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Abwrackprämie für Webseiten?

Bild: Abwrackprämie für Webseiten?
Quelle: SIBB region
Quelle: SIBB region

(openPR) Erhebung zu Onlinepräsenzen Brandenburger KMU im Internet zeigt alarmierende Ergebnisse

Potsdam/ Wildau. Drei Viertel der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren sind heute online. Über die Nutzung des Internets zur Recherche, zum Einkaufen und allgemeinen Informationssammlung diskutiert längst niemand mehr. Dass vor diesem Hintergrund auch die kompetente Darstellung eines Unternehmens im world wide web zum gelebten Selbstverständnis gehört, möchte man da voraussetzen. Was im Großen längst gelebter Alltag ist, sollte auch im klein- und mittelständischen Unternehmensbereich, und in diesem speziellen Fall auch in der Brandenburger Wirtschaft, funktionieren. Eine aktuelle Untersuchung zeichnet jedoch ein anderes, teilweise alarmierendes, Bild.

Ob und wie Brandenburger kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf die Entwicklungen im Online-Bereich reagiert haben, ob und wie sie auf die zukünftig zu erwartenden Entwicklungen vorbereitet sind, war Gegenstand der Untersuchung, die vom Brandenburger Branchenverband und Netzwerk der IT-Wirtschaft, SIBB region, in Auftrag gegeben wurde und deren Ergebnisse jetzt in Potsdam vorgestellt wurden.

Untersuchungsergebnisse, die durch die Internetagentur „Competence Center für Digitale Medien – CCDM GmbH“ Potsdam ausgewertet wurden, zeichnen im Ergebnis ein sehr differenziertes Bild mit großem Nachholbedarf.

„Ziel der Untersuchung war es, die Optimierungspotenziale der Internetpräsenzen Brandenburger KMU besser einzuschätzen und so den Entwicklungsstand der brandenburgischen Wirtschaft auch im Vergleich zu anderen (Bundes-)Ländern einordnen zu können“, so CCDM Geschäftsführer und Projektleiter Matthias Gehrmann.

Anhand zufällig ausgewählter Stichproben wurden im Rahmen der Analyse 285 Webseiten von Brandenburger Unternehmen ausgewertet, die nicht in eine Franchise- oder Konzernstruktur eingebunden sind. Bereits hier stellte sich heraus, dass immerhin noch 17 Prozent der Unternehmen nicht über eine Webseite verfügen und damit offline agieren! Zu den Kriterien gehörten ein „Technikteil“ in dem Erreichbarkeit, Mobil-Freundlichkeit, das Content--Management-System, Impressum, Datenschutzerklärung und Ladezeit analysiert wurden. Im Bewertungskriterium „Analyse“ wurden die beiden am häufigsten vertretenen Analysewerkzeuge bzw. Services “Google Analytics“ und PIWIK zusammengefasst. Das dritte Kriterium „SEO“ beinhaltete die suchmaschinenrelevanten Momente der Metadaten, der Unternehmen in Suchergebnislisten (SERP) bei Google sowie der angebotenen Produkte bzw. Dienstleistungen in den SERP bei Google. Abgerundet wurde das Allgemeinbild durch den Passus „Interaktivität“, das die Aktivität der Unternehmen in den Sozialen Medien und eine grundsätzliche Interaktivitätsbereitschaft betrachtete. Dies sind die Anzahl der Social Media Profile, deren Verlinkung auf die eigene Webseite, der Existenz und Aktualität von News sowie das Vorhandensein und/ oder die Aktualität eines Blogs.

„Die Ergebnisse zeigen, dass selbst jene Unternehmen, die über eine Internetpräsenz verfügen, erheblich nachbessern müssten. Das Fehlen eines Content Management Systems (CMS) bedeutet für jene beispielsweise höhere Wartungskosten und Aufwand. Selbst mit CMS stellt sich der überwiegende Einsatz mit veralteten Versionen dar, was wiederum ein erhöhtes Sicherheitsrisiko in sich birgt. Viele Probleme sind hausgemacht, “ resümiert Gehrmann. Hinzu käme eine Abmahngefahr bei zirka 13 Prozent der untersuchten Webseiten aufgrund mangelhafter Implementierung von Webanalyse-Werkzeugen. Aber auch solche einfachen Instrumente, wie ein Kontaktformular oder eine E-Mail –Adresse zum Kontaktieren des Unternehmens fehlten in 42 Prozent der untersuchten Unternehmenswebsites!

