(openPR) Die Europäische Fachhochschule (EUFH) gehörte zu den Sponsoren, als im Düsseldorfer Rathaus fünf Familien mit Migrationshintergrund ihre mit 1000 Euro dotierten Urkunden für Bildungserfolge erhielten. Geehrt wurden eine syrische, eine russische, eine italienische und zwei türkische Familien. Der beachtliche Bildungserfolg der Kinder ist dabei zu einem großen Teil das Verdienst der engagierten Eltern, die meist aus einfachen Verhältnissen stammen und selbst keinen Hochschulabschluss haben.
Unter der Schirmherrschaft von Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel wurde die Auszeichnung von „Power-Eltern, Power-Kinder NRW“ vergeben, einem Zusammenschluss des Türkischen Bundes-NRW (TB-NRW), des Bundesverbandes russischsprachiger Eltern (BVRE) und des Komitees der Italiener im Ausland (Com.it.es). Speziell in diesen Tagen liege ihm dieser Anlass besonders am Herzen, so OB Thomas Geisel während der Veranstaltung. Es sei wichtig, Flüchtlinge zu ermutigen, denn der Schlüssel zum sozialen Aufstieg liege vor allem in einer guten Bildung. Düsseldorf habe inzwischen 6.500 Menschen nach einer zum Teil lebensgefährlichen Flucht aufgenommen.
„Ich habe große Hochachtung vor dem, was Eltern hier für ihre Kinder ermöglicht haben. Es wird Zeit für einen Perspektivenwechsel. In Zukunft sollten wir viel mehr auf die Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund schauen und weniger auf eventuelle Defizite“, betonte Tayfun Keltek, Vorsitzender des Integrationsrats NRW. „Die türkische, russische und italienische Community haben hier gemeinsam ein Zeichen gesetzt“, so Dr. Aysun Aydemir, Bundesvorsitzende des Türkischen Bundes. „Es ist manchmal nicht einfach, etwas aus sich zu machen. Die Familien, die wir heute ehren, hatten es nicht ganz einfach und es ging trotzdem.“
Prof. Dr. Tanju Aygün, Studiendekan des Fachbereichs Handelsmanagement an der EUFH in Neuss, hatte sich im Vorfeld sehr für diese Sache engagiert und kündigte an, dass „Power-Eltern, Power-Kinder NRW“ keine einmalige Angelegenheit bleibt, sondern schon wegen einer nachhaltigen Wirkung wiederholt werden soll.
Bei der ersten Auflage der Urkundenvergabe ehrte die Jury, bestehend aus Migrantenorganisationen, dem Landesintegrationsrat NRW sowie dem Bildungsforscher Prof. Dr. Heiner Barz von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, unter anderem eine syrische Familie, die inzwischen schon viele Jahre in Deutschland lebt. Die Tochter beginnt nach ihrem Abi jetzt ihr Studium in Bielefeld und will Grundschullehrerin werden. Der Sohn studiert Deutsch und Sozialwissenschaften in Siegen. Lange Zeit hat die Familie im Flüchtlingsheim gelebt und es sicher nicht einfach gehabt. „Die Sorgen haben unsere Eltern allein getragen“, sagt die Tochter heute. Und der Vater fügt hinzu: „Ich bin froh, dass ich meine Kinder schon früh nach Deutschland gebracht habe.“








