(openPR) Gesünder leben mit Kurkuma
Die als „Zauberknolle“ oder „Gewürz des Lebens“ bekannte Gelbwurzel stammt aus Indien und wird dort schon seit mehr als fünftausend Jahren als Heilpflanze verwendet.
Kurkuma ist hellgelb und gibt dem Curry seine charakteristische Farbe. Verantwortlich dafür ist der ockergelbe bis orange gefärbte Farbstoff Curcumin, den auch die Lebensmittelhersteller oft als Färbemittel in z.B. Senf, Margarine und Wurstwaren nutzen (E 100).
Weltweit beschäftigen sich Forscher mit den mehr als 10000 chemischen Substanzen und über 600 potenten Heilstoffen dieser Pflanze. Alleine aus den letzten 15 Jahren gibt es rund 5000 wissenschaftliche Publikationen, die sich mit dem Universalheilmittel Kurkuma beschäftigen.
Interessant finde ich besonders die Studie der „Swinburne University of Technology“ in Melbourne, die eine Langzeitstudie mit dem Wirkstoff Curcumin durchführte: die Teilnehmer zeigten eine signifikante Gedächtnis-Leistungsverbesserung! Meine Kinder werden sich in Zukunft an den Geschmack dieses Gewürzes wohl gewöhnen müssen ...
Kurkuma schmeckt scharf, leicht säuerlich und herb, ähnlich wie Ingwer. Allerdings ist es nicht so aromatisch. Ein Ersatz für Curry, wenn der einem zu intensiv erscheinen würde.
Laut der Forschung kann Kurkuma aber noch mehr:
• Kurkuma-Wirkstoffe können bei Frauen nach der Menopause Östrogen-Defizite teilweise ersetzen
• Curcumin kann bei der Behandlung von Osteoporose eingesetzt werden, da es die Entwicklung von Osteoklasten (Zellen, die Knochensubstanz abbauen) hemmt
• Kurkuma besitzt eine Reihe von fettreduzierenden Inhaltsstoffen, den Zellstoffwechsel und die Verdauung an
• Es stimuliert den Neuaufbau des Bindegewebes und wirkt Kollagen-verjüngend
• Die Produktion von Magensaft und Galle wird durch Kurkuma stimuliert. Positiver Effekt bei Magen-Darm-Problemen
• Die Kurkuma-Wurzel unterstützt den Körper bei der Bildung von T-Zellen (weiße Blutkörperchen) und gilt daher als Immunwaffe.
Curcumin beeinflusst die B-Zellen im Blut – die einzigen Immunzellen, die Antikörper bilden können
• Kurkuma gilt als krebshemmend und hilft, die Tumorzellen zu verringern. Es beinhaltet Substanzen, die entzündungshemmend, antioxidativ und immunstimulierend wirken.
• Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Curcumin besonders bei Rheuma: es hemmt die Synthese der entzündungsauslösenden Prostaglandine (Gewebshormone)
• Als natürliches Antioxidanz kommt es bei der Behandlung von (chronischen) Herzerkrankungen zum Einsatz
• Natürliche Curcuminoide sind ausgezeichnete Wirkstoffe zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Alzheimer
Man könnte meinen, es handele sich tatsächlich um eine „Zauberknolle“.
Aber leider gibt es auch hier Einschränkungen. Die meisten Erkenntnisse stammen aus Laborversuchen und tierexperimentellen Studien. Und das bedeutet, wenn Kurkuma im Labor einen Effekt hervorruft, muss es das noch lange nicht beim Menschen tun. Dafür werden mehr Studien benötigt. Lediglich bei Verdauungsstörungen wird die Gelbwurzel medizinisch eingesetzt.
Dazu kommt noch, dass Kurkuma kaum wasserlöslich ist und daher nur in geringen Mengen vom Darm aufgenommen werden kann. Möglicherweise unterstützen sich die verschiedenen Gewürze im Currypulver gegenseitig in ihrer Wirkung. Immerhin gelangt das Gewürz zusammen mit Nahrungsfett in den Magen-Darm-Trakt, was die Aufnahme von Curcumin verbessern könnte. Leider wird der gelbe Pflanzenstoff rasch wieder über die Leber ausgeschieden.
Es wird derzeit daran geforscht, wie man diese Nachteile von Curcumin umgehen könnte.
Aber um einen Blähbauch oder das Völlegefühl nach dem Essen zu lindern – dabei kann Kurkuma durchaus helfen.
Möglicherweise kann man auch dem „Bauchzwacken“ vorbeugen, wenn man gehaltvolle Speisen mit Curry würzt.
Man darf also darauf hoffen, dass die Forschung schnell zu neuen Erkenntnissen kommt. Vorzugsweise am Menschen.











