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Pikser statt Placebos

10.06.201509:50 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Pikser statt Placebos
Des einen Laster ist des anderen Freud.
Des einen Laster ist des anderen Freud.

(openPR) Des einen Laster ist des anderen Freud. Oder so ähnlich. Der Illinger Naturheilpraktiker Wolfgang Penth hilft den Menschen, die ernsthaft das Rauchen aufgeben wollen. Seine Methode nennt sich "BioFumar" und scheint vielversprechend zu sein

Der Mann weiß, wovon er redet, wenn er sagt: „Der feste Wille muss schon da sein“. Seit nunmehr 20Jahren behandelt Wolfgang Penth seine entschlossenen Patienten mit einer von ihm selbst weiter entwickelten Methode. Diese nennt sich „BioFumar“. Kennengelernt und erlernt hat er sie bei seinem Kollegen Peter Alt aus Illingen. Dabei handelt es sich um eine Ohr-Injektions-Therapie. Sieben je Ohr sollen dabei helfen, vom Raucher zum Nichtraucher zu werden. Am Ohrrand wird ein homöopathischer Wirkstoff injiziert, der akkupunkturähnliche Impulse abgibt. Und diese Impulse sollen helfen, das Suchtverhalten positiv zu beeinflussen. So viel zur Praxis. Und damit ist es eigentlich auch schon getan. Sollten starke körperliche Entzugserscheinungen auftreten, schafft Penth mit anderen pflanzlichen Mitteln Abhilfe. Auch der Verzehr von mehreren Äpfeln über den Tag verteilt am Anfang der Entwöhnung, soll unterstützend wirken und das Verlangen nach Nikotin mindern. Außerdem sollte der Patient ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, die dem Körper hilft, Schadstoffe schneller abzubauen.
Bei jedem Weg, mit dem Rauchen auf zuhören, ist und bleibt der Wille dazu ausschlaggebend. Dann kann die Therapie dort ansetzen und unterstützend wirken. Das ist bei Penths „BioFumar“ die Regel. Gerade mal zehn bis 15 Prozent der Behandelten werden innerhalb der ersten drei Monate rückfällig. Wenn das der Fall ist, ist eine weitere Nachbehandlung kostenlos. „Es kommen auch einige zur Nachbehandlung, die noch gar nicht erneut zur Zigarette gegriffen haben, aber glauben, dass es kurz bevorstehen könnte“, erklärt Wolfgang Penth. „Gerade in der Anfangszeit ist es wichtig, dass man den Passivrauch vermeidet“, weiß Penth, „man sollte natürlich erst einmal die Versuchungen entkräften und ihnen aus dem Weg gehen.“ In jedem Fall können Penths Patienten alle Fragen stellen, die ihnen auf dem Herzen liegen. Der Naturheilpraktiker spricht und begleitet die Kundschaft und hilft, „Schmachtanfällen“ vorzubeugen und entgegenzuwirken. Ein wenig paradox ist die Tatsache, dass es starke Raucher beim Aufhören im Prinzip etwas leichter haben, die Finger vom Glimmstängel zu lassen. Denn diese wissen, dass nur eine einzige Zigarette einen Kontrollverlust bedeuten würde, wohingegen Gelegenheitsraucher eher noch den Glauben daran haben, ihr Rauchverhalten im Griff zu haben. Einen Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, ist „BioFumar“ ganz sicher wert und mit 70 Euro pro Behandlung eigentlich erschwinglich, gemessen an der Summe, die viele Raucher für ihre Sucht ausgeben. Das Geschäft mit „BioFumar“ läuft seit zwei Jahrzehnten hauptsächlich über Mundpropaganda. Erfolgreiche Neu-Nichtraucher erzählen anderen, wie sie es geschafft haben und empfehlen weiter. Seit einigen Jahren wird Penth auch von Firmen gebucht. „Da kommen dann alle
