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Was spricht eigentlich gegen eine Staatspleite von Griechenland?

24.07.201508:48 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Ein Statement zur Griechenland-Krise von Finanzexperte Ullrich Angersbach. Der selbstständige Marketing Coach und Vertriebsberater für Fondsmanagement-Gesellschaften wägt die Vor- und Nachteile für eine Staatspleite von Griechenland ab.

Griechenland ist seit seiner Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1829 bereits 5 Mal Pleite gegangen. Im Vergleich: Deutschland hat es schon zu 8 Staatspleiten und Spanien gar schon zu 13 gebracht. Staatspleiten sind weltweit nichts Unübliches und führen erstmal dazu, dass ein solches Land keine neuen Schulden machen kann. Was sollte daran so schlecht sein? Wer mehr Schulden hat als er tragen kann, warum sollte er noch mehr Schulden auf sich nehmen? Sicherlich: Ein Staat, der seine Gläubiger nicht bezahlen kann, verursacht erstmal Enttäuschung und Leid. Aber ist diese Not nicht der Anfang der Heilung?



Konkursverschleppung gilt bei Wirtschaftsunternehmen aus gutem Grund als Straftatbestand. Warum sollte also Griechenland mit immer neuen Krediten (gegen Sparauflagen) zahlungsfähig gehalten werden? Wer handelt unverantwortlicher: Der der Kredite aufnimmt, die er nicht tragen kann oder der der solche Darlehen gewährt?

Ist es nicht viel besser, wenn allen Mitgliedsstaaten der Eurozone klar ist, dass man sich wie in jedem anderen Club an Verträge zu halten hat oder das Ende seiner Mitgliedschaft riskiert?

Finanzexperte Angersbach: Griechenland könnte sich selbst aus der Schuldenfalle befreien

Griechenland kann man nicht wie ein Wirtschaftsunternehmen nach einer Pleite einfach liquidieren. Aber man kann Staatseigentum verkaufen und damit Schulden abtragen. Auch können Gläubiger Schulden teilweise erlassen oder stunden, um so wenigstens einen Teil der Ausstände zu retten.

Ein Staat kann auch Reformen auf den Weg bringen, die seine Wirtschaft leistungsfähiger macht und so die Steuerbasis nachhaltig verbessert. All das wurde seit 2008 versucht. Doch die Staatsschulden stiegen trotz einem gewährten Schuldenschnitt weiter und das Bruttoinlandsprodukt sank seitdem um mehr als 20%. Auch die Arbeitslosigkeit erreichte mit über 25% neue Rekordhöhen. Ist es dann nicht verständlich, dass das griechische Volk sich mehrheitlich gegen weitere Lasten zur Wehr setzt?

Ullrich Angersbach: Ohne Euro wäre Griechenland schneller wieder konkurrenzfähig

Geopolitisch ist Griechenland wichtig. Als NATO-Mitglied sichert es eine Flanke Europas. Flüchtlinge aus den Krisengebieten stranden oft erst dort. Auch werden in Griechenland Gasvorkommen vermutet, die mit denen von Libyen vergleichbar sein sollen. So wäre Europa sowohl von Russland als auch vom Nahen Osten energiepolitisch weniger abhängig. All das spricht dafür, Griechenland in der EU zu halten. Aber ohne Euro wären sie als ein Land, das vom Tourismus und der Landwirtschaft lebt, schneller wieder konkurrenzfähig und könnten nach einer Staatspleite bald wieder ihr eigenes Schicksal bestimmen. Doch kann eine Regierung, die ihr Land in eine Staatspleite führt, überleben?

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