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K(l)eine Pille, große Wirkung - DocCheck-Umfrage zum Einsatz von Placebos

12.05.201107:36 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Köln, 11. Mai 2011 – Ist es medizinisch vertretbar, Placebos zu verschreiben? Laut einer Empfehlung der Bundesärztekammer ist der Einsatz von Placebos zumindest teilweise sinnvoll. Die DocCheck Marktforschung hat sich unter den Ärzten nach den Reaktionen erkundigt – mit interessanten Ergebnissen.



Prof. Dr. Robert Jutte, federfuhrend fur den BÄK-Arbeitskreis „Placebo in der Medizin“, fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammen: „Mit dem Einsatz von Placebos lassen sich erwunschte Arzneimittelwirkungen maximieren, unerwunschte Wirkungen verringern und Kosten im Gesundheitssystem sparen.“ Die Einschätzungen in der Ärzteschaft sind dagegen geteilt, wie die Befragung durch die DocCheck Marktforschung ergeben hat.

Das Ergebnis der Befragung unter 164 Medizinern, darunter Allgemeinmediziner, Internisten, Schmerztherapeuten und Psychiater: Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer halten es fur sinnvoll, ihren Patienten bei leichten Beschwerden Placebos zu verordnen. Allerdings hat laut der DocCheck Umfrage nur genau die Hälfte aller Befragten im abgelaufenen Quartal Placebos verordnet. Dass der Einsatz von Placebos in Zukunft an Relevanz gewinnt, erwarten immerhin 50 Prozent der befragten Mediziner. Ein mögliches Einsatzgebiet von Placebos sehen knapp drei Viertel der Teilnehmer, die Placebos verordnen, in der Therapie von Patienten mit psychischen Auffälligkeiten. Ebenfalls fur möglich hält die uberwiegende Mehrheit einen Behandlungsversuch mit Placebos auch bei chronischen Schmerzen oder Schlaflosigkeit.

Im Grunde gilt jedoch: Weiß der Patient, dass er nur ein Placebo erhält, so kann oft die gewunschte therapeutische Wirkung nicht erreicht werden. Dieser Umstand spiegelt sich auch in der Umfrage wieder: Auf die Frage, ob die Patienten uber die Behandlung durch ein Placebo informiert werden mussten, antworteten alle Teilnehmer der Umfrage mit Nein.
Kritische Stimmen sehen darin ein mögliches Vertrauensdilemma. „Nicht nur, dass dieses Vorgehen verwerflich und unverantwortlich wäre, wenn der Patient dadurch Schaden nimmt. Es unterminiert auch langfristig jedes Vertrauen in die ärztliche Behandlung.“, so schildert Meike Csicsáky von der DocCheck Marktforschung die Reaktion eines Psychologen. „Andere Stimmen vermuteten schließlich einen „Persilschein fur Homöopathen““, so Meike Csicsáky weiter, „und ein Kommentator wurde in dieser Richtung auch noch genauer: „Fur den Glauben waren bisher die Kirchen zuständig.“

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