openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Mit PREFERE zur besten Krebstherapie

29.06.201515:37 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Deutsche Krebshilfe und Krankenversicherungen investieren auch in Zukunft in bedeutende Prostatakrebsstudie

Bonn (svl) – Die Deutsche Krebshilfe und die gesetzlichen sowie privaten Krankenversicherungen halten an der wohl wichtigsten Studie zur Behandlung von Prostatakrebs im Frühstadium fest, da die Frage nach der besten Therapiemethode wissenschaftlich nicht geklärt ist. Damit unterstreichen sie die Notwendigkeit und Bedeutung einer der größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Onkologie.



Durch die PREFERE-Studie werden die vier gängigen Behandlungsmethoden bei frühen Formen von Prostatakrebs miteinander verglichen: das operative Entfernen der Prostata, die Bestrahlung von außen, die Behandlung des Tumors mittels dauerhaft in der Prostata platzierten Strahlenquellen - die sogenannte Brachytherapie - und die aktive Überwachung. Bisher gibt es weltweit keine ausreichenden Daten, um die am besten geeignete Behandlungsart zu belegen.

Der erste Zwischenbericht der PREFERE-Studienleitung nach den ersten beiden Studienjahren hatte die Deutsche Krebshilfe und die Krankenversicherungen, von denen die Studie mit erheblichen Mitteln finanziert wird, jedoch alarmiert: Trotz der hochinnovativen und ungeklärten Fragestellung war die Teilnehmerzahl nicht ausreichend. Eine der möglichen Ursachen: Adäquate Informationen zu PREFERE kamen nicht bei den Patienten an. Die Deutsche Krebshilfe und die Krankenversicherer fordern daher von der Ärzteschaft, bei Diagnose eines Prostatakarzinoms im Frühstadium die Patienten unvoreingenommen darüber aufzuklären, dass die Frage nach der besten Behandlungsmethode derzeit nicht zu beantworten ist. In diesem Zusammenhang soll adäquat über die PREFERE-Studie informiert werden.

„Nachdem uns zahlreiche Experten erneut bestätigt haben, dass die Frage nach der besten Therapie weiterhin offen ist, sehen wir uns als Deutsche Krebshilfe im Sinne der zahlreichen Patienten zur Klärung verpflichtet. Alle sollten mithelfen, diese wichtige Studie zum Erfolg zu führen. Mit PREFERE können wir mehr Sicherheit für den Patienten und die Ärzteteams schaffen“, meint Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Stiftung Deutsche Krebshilfe und Schirmherr der Studie.

Erstmals beteiligen sich an der Finanzierung einer klinischen Großstudie die Deutsche Krebshilfe als private Organisation und die Krankenversicherungen gemeinsam. Die Deutsche Krebshilfe stellt nun mit dem zweiten Förderbescheid einen weiteren Teilbetrag der grundsätzlich von ihr vorgesehenen Gesamtfördersumme von 13,5 Millionen Euro für die Studie bereit. Die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen beteiligen sich über die Gesamtlaufzeit der Studie mit 11,5 Millionen Euro. PREFERE wird zudem durch ein breites Bündnis des deutschen Gesundheitswesens getragen. Neben den Förderern unterstützen auch die Deutsche Gesellschaft für Urologie, die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie, der Berufsverband Deutscher Urologen, die Deutsche Krebsgesellschaft und der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe die PREFERE-Studie.

„Um das Ziel dieser wichtigen, auch gesundheitspolitisch bedeutsamen Studie zu erreichen, bedarf es einer hohen Beteiligung durch die Patienten, die allerdings sehr gut informiert und aufgeklärt werden müssen. Hier sind die behandelnden Ärzte, aber auch andere, beispielsweise Patientenorganisationen, gefordert. Wir werden die weitere Entwicklung der Studie mit einem sehr engmaschigen Controlling genau beobachten und gegebenenfalls auch die Information und Aufklärung der Patienten verstärken", sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe. In diesem Sinne sei in Zukunft auch ein enger Dialog mit der Ärzteschaft, insbesondere der Deutschen Gesellschaft für Urologie und dem Berufsverband Deutscher Urologen, vorgesehen.

„Wir rufen alle niedergelassenen Urologen und die infrage kommenden Patienten dazu auf, an PREFERE teilzunehmen“, sagt Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes und federführender Vertreter aller Kassenverbände. „Es ist sehr wichtig, dass die Studie von einem breiten Bündnis getragen wird. Dass sich der Berufsverband der Deutschen Urologen und die Deutsche Gesellschaft für Urologie weiter für den Erfolg der Studie einsetzen wollen, ist daher ein gutes Signal.“

Studienleitung:
Prof. Dr. Michael Stöckle, Direktor der Urologischen Klinik, Universitätsklinikum Homburg/Saar
Prof. Dr. Thomas Wiegel, Direktor der Klinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Ulm


Weitere Informationen zur PREFERE-Studie unter www.prefere.de.

