openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Börsen-Halbjahresbilanz 2015 jenseits der Griechenland-Krise

Bild: Börsen-Halbjahresbilanz 2015 jenseits der Griechenland-Krise
Tabelle: Entwicklung der Finanzmärkte im I. Halbjahr 2015
Tabelle: Entwicklung der Finanzmärkte im I. Halbjahr 2015

(openPR) Vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalationen in der Griechenland-Krise laufen Anleger Gefahr, sich viel zu stark auf die kurzfristigen Entwicklungen an der Börse zu fokussieren. Zum Ende des ersten Halbjahres lohnt es sich daher, den Blick wieder zu erweitern und eine erste Halbzeitbilanz zu ziehen.



Wie haben sich die einzelnen Börsensegmente im I. Halbjahr 2015 nun per Saldo entwickelt?

Wie man aus der Tabelle erkennen kann, war die Performance an den internationalen Aktienmärkten zumindest aus Sicht eines Euro-Anlegers per Saldo positiv. Zur Jahreshälfte führt Japan die Hitliste mit einer Performance von über 22 Prozent umgerechnet in Euro an. Aber auch DAX und EuroStoxx50 haben sich sehr erfreulich entwickelt, obwohl beide Indizes im Verlauf der ersten Jahreshälfte bereits deutlich höher notierten. Bemerkenswert ist, dass der US-Aktienmarkt in Lokalwährung leichte Verluste verzeichnen musste. Interessant ist auch, dass sich die BRIC-Staaten aus Sicht eines Euro-Anlegers sehr unterschiedlich entwickelt haben: China führt dieses Ranking vor Russland und Indien an, während Brasilien mit einer negativen Entwicklung das Schlusslicht bildet. Aufgrund der Euro-Schwäche gegenüber US-Dollar und Yen hat sich eine internationale Diversifikation durchaus gelohnt, wovon auch Gold-Anleger mit einem Plus in Euro von über 5 Prozent profitiert haben. Für Anleiheinvestoren, die schwerpunktmäßig in deutschen Staatsanleihen investiert sind, war das erste Halbjahr 2015 kein besonders erfreulicher Anlagezeitraum. So ist die 10-Jahres-Rendite der deutschen Bundesanleihe von 0,5% zum Jahreswechsel auf aktuell ca. 0,8% gestiegen. Hier zeigt sich der Grundsatz, dass Notenbanken die Finanzmärkte vielmehr mit Worten als mit Taten steuern. So hat das EZB-Anleihekaufprogramm mittlerweile keine positive Auswirkung mehr auf die Renditeniveaus in der Eurozone, obwohl es ja noch bis September 2016 läuft.

Mit welcher Taktik können sich Anleger nun für das zweite Halbjahr positionieren?

Aufgrund der erfreulichen Entwicklung an den Aktienmärkten lohnt es sich, nun die Anteile der einzelnen Assetklassen in einem Portfolio zu überprüfen. Gerade bei „Aktien-lastigen“ Depots ist der Aktienanteil im Normalfall seit dem Jahresbeginn gestiegen. Im Rahmen eines Rebalancing-Konzepts kann man diese erhöhte Gewichtung des Aktienanteils nun durch Teilgewinnmitnahmen abbauen und entweder am Rentenmarkt oder in andere Anlageformen umschichten. Dieser prognoseunabhängige Ansatz hat den Vorteil, dass man sich stets antizyklisch verhält. Auch haben andere Anlageformen zuletzt wieder an Attraktivität gewonnen: So sind Discount-Zertifikate mit einem Risikopuffer derzeit aufgrund der erhöhten Volatilität wieder eine äußerst interessante Depotbeimischung. Die aktuelle Dividendenrendite deutscher Aktien von durchschnittlich 3% erhalten Anleger auf Jahressicht auch mit einem DAX-Discount-Zertifikat, das mit einem Risikopuffer von etwa 20% ausgestattet ist. Durch die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar kann man das Rebalancing übrigens auch im Bereich der Fremdwährungen machen. Es ist zudem nicht unwahrscheinlich, dass die Outperformance der europäischen Aktienmärkte gegenüber den US-Aktien auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten wird. Die höheren Bewertungsniveaus von US-Aktien gegenüber europäischen Aktien sowie eine Leitzinsanhebung der US-Notenbank – sollte sich die US-Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte weiter erholen – sprechen zumindest dafür.

