(openPR) München / Verbier, 3. August 2015 – Das 22. Verbier Festival ging am gestrigen Sonntag zu Ende. Die besten Klassik-Künstler unserer Zeit haben sich im Herzen der Alpen getroffen, um unvergessliche Musikmomente mit dem Publikum zu teilen und ihr Wissen an die von überall auf der Welt angereisten jungen Musiker weiterzugeben. Das Festival hat insgesamt 41.000 Besucher nach Verbier gelockt. Bilanz eines gelungenen Musikevents.
Bei milder Witterung ging gestern Abend das Verbier Festival nach 17 Tagen ununterbrochener Musik zu Ende. Maestro Charles Dutoit oblag die Ehre, das Festival mit einem Konzertabend zu beenden, der den großen ungarischen Komponisten Franz Liszt und Béla Bartók gewidmet war. Die Organisatoren schätzen die Besucherzahlen insgesamt auf 41.000. 11.000 davon haben an den Gratisveranstaltungen teilgenommen.
Mehrere Konzerte haben diese 22. Ausgabe geprägt: Esa-Pekka Salonen und Joyce DiDonato haben das Festival am 17. Juli bravourös eröffnet. Valery Gergiev (23. Juli) hat der im Mai 2015 verstorbenen russischen Tänzerin Maïa Plissetskaïa einen mitreißenden Tribut gezollt, indem er Ravels „Boléro“ spielen ließ, während auf der Leinwand Maïa Plissetskaïa die Choreographie von Maurice Béjart tanzte. Thomas Quasthoff (24. Juli) hat sich seiner ersten Herausforderung in der Rolle als Orchesterchef gestellt und gemeinsam mit dem RIAS Kammerchor eine wunderschöne „Matthäus-Passion“ aufgeführt. Sopranistin Angela Gheorghiu und Gitarrist Miloš Karadaglic (25. Juli) haben die Zuhörer mit ihrem Talent in den Bann gezogen, während das Publikum in der Kirche bewegt war vom Rezital des heute 91-jährigen großen Pianisten Menahem Pressler. Das rasante Spiel von Khatia Buniatishvili hat den Saal in Erstaunen versetzt. Parallel zu den gebührenpflichtigen Konzerten hatten die öffentlichen Proben der Orchestras und des Music Camp sowie die Meisterklassen der Academy großen Erfolg, allen voran die der Oper gewidmeten von Tim Caroll, die dem Gesang gewidmeten von Thomas Quasthoff und die Meisterklasse von András Schiff, allesamt erinnerungswürdige Ereignisse des diesjährigen Festivals.
Was die Besucherzahlen betrifft, ist die Bilanz dieser 22. Ausgabe mit 30.000 verkauften Karten – davon 39% während des Festivals – erfreulich. Kim Gaynor, Verwaltungsdirektorin des Verbier Festivals, erklärt: „Obwohl die Ticketpreise nicht gestiegen sind, verursacht der starke Schweizer Franken Mehrkosten für die Bewohner der Eurozone, die 20 bis 30% unseres Publikums ausmachen. Wir hatten schon mit einem leichten Rückgang der Besucherzahlen gerechnet und vor mehreren Monaten entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um das wirtschaftliche Wohlergehen des Festivals zu gewährleisten.“
Einen positiven Faktor gilt es auch in diesem Jahr hervorzuheben, nämlich den erneuten Andrang der Zuhörer aus der Region – Wallis und französischsprachige Schweiz –, für die das Verbier Festival immer mehr zu einem Pflichttermin im Sommer wird. „In der Gemeinde Bangis wurde viel für die Veranstaltung geworben, sodass nun immer mehr Einwohner regelmäßig das Festival besuchen“, freut sich Eloi Rossier, Gemeindepräsident von Bangis.
Die Fangemeinde des Verbier Festivals kennt keine geographischen Grenzen. Die Zahl der Zuschauer, die das Festival im Internet verfolgen, wird immer größer. Dieses Jahr haben die auf Medici.tv übertragenen Konzerte jegliche Rekorde gebrochen. Das Konzert von Valery Gergiev wurde von 34.000 Fernsehzuschauern gesehen (Rekordhalterin war bis dahin Martha Argerich, die vor drei Jahren 22.100 Zuschauer vor den Bildschirm brachte). Zudem bewirkte eine breit angelegte Kommunikationskampagne in den sozialen Netzwerken einen Anstieg der Facebook-Fans auf 10.000 (das entspricht einem Anstieg von fast 15% seit Festivalbeginn) und mehr als 8.000 Twitter-Follower.
Das gesamte Team des Verbier Festivals freut sich schon jetzt auf das Wiedersehen mit dem Publikum im nächsten Jahr, vom 22. Juli bis 7. August 2016.
Alle Informationen über das Verbier Festival finden Sie auf verbierfestival.com

