(openPR) Berlin. Zum ersten Mal liegt mit der Dokumentation „(K)eine Zukunft – Flüchtlingskinder mit Behinderung / Menschenrechtsverletzungen in Berlin“ eine umfassende Darstellung der besorgniserregenden Situation von Flüchtlingskindern vor. Entsprechend der EU-Richtlinie 2003/9/EG gehören sie zu den „besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen“. Dennoch sind sie oft von Ausweisung bedroht, was dazu führt, dass ihnen medizinische und sonstige Leistungen versagt bleiben oder erst nach Monaten bewilligt werden.
„Es sind keine Einzelfälle! Wir waren selbst sehr erschrocken, dass es sich um ein strukturelles Problem handelt“, warnt Benita Eisenhardt von der Fachstelle MenschenKind im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, die den Prozess einer systematischen Aufarbeitung mit weiteren Akteuren der Behinderten- und Flüchtlingshilfe angestoßen hat. „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass hier massiv gegen Kinder- und Menschenrechte verstoßen wird“, ergänzt Musa Al Munaizel. Der Leiter der Lebenshilfe Integrationskita in Berlin-Neukölln ist täglich mit den schwierigen Lebensbedingungen von Flüchtlingskindern konfrontiert.
Die Dokumentation beschreibt nicht nur aktuelle Fallbeispiele aus Berlin, sondern nimmt eine rechtliche Einordnung der Thematik vor, erfasst den konkreten Handlungsbedarf und formuliert politische Forderungen.
Am Dienstag, den 28. April 2015, stellen die Lebenshilfe Berlin, der Humanistische Verband Deutschlands - Landesverband Berlin-Brandenburg (HVD), MenschenKind - Fachstelle für die Versorgung chronisch kranker und pflegebedürftiger Kinder und der Berlin Global Village e.V. ihre Dokumentation „(K)eine Zukunft – Flüchtlingskinder mit Behinderung / Menschenrechtsverletzungen in Berlin“ im Haus der Demokratie und Menschenrechte vor. Neben den Herausgebern stehen im Gespräch die Autoren zur Verfügung, darunter die Rechtsanwältin Julia Kraft, Sven Veigel vom Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste und Eva Gebel von der Fachstelle für Flüchtlinge mit Behinderung.
Pressegespräch:
28. April 2015, 10.00 bis 11.30 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
Um Anmeldung bis zum 24.4.2015 wird gebeten.