Welche Einschätzung gibt es zu den weiteren Auswirkungen der Griechenland-Krise auf die Finanzmärkte?

Zunächst muss man nüchtern feststellen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland aus dem Euro ausscheidet oder eine Staatsinsolvenz erleidet, zuletzt zugenommen hat und mittlerweile bei 50 Prozent eingeschätzt wird. Was bedeutet dies für die Märkte? Kurzfristig, solange die Unsicherheit über den Ausgang der Griechenland-Krise vorhanden ist, werden die Finanzmärkte noch höheren Kursschwankungen unterliegen. Mittelfristig, wenn sich ein Resultat abzeichnet, werden sich die Märkte sehr schnell damit arrangieren und sich wieder auf den fundamentalen Datenkranz konzentrieren – und zwar egal wie das Resultat aussieht. Aufgrund der Sicherungsmaßnahmen, die mittlerweile in der Eurozone eingerichtet wurden, sind Ansteckungsrisiken auf andere Euro-Teilnehmerstaaten durchaus beherrschbar. Eine Auswirkung hat sich zuletzt jedoch an den Devisenmärkten gezeigt: wenn immer die Wahrscheinlichkeit eines „Grexits“ zugenommen hat, hat dies den Euro im Außenwert gestärkt. Offensichtlich gehen die Investoren aktuell davon aus, dass der Euro ohne Griechenland wieder deutlich stärker werden würde als im Falle des Verbleibs von Griechenland in der Eurozone. Anleger sollten sicher jedoch weiterhin auf beide Szenarien vorbereiten und eine möglichst breite Diversifikation, auch im Bereich der Fremdwährungen, in ihrem Depot umsetzen.

Video:
Halbjahresbilanz 2015: Wie gehts weiter bei DAX & Co.?

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 860427
 1178

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Börsen-Halbjahresbilanz 2015 jenseits der Griechenland-Krise“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Valorvest Vermögensverwaltungsgesellschaft mbh & Co. KG

