemand, der einen hohen Bewegungsdrang hat, ist am Fließband fehl am Platz", weiß Jobcoaching-Leitung Danja Gründler. Passen Arbeitsstelle und Umfeld, blühen die Teilnehmer dagegen oft regelrecht auf. So auch Matthias Schlipf. Auf Anhieb hat ihm der Job im Getränkemarkt gefallen. Gut kann er sich noch an das erste Trinkgeld erinnern. "Das war gleich am ersten Tag." Sowas motiviert. Und je selbstständiger Matthias Schlipf am Arbeitsplatz wurde, umso mehr konnte sich seine "Trainerin" zurücknehmen. "Anfangs war ich zwei-, dreimal die Woche hier, dann einmal pro Woche, und jetzt nur noch alle 14 Tage", so Nadja Gauß.

Jobcoaching ist „keine Sackgasse“

"Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun." Dieser Spruch passe laut Danja Gründler genau zum Bereich "Jobcoaching", handele es sich doch um ein individuelles und niederschwelliges Angebot. Wenn es einmal nicht klappt am Arbeitsplatz? Dann versucht man es woanders, oder der Teilnehmer kehrt in den Werkstattbereich zurück. "Es gibt keine Sackgasse", betont Gründler. "Probieren wir’s einfach", hatte sich auch Marktleiterin Ursula Heider-Pitzke gesagt, als seinerzeit die Anfrage aus Liebenau kam. "Und jetzt gehört Matthias schon fest dazu." Peu à peu hat sich sein Wirkungskreis im Markt erweitert. Mit Leergutsortieren fing es an, dann arbeitete er zudem an der Kasse mit. Inzwischen fährt er auch Getränkelieferungen aus. Er ist beliebt bei Kunden und Kollegen. Sprich: Es läuft richtig gut bei dem 21-Jährigen.

Ein langer Weg zum Traumjob

Dabei hat er bis hierher schon einiges erlebt und den einen oder anderen "Stress gehabt", wie er selbst sagt: Förderschulbesuch, einige Orts- und Einrichtungswechsel, berufsvorbereitende Maßnahmen, Hauptschulabschluss nachgemacht, schließlich der Einstieg in den BBB. Danach steht der Wechsel in den Arbeitsbereich an, im Optimalfall – ebenfalls mit Jobcoach-Begleitung – in einen so genannten Betriebsintegrierten Arbeitsplatz. Und der kann dann das Sprungbrett sein für eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle.

Zurück in die Heimat

Dieses große Ziel wird Matthias Schlipf aber nicht mehr hier in der Region in Angriff nehmen. Denn zum Jahresende, wenn seine BBB-Zeit ausläuft, zieht es ihn wieder in Richtung Heimat, wo Freunde und Eltern leben. Eine mögliche Wohnung in Villingen-Schwenningen hat er sich bereits angeschaut, und auch bei der Jobsuche kann er auf die Unterstützung der Liebenauer Arbeitswelten zählen. Seine aktuelle Chefin findet es jedenfalls sehr schade, dass ihr Betrieb einen zuverlässigen Mitarbeiter und liebgewonnenen Menschen verlieren wird und weiß schon jetzt: "Matthias wird uns fehlen."

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Info: Liebenauer Arbeitswelten

Die drei Werkstattträger der Stiftung Liebenau bilden in gleichberechtigter Kooperation die Liebenauer Arbeitswelten: die Stiftung Liebenau (Schwerpunkte: Grünanlagenpflege, Holzhof, Gemüseanbau und -verkauf), die St. Gallus-Hilfe (Schwerpunkte: Verpackung, Montage, Holz und Metall) und die Liebenau Service GmbH (Schwerpunkte: Textilservice, Catering und Gebäudereinigung).

www.liebenauer-arbeitswelten.de
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