(openPR) MECKENBEUREN – Eine Delegation aus Bulgarien besuchte zwei Tage lang die Stiftung Liebenau. Ziel des Besuches war, den bulgarischen Gästen konkrete Einblicke in die duale Berufsausbildung zu geben und auf die Übertragbarkeit in bulgarische Verhältnisse zu überprüfen. Die Stiftung Liebenau initiiert zusammen mit dem bulgarischen Verband sozialer Nichtregierungsorganisationen (FSSB) die duale Ausbildung in Bulgarien. Der Bezug der Stiftung Liebenau zu Bulgarien besteht über das Bulgarisch-Deutsche Sozialwerk St. Andreas, an dem die Stiftung Liebenau beteiligt ist.
Einblick in duale Berufsausbildung
Im Zentrum des Besuchs standen die Ausbildungen zum Heilerziehungspfleger und zum Altenpfleger. Im Altenpflegeheim in Brochenzell und in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung informierten sich die Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Arbeit und Soziales und der für neue Berufe zuständigen bulgarischen Behörde über die Anforderungen des jeweiligen Berufes.
Qualität der sozialen Berufe erhöhen
Anliegen des Bulgarisch-Deutschen Sozialwerks St. Andreas ist es, die Qualität der sozialen Berufe in Bulgarien zu erhöhen. Momentan arbeiten in den bulgarischen Einrichtungen vielfach ungelernte Kräfte oder Mitarbeiter, die einen sechsmonatigen Kurs absolviert haben. In Baden-Württemberg lernt man den Beruf des Altenpflegehelfers in einem Jahr, den Beruf des Altenpflegers in drei Jahren. Ein Heilerziehungspfleger, der in der Behindertenhilfe arbeitet, hat ein einjähriges Vorpraktikum und anschließend eine dreijährige Ausbildung zu absolvieren.
Export kommt den betreuten Menschen zugute
An dem Treffen nahmen auch Vertreter des ebenfalls besichtigten Instituts für Soziale Berufe Ravensburg teil, dessen Ausbildungsform in Bulgarien als Vorbild dienen könnte. "Der "Export" der dualen Ausbildung – so der Wille der baden-württembergischen Landesregierung - ist auch aus dem Blickwinkel der Arbeitsmigration sinnvoll und kommt den betreuten Menschen zugute", erläutert Axel Sans, Vorstandsmitglied im Bulgarisch-Deutschen Sozialwerk. "Ausbildung in Bulgarien für Bulgarien" sei der Leitgedanke bei dem Austausch. Es wurden bereits weiterführende Gespräche in Bulgarien terminiert.
Das Bulgarisch-Deutsche Sozialwerk St. Andreas existiert seit 17 Jahren. Es wurde gegründet von der Stiftung Liebenau, der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn und der Metropolie von Varna und Veliki Preslav. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, in Bulgarien Dienste und Einrichtungen im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich aufzubauen und sie in christlichem Geist zu führen.
Mehr Informationen unter www.bulgarisch-deutsches-sozialwerk.de.
Infos zur Ausbildung in der Stiftung Liebenau unter www.ausbildung-stiftung-liebenau.de.
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