Bild: Aktienmarkt-Ausblick: Value versus Growth – Was ist 2020 der bessere Weg?
Aktienmarkt-Ausblick: Value versus Growth – Was ist 2020 der bessere Weg?
„Price is what you pay. Value is what you get.“ Das Zitat von Warren Buffet ist nahezu jedem Börsianer geläufig. Doch seit geraumer Zeit sitzt der Value-Investor mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway auf einem Berg von 128 Milliarden USD an liquiden Mitteln. Es wurde bereits viel darüber spekuliert, warum Buffet so viel Cash aufgehäuft hat. Sind Aktien bereits zu teuer? Oder ist sein valueorientierter Investmentstil einfach nicht mehr zeitgemäß, haben doch die US-Internetgiganten zuletzt besser performt als klassische Substanzw…
Bild: Sozial aktiv: valorvest unterstützt mehrere Projekte
Sozial aktiv: valorvest unterstützt mehrere Projekte
Mit einem Gesamtbetrag von 15.000 Euro engagiert sich valorvest auch dieses Jahr wieder im sozialen Bereich. Im Vordergrund steht dabei erneut die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Zwei Projekte des Vereins „Adler helfen Menschen e.V.“ mit dem Fokus auf die Unterstützung notleidender oder unschuldig in Not geratener Menschen werden durch die diesjährige Spende weiterhin finanziert. Zum Einen ermöglichen wir der evangelischen Jugend Pfalz wieder die Durchführung des alljährlichen Zeltlagers in Friedelsheim. 30 Kinder und Jugendliche…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Unerwartet früher Erfolg für Apodixi GmbH i.G. - Griechenland sehen und dabei helfen - und die Ärzte der WeltBild: Unerwartet früher Erfolg für Apodixi GmbH i.G. - Griechenland sehen und dabei helfen - und die Ärzte der Welt
Unerwartet früher Erfolg für Apodixi GmbH i.G. - Griechenland sehen und dabei helfen - und die Ärzte der Welt
Frankfurt/M, 18.11.2013 – Früher als gedacht hat das Reisebüro Apodixi GmbH i.G. die ersten Spenden an die Ärzte der Welt e.V. in München überweisen können. Was als Designtest der Internetseite apodixi.de unter Facebook-Freunden und ein paar Flyern begonnen hat, verbreitet sich über das Netz und trägt so überraschend schnell die ersten Früchte. Mit dem Slogan „Apodixi – Griechenland sehen und dabei helfen“ wirbt das Reisebüro um Touristen für das von der Euro-Krise gebeutelte Griechenland. Für jede Flugbuchung nach Griechenland spendet Apodi…
Bild: Mit Investitionen in Griechenland von der Krise profitieren
Mit Investitionen in Griechenland von der Krise profitieren
Diese Investitionschancen bietet die griechische Wirtschaftskrise für ausländische Investoren Die Wirtschaftskrise in Griechenland ist immer noch in aller Munde. Meist sind die Krise selbst und deren Ursachen die Themen der Medien, nicht jedoch die Chancen, die sich für ausländische Investoren in Griechenland bieten. Denn verlassen wir den Pfad der Ursachenforschung bieten sich plötzlich ungeahnte Potentiale in einem Land, das aus der Krise schon bald nur gestärkt hervorgehen kann. Als Mitglied der EU- und der Eurozone hat die griechische R…
Bild: Griechenland ist gerettet und hat wieder mehr SchuldenBild: Griechenland ist gerettet und hat wieder mehr Schulden
Griechenland ist gerettet und hat wieder mehr Schulden
Sehr geehrte LeserInnen! Eine durchwachsene Handelswoche an den Märkten liegt hinter uns. Einer kurzfristig kräftigen Korrektur ist ein schneller Anstieg gefolgt nachdem der Schuldenschnitt für Griechenland erfolgreich über die Bühne gegangen war. Griechenland scheint nun gerettet aber bereits jetzt wird schon über ein drittes Hilfspaket diskutiert, nachdem nicht einmal die Gelder für das aktuelle Paket fließen. 110 Mrd. Euro weniger und gleichzeitig 130 Mrd. Euro mehr an Schulden Für das Verschwinden von 110 Mrd. Euro zahlen die Griechen …
Bild: „Alles wird gut - nur weiß niemand, was bis dahin noch passiert“Bild: „Alles wird gut - nur weiß niemand, was bis dahin noch passiert“
„Alles wird gut - nur weiß niemand, was bis dahin noch passiert“
Hermann Kutzer beim 27. ChefCoach-Kamingespräch über Börse, Märkte und die Stolperfallen auf dem Weg nach oben. Hermann Kutzer bringt einiges auf die Waage. Nicht nur in körperlicher Hinsicht, auch in Sachen Börsen¬erfahrung. Am 18. Februar war der renommierte Wirtschaftsjournalist zu Gast beim 27. Kamingespräch der ChefCoach Unternehmensberatung GmbH im Stuttgarter Café Schlossblick. Der Referent sieht Deutschland mitten in einem kleinen Wirtschaftswunder. ¬ Krise? War da was? „Ich hätte selbst nie gedacht, dass es so schnell wieder aufwä…
