(openPR) Wie können Jugendliche mit Behinderung besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben? Mit dieser Frage beschäftigte sich das deutsch-russische Jugendtreffen in Moskau. An der Moskauer Städtischen Universität für Psychologie und Pädagogik (MSUPP) traf die vom Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel angeführte deutsche Delegation auf die Teilnehmer des Deutsch-Russischen Jugendprojekts „Gemeinsam zu einer inklusiven Gesellschaft“. Auch die in Düsseldorf ansässige Internationale Akademie für Management und Technologie (INTAMT) war als Projektinitiator mit dabei. Im Rahmen dieses Projekts wurden in den Jahren 2010 bis 2013 mehrere Treffen von deutschen und russischen Jugendlichen sowie sozial engagierten Studenten mit und ohne Behinderung in Moskau und Düsseldorf arrangiert.
Nach der Begrüßung der Düsseldorfer Delegation durch MSUPP-Rektor Professor Vitali Rubzow wurde eine Fotoausstellung vorheriger Treffen besichtigt. Dabei schätzte Rubzov die Resultate dieser Treffen als sehr wertvoll ein: „Das Wissen und die Erfahrungen von Düsseldorfer und Moskauer Spezialisten sollen akkumuliert werden, um beserere Ergebnisse im Bereich der inklusiven Bildung zu erzielen“. Anschließend wurde eine Videokonferenz mit den deutschen Projektteilnehmern organisiert, die sich in den INTAMT-Räumlichkeiten in Düsseldorf versammelt haben.
Das Mitwirken am Projekt hat das Leben vieler Teilnehmer zum Positiven verändert. Auch in diesem Jahr haben die Jugendlichen Erfahrungen ausgetauscht und neue Ideen präsentiert. So berichtete die MSUPP-Studentin Anna Tukbaeva von ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, die sich auf Erfahrungen von Selbsthilfegruppen für Behinderte in Deutschland stützt. Ebenfalls nachhaltig von der Projektarbeit beeinflusst worden ist Daniel Bleich: Der Student an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf koordiniert nun soziale Projekte bei INTAMT. Ein weiterer Projektteilnehmer Igor Gakov bereist die Welt im Rollstuhl und hat eine Website zur Barrierefreiheit von Hotels und Unterkünften in verschiedenen Ländern entwickelt. Der mittlerweile sehr gefragte Internetauftritt wird ständig ergänzt.
Dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel zufolge ist das Projekt „Gemeinsam zu einer inklusiven Gesellschaft“ nicht hoch genug einzuschätzen. Seinerseits unternehme Düsseldorf alle Anstrengungen, um das Leben von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Geisel wies auf den großen Beitrag hin, den INTAMT zur Entwicklung partnerschaftlicher Beziehungen zwischen Moskau und Düsseldorf geleistet hat. Das Mitglied des russischen Päsidentenkomitees für Angelegenheiten von Menschen mit Behinderung Nadezhda Beljaeva ergänzte: „Ich hoffe, dass sich das Projekt erfolgreich weiterentwickeln wird und die regelmäßigen Jugendbegegnungen die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gestärkt werden.“
Ein großes Dankeschön an Thomas Geisel und alle Beteiligten hat der INTAMT-Vorsitzende Eduard Patrik ausgesprochen. „Ich bin überzeugt, dass die regelmäßigen Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung der richtige Weg zu einer inklusiven Gesellschaft sind“, betonte Patrik. INTAMT werde auch weiterhin Projekte zur Förderung der internationalen Beziehungen realisieren.
Zwei Länder, ein Ziel
Inklusion spielt eine große Rolle.
Für jeden sehen wir ein grünes Licht.
Bei INTAMT wir für dich das Beste wollen.
Egal, sitzt du im Rollstuhl oder nicht.
Wir stellen her gemeinsame Projekte,
organisieren Reisen, machen viel.
Auch wenn der Flug beträgt zu euch drei Stunden.
Gemeinsam finden wir den Weg zum Ziel.
Wir senden euch nach Moskau unsre Herzen
Und hoffen, es kommt raus, was angestrebt.
Ihr seid für uns besonders liebe Freunde.
Auf dass diese Freundschaft weiterlebt!
Ilja Averbukh, 22.04.15, Düsseldorf