Hintergrund-Information: Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes erkranken pro Jahr über 70.000 Patienten. Ein Großteil der Betroffenen hat einen lokal begrenzten Tumor. In diesem Fall kommen vier Behandlungswege infrage: das operative Entfernen der Prostata, die Bestrahlung von außen, die Behandlung des Tumors mittels dauerhaft in der Prostata platzierter Strahlenquellen, die sogenannte Brachytherapie, oder die aktive Überwachung mit regelmäßigen Kontrollen und der Einleitung weiterer Therapieschritte bei Fortschreiten der Krankheit.


Interviewpartner auf Anfrage!

Bonn, 29. Juni 2015

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 859905
 862

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Mit PREFERE zur besten Krebstherapie“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Krebshilfe

Bild: Darmkrebs: Frauen und Männer erkranken unterschiedlichBild: Darmkrebs: Frauen und Männer erkranken unterschiedlich
Darmkrebs: Frauen und Männer erkranken unterschiedlich
_Deutsche Krebshilfe stellt neues Projekt zu geschlechtersensibler Medizin vor_ Bonn/Dresden (ast) – Brauchen Frauen und Männer mit Darmkrebs unterschiedliche Therapien? Forschende des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT)/Universitäts KrebsCentrums (UCC) in Dresden gehen nun dieser bislang kaum beachteten Frage nach. Denn Darmkrebs ist nicht nur eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Er verläuft bei Frauen und Männern oft unterschiedlich, wird teils später erkannt und führt zu verschiedenen Nebenwirkungen bei der Be…
Bild: Deutsche Krebshilfe fördert bundesweit 25 PatientenkongresseBild: Deutsche Krebshilfe fördert bundesweit 25 Patientenkongresse
Deutsche Krebshilfe fördert bundesweit 25 Patientenkongresse
_Veranstaltungen erweitern kostenfreies und unabhängiges Informationsangebot der Organisation_ Bonn (mas) – Die Diagnose Krebs wirft viele Fragen auf. Krebspatientinnen und -patienten sowie Angehörige sind häufig verunsichert, haben Ängste oder Sorgen. Die Deutsche Krebshilfe steht Betroffenen in dieser Zeit mit Rat und Hilfe zur Seite. Neben ihrem telefonischen Informations- und Beratungsdienst – dem INFONETZ KREBS – und den Blauen Ratgebern sowie weiteren Patienteninformationen fördert die Deutsche Krebshilfe regionale Patientenkongresse –…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Die Klinik im LEBEN ist seit 15 Jahren kompetenter Begleiter für Biologische KrebstherapieBild: Die Klinik im LEBEN ist seit 15 Jahren kompetenter Begleiter für Biologische Krebstherapie
Die Klinik im LEBEN ist seit 15 Jahren kompetenter Begleiter für Biologische Krebstherapie
… und Angehörigen sitzt meist tief und wirkt lähmend auf die nächsten Handlungsschritte. Die Klinik im LEBEN ist seit 15 Jahren in Greiz / Thüringen auf Biologische Krebstherapie spezialisiert. Mit höchster Sensibilität für Körper, Geist und Seele sowie großer Fachkompetenz führen die zwei leitenden Chefärzte Dr. med. Uwe Reuter und Dr. med. Ralf Oettmeier …
Bild: Die personalisierte Krebstherapie.Bild: Die personalisierte Krebstherapie.
Die personalisierte Krebstherapie.
… und der Todesopfer sind kontinuierlich ansteigend. In den hochentwickelten Industrienationen mit leistungsfähigem Gesundheitswesen bietet die Schulmedizin zahlreiche Varianten für die Krebstherapie an. Sie basieren überwiegend auf Produkten der Pharmaindustrie, zu einem geringen Teil auf Extrakten der Pflanzenmedizin. Die Erfolge können nicht darüber …
Bild: Einladung zur Eröffnungs-Pressekonferenz des 64. DGU-Kongresses in LeipzigBild: Einladung zur Eröffnungs-Pressekonferenz des 64. DGU-Kongresses in Leipzig
Einladung zur Eröffnungs-Pressekonferenz des 64. DGU-Kongresses in Leipzig
Potenz erhalten, PREFERE starten, Patienten absichern Leipzig. Deutschlands Urologen starten ihre Präventions-Initiative, sie suchen 7600 Studienteilnehmer, sehen die medizinische Qualität in Deutschland in Gefahr, und sie engagieren sich für größere Patientensicherheit: Dies und mehr erwartet die Teilnehmer der Eröffnungs-Pressekonferenz der 64. Jahrestagung …