zusammen, die Interesse an der Behandlung haben. Das gemeinsame Aufgeben hat den Vorteil, dass der Druck auf den Einzelnen steigt durchzuhalten“, so Penth, der deutschlandweit unterwegs ist. Beispielsweise bereits im fünften Jahr in Bielefeld beim Diakonie-Verband. Was das Alter der Patienten betrifft, gibt es keinerlei Einschränkungen: „Meine jüngste war 14. Der älteste über 80.“ Letzterer hat so gar seinen Arzt zu Rate gezogen, ob es sich denn überhaupt noch lohnen würde. Die Antwort: ein klares Ja. „Der Mann hat sich auch schnell deutlich besser gefühlt“, berichtet der Naturheilpraktiker. Ein Versuch, das Rauchen aufzugeben, schadet niemals. Nicht ohne Grund steht dieses Vorhaben Jahr für Jahr auf der Liste der guten Vorsätze ganz oben. Es gibt viele Möglichkeiten, mit dem Rauchen aufzuhören. Angefangen mit der reinen Willenskraft. Die Liste überzeugender Argumente ist ebenso lang. Wer schon oft gescheitert ist, sollte sich nicht davor scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hypnose ist auch eine beliebte Möglichkeit, wobei im Schnitt mindestens zwei Sitzungen notwendig sind. Die können überaus effektiv sein, allerdings muss hierbei der Glaube an die Kraft der Hypnose vorhanden sein. Skeptiker werden es da schwerer haben als bei der Spritze, die Wolfgang Penth anbietet. Denn die „BioFumar“-Ohr-Injektions-Therapie ist einfach und schnell, das Verfahren nach
den Worten von Penth wirksam und vor allem auch allgemein gut verträglich. „Eine einmalige Behandlung reicht in der Regel aus“, so Penth. „Die Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten und dement
sprechend zahlreiche Rückmeldungen bestätigen, dass durch die Therapie die überwiegende Mehrheit der Patienten auf Dauer zum Nichtraucher werden, mit einer einzigen Behandlung.“ Auch wenn es ein wenig absurd anmuten mag – aber nicht wenige Raucher sorgen sich darum, dass sie, wenn sie das Rauchen aufgeben, danach ordentlich an Gewicht zulegen. Im Großen und Ganzen ist diese Sorge aber unbegründet. Fest steht, dass sich der Stoffwechsel zwar erst mal verlangsamt, sich nach einer gewissen Zeit der Nikotin-Abstinenz aber wieder normalisiert. Mehr als fünf Kilo, die innerhalb des ersten Jahres auch wieder verschwinden, nimmt der Neu-Nichtraucher selten zu. Es gibt auch einige Tipps und Tricks, die man beachten kann, wenn aufgrund des neugewonnenen Geruchs- und Geschmackssinns alles noch besser schmeckt. Sport ist natürlich die beste Möglichkeit, um der Gewichtszunahme entgegenzuwirken. Wie auch die gesündeste, wenn sonst keine körperlichen Einschränkungen, Erkrankungen oder Verletzungen vorliegen. Wer mit dem Rauchen aufhört, beginnt sich aufgrund der neuen Einstellung auch gesünder zu ernähren. Darauf zu achten, was man zu sich nimmt, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Wichtig ist vor allem, dass man sich durch solche „Probleme“ nicht entmutigen und dem Körper erst mal Zeit zur Umstellung lässt. Denn eines ist klar, das Rauchen aufzugeben hat nur eines: Vorteile. Die allgemeine Belastbarkeit steigt. Gerade im Sport wird der Körper leistungsfähiger, Lungenschmerzen beim Ausdauersport werden schon recht bald der Vergangenheit angehören. Durch die verbesserte Durchblutung sind Hände und Füße nicht mehr dauerkalt, auch die Gedächtnisleistung nimmt wieder zu. Die Immunabwehr wird von dem Nikotinverzicht genau so profitieren, wie das Aussehen des Teints. Vom Geld, was man als Nichtraucher spart, mal ganz zu schweigen! Das lässt sich nämlich beispielsweise locker mit einem schönen Extra-Urlaub aufwiegen.

20.02.2015 / www.magazin-forum-de / Sonderheft zu FORUM-Ausgabe 09
Text: Katharina Ellrich

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