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Survival-Day an der Hochschule RheinMain

28.01.201518:44 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Survival-Day an der Hochschule RheinMain
Angehende Gesundheitsökonomen lernten alles rund um Hygiene und Arbeitsschutz im Krankenhaus
Angehende Gesundheitsökonomen lernten alles rund um Hygiene und Arbeitsschutz im Krankenhaus

(openPR) Angehende Gesundheitsökonomen erlebten eindrucksvollen Praxistag zum Thema Hygiene, Impfungen und mehr

Wiesbaden, Januar 2015 (pl) – Erstmals organisierte die Wiesbaden Business School der Hoch-schule RheinMain einen Survival-Day für die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Gesundheitsökonomie. Dieser praxisorientierte Informations- und Ausstellungstag rund um die Themen Schutz durch Hygiene, Impfungen und persönliche Schutzausrüstung am Montag, den 26. Januar, kam bei Studierenden, Ausstellern und Professoren gleichermaßen gut an.



„Ich hätte nie gedacht, dass man bei einer Wiederbelebung so fest drücken muss.“ Wie dieser Studentin erging es beim Survival-Day an der Hochschule RheinMain vielen Studierenden des Bachelorstudiengangs Gesundheitsökonomie. Nach einer theoretischen Wiederholung der Herz-Lungen-Wiederbelebung am Morgen, durften alle Studenten an den neu erworbenen Wiederbelebungspuppen selbst Hand anlegen. Durch ein USB-Kabel mit PC und Leinwand verbunden, konnten die Studierenden direkt sehen, ob sie dabei alles richtig machten. Neben dem Echtzeitfeedback wurden die Ergebnisse computergestützt ausgewertet und den Teilnehmern als elektronisches Feedback ausgehändigt.

„Auch Praktikanten können in die Situation kommen bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung eines Patienten mithelfen zu müssen. Daher zeigen wir unseren Studierenden den weltweit gültigen Standard der innerklinischen Reanimation, damit sie im Notfall sofort die richtigen Maßnahmen ergreifen können“, so Prof. Dr. med. Reinhard Strametz, Professor für „Medizin für Ökonomen“ an der Hochschule RheinMain und Hauptorganisator der Veranstaltung.

Station zwei des Praxisparcours war dem Thema Brandschutz vorbehalten.
Am Vormittag hatte bereits Hans-Günther Fath von der Scivias Caritas gGmbH zum Thema referiert und Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes sowie der Brandbekämpfung in Gesundheitseinrichtungen vorgestellt. Jetzt durften die Studierenden ein eigens zu Übungszwecken „gelegtes“ Feuer auf dem Campus der Hochschule löschen. „Notruf absetzen, Feuerlöscher entsichern, Feuerlöscher testen, Feuer stoßweise löschen“. Die Grundregeln konnten von den Studierenden schnell umgesetzt werden.

Wie lange dreißig Sekunden sein können und dass man trotz sorgfältiger Desinfektion häufig trotzdem noch Keime auf den Händen findet, erfuhren die Studierenden an der dritten Station des Tages. Darüber hinaus zeigte Joachim Stark von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eindrucksvoll wie man Schutzkleidung richtig an und zum Bei-spiel Schutzhandschuhe wieder richtig auszieht.

„Die hygienische Händedesinfektion ist eines der wichtigsten Maßnahmen, um eine Infektion mit Krankenhauskeimen zu vermeiden. Bevor unsere Studenten ins Praktikum gehen, wollten wir ihnen unbedingt die Grundregeln der Hygiene in Gesundheitseinrichtungen in Theorie und Praxis zeigen“, so Strametz.

Ein ausführlicher Vortrag von Prof. Dr. med. Thomas Weber, Facharzt Innere Medizin & Arbeitsmedizin mit Praxis in der Wilhelm Freseniusklinik in Wiesbaden, rundete das Themengebiet „Arbeitsschutz im Krankenhaus“ ab.

Weil Nadelstichverletzungen nach wie vor zu den relevantesten Gefährdungen im Gesundheitsbereich zählen, wurde auch dieses Themengebiet in Theorie und Praxis vor-gestellt. Dabei lernten die Studierenden Maßnahmen der Prävention von Nadelstichver-letzungen und Medizinprodukte zur Senkung des Stichrisikos kennen. Darüber hinaus erhielten sie eine Unterweisung zum adäquaten Umgang mit einer Nadelstichverletzung.

Eine aktive Mittagspause mit Gesprächen an den Ständen potenzieller Arbeitgeber rundete den Survival-Day ab. In einer Art Hausmesse stellten sich Unternehmen aus den relevanten Gesundheitsbereichen vor (z.B. MLP, PwC, AOK, DAK, IKK Südwest, Abbvie). Darüber hinaus zeigte Dr. med. Andreas Erb in seinem Vortrag „Betriebliches Gesundheitsmanagement bei AbbVie“ auf, wie ein ehemals hoher Krankenstand
minimiert und die Gesundheit der Mitarbeiter des Unternehmens nachhaltig verbessert werden konnte.

„Unser erster Survival-Day war ein voller Erfolg. Referenten, Studierende und Aussteller waren gleichermaßen zufrieden. Sicherlich wird es für die kommenden Jahrgänge eine ähnliche Veranstaltung geben“, so Strametz.

Die Hochschule RheinMain möchte sich an dieser Stelle bei allen Referenten, Ausstellern, Studierenden, Teilnehmern und sonstigen Beteiligten des Survival-Days bedanken.
Insbesondere auch bei der Stiftung Gesundheitsstadt Wiesbaden, die die Anschaffung einer Wiederbelebungspuppe finanziell ermöglichte.



Hintergrund
Das Gesundheitssystem sowie die involvierten Unternehmen der Gesundheitswirtschaft stehen vor einer Zukunft komplexer Herausforderungen. Mit einer älter werdenden Gesellschaft, steigenden Gesundheitsausgaben und knappen öffentlichen Kassen wächst der Bedarf an hochqualifizierten Ökonomen in diesem Segment stetig.

Die Hochschule RheinMain hat sich diesen Herausforderungen gestellt und den Bachelorstudiengang Gesundheitsökonomie völlig neu konzipiert und im Juni 2013 akkreditiert. Auf akademischem Niveau bilden wir seitdem Prozessmanager für das Gesundheitswesen aus, die an der Nahtstelle zwischen Ökonomie und Patientenversorgung ihr Arbeitsfeld haben werden.

Pflegepraktikum
Im Rahmen dieses Studiengangs ist zwischen dem dritten und vierten Semester ein zweimonatiges Pflegepraktikum vorgesehen. Während dieses Praktikums erhalten die Studierenden wertvolle Einblicke in die Praxis und in die Arbeit am Patienten. Sie lernen gesetzliche Bestimmungen und normative Anforderungen kennen, helfen bei gesundpflegerischen Tätigkeiten und nehmen an der Visite teil.

Impfschutz und mehr
Da die Tätigkeiten im Rahmen eines Pflegepraktikums auch immer mit einer Infektionsgefähr-dung einhergehen, stellt die Hochschule RheinMain im Vorfeld für alle Studierenden eine ar-beitsmedizinische Vorsorge nach ArbMedVV sicher und kommt für die Kosten empfohlener Impfungen auf (z.B. Hepatitis A, Hepatitis B, Influenza).

Im Rahmen dieser Vorsorge wurde der Survival-Day zur Belehrung in den Themengebieten Arbeitssicherheit, Brandschutz, Hygiene, Vermeidung von Nadelstichverletzungen u.a. genutzt.

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