Bild: Prostatakrebs: Großstudie bewertet TherapienBild: Prostatakrebs: Großstudie bewertet Therapien
Prostatakrebs: Großstudie bewertet Therapien
… Maßstäbe Berlin/Bonn, 22. Januar 2013. Heute fiel der Startschuss zu einer der größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Onkologie – der sogenannten PREFERE-Studie. Hierbei werden erstmals die gängigen Behandlungsoptionen bei Frühformen von Prostatakrebs an rund 7.600 Patienten vergleichend untersucht. Rund 1.000 niedergelassene Urologen und Strahlentherapeuten …
Bild: Erste zertifizierte Fachklinik für Biologische Medizin/Krebstherapie in Deutschland: Klinik ProLebenBild: Erste zertifizierte Fachklinik für Biologische Medizin/Krebstherapie in Deutschland: Klinik ProLeben
Erste zertifizierte Fachklinik für Biologische Medizin/Krebstherapie in Deutschland: Klinik ProLeben
Die Biologische Krebstherapie unterstützt die Heilung durch den aktivierten Lebenswillen des Patienten als ganzheitliche Behandlungsmethode. Greiz: Pro Jahr erkranken ca. 350.000 Menschen in Deutschland an Krebs. Viele Betroffene fühlen sich trotz der hohen Krebs-Erkrankungsraten allein gelassen, ratlos, haben Zukunftsängste und quälen sich mit der Frage …
Bild: Pressekonferenzen auf dem 67. Urologen-Kongress in HamburgBild: Pressekonferenzen auf dem 67. Urologen-Kongress in Hamburg
Pressekonferenzen auf dem 67. Urologen-Kongress in Hamburg
… Krebsgesellschaft und Deutsche Krebshilfe in einer gemeinsamen Pressekonferenz über aktuelle Entwicklungen bei den beiden Großprojekten der Prostatakrebsforschung: der PROBASE-Studie und der PREFERE-Studie. Medienvertreter sind zu der Doppelveranstaltung am Donnerstag, 24. September 2015, 13.00 bis 14.30 Uhr im CCH, Saal 8 herzlich eingeladen. Die DGU-Eröffnungs-Pressekonferenz …
Bild: FPZ GmbH und Debeka schließen Vertrag zur innovativen Bewegungstherapie bei KrebserkrankungenBild: FPZ GmbH und Debeka schließen Vertrag zur innovativen Bewegungstherapie bei Krebserkrankungen
FPZ GmbH und Debeka schließen Vertrag zur innovativen Bewegungstherapie bei Krebserkrankungen
Köln / Koblenz, 03. Juni 2025 – Die FPZ GmbH und die Debeka Krankenversicherung haben einen wegweisenden Versorgungsvertrag zur FPZ KrebsTherapie geschlossen. Seit dem 12. Mai 2025 steht die evidenzbasierte Bewegungstherapie Vollversicherten der Debeka mit einer Lungen-, Brust-, Darm-, Prostata- oder Blutkrebserkrankung offen, die sich in geplanter oder …
Großstudien für den Kampf gegen Prostatakrebs
Großstudien für den Kampf gegen Prostatakrebs
… den 22. Februar 2014, auf dem Deutschen Krebskongress 2014. Die gemeinnützige Organisation finanziert derzeit gleich zwei urologische Großprojekte: Im Rahmen der PREFERE-Studie soll die Frage nach der individuell besten Therapie beantwortet werden. Die PROBASE-Studie untersucht den Stellenwert des PSA-Screenings bei der Prostatakrebsfrüherkennung. „Mit …
Bild: Biologische Krebstherapie - eine echte Alternative?Bild: Biologische Krebstherapie - eine echte Alternative?
Biologische Krebstherapie - eine echte Alternative?
Alternative Krebstherapie - gibt es so etwas wirklich? Und noch wichtiger: Ist es empfehlenswert? Oder ist es nur eine der vielen "natürlichen" Therapien, die am Ende nur enttäuschen? ------------------------------ Die biologische Krebstherapie - ein echter Durchbruch Die Diagnose Krebs löst unweigerlich Angst aus, da sehr viele Menschen, bei solch einer …
Im Prostatazentrum in guten Händen - Patientenforum Prostata im Heilig Geist-Krankenhaus
Im Prostatazentrum in guten Händen - Patientenforum Prostata im Heilig Geist-Krankenhaus
… Braun) 10:15 Uhr Welche Vorteile hat die Behandlung in einem Prostatazentrum (Dr. Richard Berges) 10:45 Uhr Was gibt es Neues zum Thema Prostata? (Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun) 11:15 Uhr Was ist eigentlich die PREFERE-Studie? (Dr. Sylvia Sänger) Imbiss – Begehbares Prostatamodell – OP-Roboter DaVinci zum Ausprobieren – Zeit für persönliche Fragen und Gespräch
Sie lesen gerade: Mit PREFERE zur besten Krebstherapie