(openPR) RAVENBSBURG – Gleich zwei Jubiläen gab es im Haus St. Meinrad in Ravensburg zu feiern: Die Einrichtung besteht seit 50 Jahren, seit zehn Jahren ist der Neubau in Betrieb. 80 Dauerpflegeplätze sowie 16 Heimgebundene Wohnungen stehen im Haus der Liebenau – Leben im Alter (Stiftung Liebenau) für ältere Menschen zur Verfügung. Die Einrichtung bildet laut Erstem Bürgermeister Hans Georg Kraus einen wichtigen Bestandteil der Versorgung älterer Mitbürger in Ravensburg.
Zahlreiche Gäste kamen
Zahlreich waren die Gäste, die bei hochsommerlichen Temperaturen im Schatten der hohen Bäume und im offenen Festzelt neben dem Haus St. Meinrad feierten: Verantwortliche des Trägers und der Stadt Ravensburg sowie Bewohner, Angehörige und Ehrenamtliche. Gerhard Schiele (Geschäftsführer Liebenau – Leben im Alter) zeigte die Geschichte des Hauses auf. Vor einem halben Jahrhundert wurde das Gebäude vom Caritasverband der Diözese Rottenburg eingeweiht. "Es war konzipiert für rüstige Senioren im Ruhestand mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis, die sich hier versorgen lassen konnten", schilderte er.
An Pflegebedürftigkeit dachte man damals noch nicht. Bereits 1990 gab es neben den rüstigen Bewohnern bereits 40 Prozent Pflegebedürftige. Sanierungsfähig war der überwiegend aus Beton bestehende und mit atomsicherem Luftschutzbunker ausgestattete Bau nicht.
Stadt dankbar über Engagement
Die ersten Planungen für den Neubau St. Meinrad starteten schon bald nach der Übernahme durch die Stiftung Liebenau im Jahr 1990. Mit Einführung der Pflegeversicherung kam ab 1996 das Landespflegegesetz zum Tragen, mit dessen Hilfe der Neu- und Umbau von Altenheimen gefördert wurde. Bis zur Einweihung des neuen Hauses sollten noch einmal zehn Jahre ins Land ziehen.
Hans Georg Kraus (Erster Bürgermeister der Stadt Ravensburg) erinnert sich an die Planungsphase, die verbunden war mit dem Kampf etwa um Genehmigungen und Zuschüsse. "Im neuen Haus herrscht ein guter Geist", lobte er nicht nur das Engagement der Fachkräfte, sondern auch der Ehrenamtlichen. Er betonte, wie wichtig der Einsatz der Stiftung Liebenau und anderer freier Träger für die Stadt Ravensburg sei. Vor allem auch, wenn neue Wege beschritten werden, wie etwa beim Quartiersprojekt Galgenhalde mit dem Rahlentreff als zentrale Anlaufstelle. Erfahrungen aus den "Lebensräumen für Jung und Alt" werden hier auf einen gesamten Stadtteil übertragen. Im Rahmen dieser sozialraumorientierten Altenhilfe sind die Angebote der Sozialstation St. Anna sowie vom Haus St. Meinrad wichtige Bestandteile. Zu den Partnern gehört neben der Liebenauer Altenhilfe, die Stadt Ravensburg sowie der Bau- und Sparverein Ravensburg.
Menschen geben Halt
Einrichtungsleiter Martin Beha schilderte, wie sich die Mitarbeiterschaft im Laufe der 50 Jahre entwickelt hat. 1966 gab es im Haus neben der Oberin vier Pflegeschwestern, eine Krankenschwester sowie vier bis sechs "Mädchen" als Hilfskräfte. Heute hat das Haus St. Meinrad den höchstmöglichen Personalschlüssel mit rund 80 Mitarbeitern, die die Bewohner versorgen: von Altenpflegern, Pflegehelfern und Alltagsbetreuern bis hin zu Mitarbeitern der Hauswirtschaft und der Küche - alle hoch qualifiziert. Pflegeplanungen und Expertenstandards gehören zu ihrem Berufsalltag, für den sie regelmäßig vom Träger geschult werden. Den ökumenischen Gottesdienst gestalteten Pfarrer Reinhold Hübschle, Pfarrerin Gabriele Mack und der "Posaunenchor der Johannesgemeinde Weststadt". Pfarrerin Mack meinte in Anlehnung an die Bergpredigt: "Wer hier im Haus St. Meinrad wohnt, muss keine Angst haben. Denn das Leben hier ist auf Fels gebaut. Hier gibt es Menschen, die mir Halt geben."
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Info:
Das Haus St. Meinrad bietet 74 Dauer- und 6 Kurzzeitpflegeplätze in drei Wohngruppen. Im oberen Stockwerk befinden sich 16 Heimgebundene Wohnungen mit 1,5 bis 3 Zimmer für Senioren, die selbstständig leben möchten, aber die Sicherheit durch die Nähe zum Altenpflegeheim schätzen. Rund 60 Ehrenamtliche engagieren sich im Haus St. Meinrad.
www.altenhilfe-liebenau.de
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