(openPR) MECKENBEUREN-LIEBENAU – Einblick in andere Lebenswelten: Unter diesem Motto haben Auszubildende der Rolls-Royce Power Systems AG einen "sozialen Tag" in der Stiftung Liebenau verbracht und hautnah erlebt, wie dort Menschen mit Behinderung arbeiten. Ein Besuch, der bei den Azubis bleibende Eindrücke hinterlassen hat.
Die Berührungsängste waren schnell passé
"Mal was ganz anderes" – "Eine komplett neue Erfahrung" – "Sehr interessant". Mit diesen Worten fassten die acht Azubis am Ende ihre Erlebnisse zusammen. Im Rahmen der Pädagogischen Maßnahme zur Persönlichkeitsbildung, kurz PMP, waren sie nach Liebenau gekommen, um einmal über den normalen Ausbildungsalltag hinaus zu blicken und Lebenswelten kennenzulernen, die den meisten von ihnen bisher ganz fremd gewesen waren. Was heißt das überhaupt: Leben mit einem Handicap?
Persönliche Begegnungen schaffen
"Ziel dieses Tages war es, Begegnungen und Interaktionsmöglichkeiten zu schaffen", erklärt Doris Kaiser von den Liebenauer Arbeitswelten. Und Zeit für Gespräche, Zeit, um mehr über die Menschen in Liebenau, ihre Arbeit und ihr Umfeld zu erfahren, gab es genug. Einen ganzen Tag lang waren die Azubis zu Besuch. Die einen in verschiedenen Bereichen der Liebenauer Arbeitswelten, wie zum Beispiel in der Verpackung oder der Gärtnerei, die anderen im Förder- und Betreuungsbereich. So bekamen sie hautnah einen Einblick in den beruflichen Alltag von Menschen mit Behinderung.
"Es ist toll, was die Mitarbeiter sich alles einfallen lassen"
Beeindruckt seien sie gewesen – von dem Umgang der Bewohner mit ihrem Handicap, von ihren Lebensgeschichten, davon dass die Arbeit an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst ist – und auch von der Arbeit der Betreuer: "Man sieht so erst, wie viel Arbeit dahinter steckt.", sagt die angehende Industriekauffrau Lorena Stark. Ob es auch Berührungsängste gab? Zum Teil, das geben die Azubis zu. Eine kleine Hemmschwelle sei schon da gewesen. Aber die anfänglichen Unsicherheiten waren schnell verflogen. Ausgesprochen offen seien sie empfangen worden, wie die Azubis unisono berichteten.
Sinnvolle Kooperation
Nicht zum ersten Mal haben Azubis von Rolls-Royce Power Systems AG diese Erfahrungen hier machen dürfen. Schon seit mehreren Jahren kooperiert das Friedrichshafener Unternehmen mit der Stiftung Liebenau. Auch dort sieht man derartige Projekte positiv. "Es ist die einzig sinnvolle Form, miteinander richtig in Kontakt zu kommen", betont Ausbilder Knut Herold, der die Azubis an diesem Tag begleitet. Er ist sich sicher, dass der Tag in Liebenau bei den Auszubildenden nachwirkt: "Diese persönlichen Begegnungen bleiben im Gedächtnis haften."
_________________________________________













