(openPR) Betrachtete man das Treiben des Menschentiers auf der Erde als ein Experiment, das höhere Mächte mit den herrschenden Bewohnern dieser kleinen Kugel im Sonnensystem anstellen, käme man wohl zu dem Ergebnis, daß entweder die Experimentatoren Vabanque spielen, gemeine Sadisten sind, oder sie die Kontrolle über ihren Versuch verloren haben. Was die Alphatiere der Menschheit mit ihrer Macht inszenieren, könnte man als absurdes Theater bezeichnen, wenn sie dabei nicht so viel Leid und Elend erzeugten und letztlich die Existenz unserer Art aufs Spiel setzten. Es scheint tatsächlich nur noch die Frage zu sein, ob sich das Menschentier mit seiner hochintelligenten Dummheit selbst abschafft oder ob es vorher schon von den Naturkräften, die unsere Erdkugel immer noch zu einem gefährlichen Wohnort für Lebewesen machen, vernichtet wird.
"Der Mensch ist ein Seil," definierte einst Friedrich Nietzsche, der große Philosoph, "geknüpft zwischen Tier und Übermensch – ein Seil über einem Abgrunde." Von diesem Abgrund ist in dem Aphorismenbändchen von Prof. Querulix die Rede.
Genau an diesem Abgrund stehen wir gegenwärtig wieder einmal und blicken hinab in die Tiefe des Menschen(un)wesens. Was wir da zu sehen bekommen, bringt uns nicht gerade ins Schwärmen: Unverstand re-giert die Welt. Der Verstand stellt ihm dazu die Mittel und Methoden zur Verfügung und die Vernunft steht nur klagend und trauernd daneben.
Die Weltbühne präsentiert Tragödien am Fließband: Kriege um des rechten Glaubens Willen, Kriege um Rohstoffquellen, Kriege der Machtdemonstration wegen, Währungskriege, hinterlistige Versuche, über Handelsabkommen die gesetzgeberische Souveränität anderer Staaten zu unterlaufen, die Europäische Währungsunion geht an der Unfähigkeit der Politiker zugrunde, sich an selbst gesetztes Recht und Gesetz zu halten, Menschen opfern die Gesundheit und das Lebensglück ihrer Mitmenschen der Profitgier, und zu allem Überfluß plagt uns „eines der scheußlichsten Symptome neoliberalen Irrsinns: der Schwanz der Finanzwirtschaft wedelt mit dem Hund der Realwirtschaft.“ (Prof. Querulix)
Wo es in der Menschenwelt langgeht, bestimmt immer noch das Menschentier der Vorzeit, das nach wie vor tief im Menschen steckt. Wie eh und je ist dieser alte Adam ständig auf der Suche nach Lebensraum, Freßbeute und Sexualpartnern, wenn er sich nicht gerade auf die faule Haut legt, sich vielleicht von Mitmenschen bedienen läßt, die er sich unterworfen hat. Nach wie vor ist er ständig mit der Sorge um seinen Rang im Rudel und mit der Verteidigung alter sowie der Eroberung neuer Beute und Reviere beschäftigt.
"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet", hat George Orwell einmal geschrieben, "dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen". Möge der Inhalt dieses Bändchens die Leserinnen und Leser anregen, vielleicht auch aufregen, möge er ihnen neue Blickpunkte eröffnen, ihnen das eine oder andere Aha-Erlebnis vermitteln, sie nachdenklich stimmen, ihren kritischen Geist zum Mit- und Weiterdenken ermutigen, ihre eigenen Erfahrungen bestätigen oder widerlegen.
Prof. Querulix: Im freien Fall – Oh je, was intelligente Dummheit doch vermag! (ISBN 978-3-943788-22-8) eBook, 136 S., 9,95 Euro nur beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de).
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