Bild: Mit Investitionen in Griechenland von der Krise profitieren
Mit Investitionen in Griechenland von der Krise profitieren
Diese Investitionschancen bietet die griechische Wirtschaftskrise für ausländische Investoren Die Wirtschaftskrise in Griechenland ist immer noch in aller Munde. Meist sind die Krise selbst und deren Ursachen die Themen der Medien, nicht jedoch die Chancen, die sich für ausländische Investoren in Griechenland bieten. Denn verlassen wir den Pfad der Ursachenforschung bieten sich plötzlich ungeahnte Potentiale in einem Land, das aus der Krise schon bald nur gestärkt hervorgehen kann. Als Mitglied der EU- und der Eurozone hat die griechische …
KSK-Immobilien mit verbesserter Halbjahresbilanz: Corona hatte nur kurzfristig Einfluss auf Immobiliengeschäft
KSK-Immobilien mit verbesserter Halbjahresbilanz: Corona hatte nur kurzfristig Einfluss auf Immobiliengeschäft
Köln, 11.08.2020 Die Halbjahresbilanz der KSK-Immobilien, dem Immobilienmakler der Kreissparkasse Köln, indiziert, dass die Coronakrise bislang nur einen kurzfristigen Einfluss auf den Immobiliensektor hatte. Bereits zur Jahreshälfte liegen die Umsatzzahlen des größten Maklers im Rheinland mit einem Jahresobjektwert von rund 253,4 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 237,8 Millionen Euro) deutlich über dem Vorjahresniveau. Bereits Ende März hatte Matthias Wirtz, Leiter Research bei der KSK-Immobilien, prognostiziert, dass die rheinischen Immo…
Bild: SHB Immobilien-Fonds bieten Sicherheit und RenditeBild: SHB Immobilien-Fonds bieten Sicherheit und Rendite
SHB Immobilien-Fonds bieten Sicherheit und Rendite
München, den 05.09.2011 Die SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. setzt mit der Altersvorsorgefonds KG auf ein ausgewogenes Immobilienportfolio als stabilen Baustein der Zukunftssicherung. Turbulente Börsenkurse, Euro Krise und Inflationsangst: Mit SHB Immobilienfonds ist die Altersvorsorge in den besten Händen. So setzte das innovative Emissionshaus bereits 2006 mit der SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Altersvorsorgefonds KG auf ein Portfolio an langfristig vermieteten Immobilien und somit auf eine sinnvolle Absicherung durch Sach…
Bild: Deutschland beteiligt sich an Immobilien in GriechenlandBild: Deutschland beteiligt sich an Immobilien in Griechenland
Deutschland beteiligt sich an Immobilien in Griechenland
Die Krise der Hellenen könnte sich als günstige Einstiegschance für Investoren und den deutschen Staat entpuppen. Deutschland erwirbt durch seine geplante Beteiligung am griechischen Staatshaushalt gleichzeitig Immobilien in Griechenland. Eine Gelegenheit wie sie sonst nur private Unternehmer ergreifen und die Chance in der Krise sehen. Auch Griechenlands Top Manager greifen seit Anfang des Jahres bei Immobilienbeteiligungen und Aktien des eigenen Unternehmens beherzt zu, obwohl sie sich 2009 noch Reihenweise davon trennten. Robert Habel, Beg…
Kommentar zur Volksabstimmung in Griechenland
Kommentar zur Volksabstimmung in Griechenland
Spätestens nach den ersten Todesopfern bei den Athener Krawallen im Mai 2010 hätte die griechische Politik reagieren müssen. Und zwar darauf, dass man jahrzehntelanges politisches Fehlverhalten nicht ungestraft auf den Schultern der Bürger abladen kann. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht sagt ein altes Sprichwort. Und in Griechenland liegen bekanntlich schon einige Scherben im Staub. Von der EU hätte man erwarten können, dass die tatsächliche Lage Griechenlands schonungslos offen aufgedeckt wird und grundsätzliche Fragen beantw…
VACANDO startet die Aktion „Hilfe für Europa“
VACANDO startet die Aktion „Hilfe für Europa“
Zürich, 01.07.2010 – Der Online Ferienhaus-Marktplatz VACANDO ergreift die Initiative und will Europa aus der Krise helfen. Zusammen mit seinen Kunden will VACANDO die Tourismuswirtschaft der verschuldeten Nachbarländer ankurbeln und subventioniert daher jede Buchung einer Ferienunterkunft in eines der Krisenländer Griechenland, Spanien und Portugal mit 50 Euro. VACANDOs Krisenplan gegen die Verschuldung Europas Die Länder Südeuropas – neben Griechenland auch Spanien und Portugal - beherrschen seit einigen Wochen die Schlagzeilen der Zeitung…
Sie lesen gerade: Börsen-Halbjahresbilanz 2015 jenseits der Griechenland-Krise