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Survival-Day an der Hochschule RheinMain war ein toller Erfolg

03.08.201515:16 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Survival-Day an der Hochschule RheinMain war ein toller Erfolg
Wiederbelebungsübung beim Survival-Day der Hochschule RheinMainn
Wiederbelebungsübung beim Survival-Day der Hochschule RheinMainn

(openPR) Zum zweiten Mal organisierte die Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain einen Survival-Day für die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Gesundheitsökonomie. Dieser praxisorientierte Informations- und Ausstellungstag rund um die Themen Schutz durch Hygiene, Impfungen und persönliche Schutzausrüstung am Mittwoch, den 22. Juli, kam bei Studierenden, Ausstellern und Professoren gleichermaßen gut an.



„Ich hätte nie gedacht, dass man bei einer Wiederbelebung so fest drücken muss.“ Wie dieser Studentin erging es beim Survival-Day an der Hochschule RheinMain vielen Studierenden des Bachelorstudiengangs Gesundheitsökonomie. Nach einer theoretischen Wiederholung der Herz-Lungen-Wiederbelebung am Morgen, durften alle Studenten an den neu erworbenen Wiederbelebungspuppen selbst Hand anlegen. Durch ein USB- Kabel mit PC und Leinwand verbunden, konnten die Studierenden direkt sehen, ob sie dabei alles richtig machten. Neben dem Echtzeitfeedback wurden die Ergebnisse compu- tergestützt ausgewertet.

„Auch Praktikanten können in die Situation kommen bei der Herz-Lungen- Wiederbelebung eines Patienten mithelfen zu müssen. Daher zeigen wir unseren Studierenden den weltweit gültigen Standard der innerklinischen Reanimation, damit sie im Notfall sofort die richtigen Maßnahmen ergreifen können“, so Prof. Dr. med. Reinhard Strametz, Professor für „Medizin für Ökonomen“ an der Hochschule RheinMain und Hauptorganisator der Veranstaltung.

Station zwei des Praxisparcours war dem Thema Brandschutz vorbehalten.
Am Vormittag hatte bereits Hans-Günter Fath von der Scivias Caritas gGmbH zum Thema referiert und Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes sowie der Brandbekämpfung in Gesundheitseinrichtungen vorgestellt. Jetzt durften die Studierenden ein eigens zu Übungszwecken „gelegtes“ Feuer auf dem Campus der Hochschule löschen.
„Notruf absetzen, Feuerlöscher entsichern, Feuerlöscher testen, Feuer stoßweise löschen“. Die Grundregeln konnten von den Studierenden schnell umgesetzt werden.

Wie lange dreißig Sekunden sein können und dass man trotz sorgfältiger Desinfektion häufig trotzdem noch Keime auf den Händen findet, erfuhren die Studierenden an der dritten Station des Tages. Darüber hinaus zeigte Joachim Stark von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eindrucksvoll wie man Schutzkleidung richtig an und zum Beispiel Schutzhandschuhe wieder richtig auszieht.

„Die hygienische Händedesinfektion ist eines der wichtigsten Maßnahmen, um eine Infektion mit Krankenhauskeimen zu vermeiden. Bevor unsere Studenten ins Praktikum gehen, wollten wir ihnen unbedingt die Grundregeln der Hygiene in Gesundheitseinrichtungen in Theorie und Praxis zeigen“, so Strametz.

Ein ausführlicher Vortrag von Prof. Dr. med. Thomas Weber, Facharzt Innere Medizin & Arbeitsmedizin mit Praxis in der Wilhelm Freseniusklinik in Wiesbaden, rundete das Themengebiet „Arbeitsschutz im Krankenhaus“ ab.

Weil Nadelstichverletzungen nach wie vor zu den relevantesten Gefährdungen im Gesundheitsbereich zählen, wurde auch dieses Themengebiet in Theorie und Praxis vorgestellt. Dabei lernten die Studierenden Maßnahmen der Prävention von Nadelstichver- letzungen und Medizinprodukte zur Senkung des Stichrisikos kennen. Darüber hinaus erhielten sie eine Unterweisung zum adäquaten Umgang mit einer Nadelstichverletzung.

Eine aktive Mittagspause mit Gesprächen an den Ständen potenzieller Arbeitgeber rundete den Survival-Day ab. In einer Art Hausmesse stellten sich Unternehmen aus den relevanten Gesundheitsbereichen vor (z.B. PwC, Techniker Krankenkasse, Barmer GEK, MLP, DKD Helios Klinik Wiesbaden, Gelenkzentrum Rhein-Main).

Darüber hinaus zeigte Dr. med. Andreas Erb in seinem Vortrag „Betriebliches Gesundheitsmanagement bei AbbVie“ auf, wie ein ehemals hoher Krankenstand minimiert und die Gesundheit der Mitarbeiter des Unternehmens nachhaltig verbessert werden konnte.

Prof. Dr. Joachim Ehrlich, Leiter des Bereichs Intensivmedizin und Elektrophysiologie des St. Josephs-Hospitals in Wiesbaden und 1. Vorsitzender des Vereins Hand aufs Herz legte in seinem Vortrag zum „Plötzlichen Herztod“ dar, mit welch einfachen Maßnahmen Patienten mit Herzstillstand diesen überleben können.

Corinna Friedl von PriceWaterhouseCoopers fokussierte in ihrem Beitrag „Jahresabschlüsse der Krankenhäuser“ die Problematik des ökonomischen Überlebens von Krankenhäusern anhand der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen.

Dr. Jörn Oeltze von der DKD Helios Klinik Wiesbaden rundete die Vortragsreihe mit einem Beitrag „Hygiene - die Herausforderung unseres Jahrzehnts“ eindrucksvoll ab, in dem die tagesaktuelle Problematik von multiresistenten Erregern wie MRSA oder dem MERS-Coronavirus aber auch hochinfektiöser Erkrankungen wie Ebola aufgegriffen wurden.

„Auch unser zweiter Survival-Day war ein voller Erfolg. Referenten, Studierende und Aussteller waren gleichermaßen zufrieden. Sowohl das sich anschließende Krankenpflegepraktikum von zwei Monaten Dauer als auch diese Vorbereitungsveranstaltungen stellen einen hohen Mehrwert in der Ausbildung der Studierenden dar“, so Strametz.

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