In der Zusammenfassung werden längst nicht die Möglichkeiten genutzt, die das Internet den Unternehmen bietet. „Vom Online-Verkauf reden wir dabei noch gar nicht“, so Matthias Gehrmann. Von maximal erreichbaren 110 Punkten erreichten zwei Drittel der Webseiten der untersuchten Unternehmen (72 Prozent) nur maximal 50 Punkte auf dem Modernitäts-Index für Webseiten und damit ein „ausreichend“. Die höchste erreichte Punktzahl beträgt 88, und nur 4,5 Prozent der untersuchten Unternehmen erreichen 70 und mehr Punkte und damit ein „gut“. Das daraus logisch folgende Fazit gibt zu denken: Die Webseite als permanenten Botschafter und Vertriebsmitarbeiter 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zu verstehen, ist längst noch nicht im Brandenburger Klein- und Mittelstand angekommen.

Für Jens Juppe, Geschäftsführer der fit4on GmbH in Peitz, der seit 13 Jahren kleine und mittelständische Firmen im Rahmen der Online-Präsenzen berät und weiter bildet, leitet sich aus den Studienergebnissen auch eine wichtige Botschaft für Wirtschaftspolitik und Branchenspezialisten ab: Nicht nur die Unternehmen selbst sind in der Pflicht, auch über eine weiter gehende und notwendige Hilfestellung von außen gelte es nachzudenken: „Die Ergebnisse der Studie decken sich mit unseren Beobachtungen und Gesprächen, die wir zu diesem Thema mit den Verantwortlichen führen. Betrachtet man die letzten drei Jahre, so kann man von ein ´bisschen Bewegung´ und Entwicklung sprechen. Das funktioniert allerdings nur, wenn man den Unternehmen die Zusammenhänge erklärt – man könnte es auch als die Politik der kleinen Schritte bezeichnen… Ratschläge und Hinweise müssen nachvollziehbar und verständlich sein. Erst wenn dies erkannt wird, setzt auch die Bereitschaft ein, etwas zu tun. Vielzitierte Argumente, wie ´ich verkaufe nichts im Internet´ oder ´das brauche ich nicht´ sind absolut kontraproduktiv und bringen dem jeweiligen Unternehmen regelmäßige wirtschaftliche Verluste. Alles, was im Internet suchbar ist, ist auch vermarkt- und damit präsentierbar. Ein User ist im Netz, um ein Problem zu lösen. Meist sucht dieser den Problemlöser in seiner Region. Hier müssen wir gemeinsam ansetzen. Die Analyse zeigt, dass dies in den Unternehmen noch immer nicht etabliert ist und wertvolles wirtschaftliches Potenzial verloren geht.“

Tim Neugebauer, Forensprecher des SIBB-Forums „Digital Business“ ergänzt: „Will der regionale Mittelstand die erheblichen Chancen der Digitalisierung besser nutzen, sollten die eigenen Prozesse und Services zukünftig mit mehr Konsequenz hinsichtlich Ihres Digitalisierungsgrades untersucht werden. Wir als Forum stehen als regionaler Informationsgeber und Kontaktpunkt allen Interessierten KMU branchenübergreifend zur Verfügung. Hier können Netzwerke zu regionalen Digitalisierungsexperten geknüpft und individuelle Erfahrungen ausgetauscht werden.“

Um eine signifikante Verbesserung der Darstellung der wirtschaftlichen Potenziale der Brandenburger Unternehmen auch im Netz zu erreichen, könne man über eine „Abwrackprämie für veraltete Webseiten“ nachdenken – kostenfreie Beratungsleistungen mit beim Branchenverband SIBB e.V. gelisteten Experten könne dabei ein erster Ansatz sein.

Auf der Basis des vorliegenden Resultates hat der SIBB e.V. eine Checkliste entwickelt, die kleinen und mittleren Unternehmen kostenfrei zur Verfügung gestellt und zum Download angeboten wird. Sie ermöglicht eine erste Eigendiagnose, in dessen Ergebnis über den Branchenverband SIBB e.V. Hilfe und Unterstützung bzw. Empfehlungen für die Umsetzung einer repräsentativen Darstellung des Unternehmens genutzt werden können.

Den Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Unternehmenspräsentation im Internet finden Sie hier: http://www.sibb.de/fileadmin/sibb_upload/Pressemitteilungen/2015/PM_09_2015_Leitfaden-Digital-Business-WEB.PDF

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